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Panasonic SC-GN01 Test - Der Final-Fantasy-XIV-Nackenlautsprecher kann mehr als nur MMOPRGs

Entlastet eure Ohren!
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Die Soundslayer Nackenlautsprecher entlasten die Ohren und den Kopf, ohne dabei auf hochwertigen Sound zu verzichten – nicht nur bei Final Fantasy XIV.

Die SC-GN01 Nackenlautsprecher der Panasonic Soundslayer-Reihe haben mich positiv überrascht. Ich kannte vorher keine Nackenlautsprecher und hätte erwartet, dass die Lautstärke, Qualität und damit auch die Gaming-Erfahrung darunter leidet, dass man keine Hörer um die Ohren hat. Auch dass das Final-Fantasy-XIV-Sound-Team an der Hardware arbeitete, hat mich beim ersten Blick nicht umgestimmt – aber dazu gleich mehr, fangen wir zunächst damit an, was ihr mit dem SC-GN 01 erhaltet.

Die Qual der Wahl

Wenn ihr euch spätestens nach diesem Beitrag dazu entscheidet euer Gaming-Setup mit Nackenlautsprechern aufzurüsten, so müsst ihr erst mal schauen, ob ihr euch die Standardaddition für 179 € oder gleich die limitierte Final Fantasy XIV Version (229 €) der Hardware leisten wollt. Die FF-XIV-Version ist vor allem für Fans ein No-Brainer, aber auch Gelegenheitsspielerinnen und -spieler der Final-Fantasy-Reihe können Spaß mit den zusätzlichen Sounds haben. Hier gibt es beim An- und Ausschalten nämlich eine kleine Final-Fantasy-Musik und beim Wechsel zwischen Sound-Modi kommt ebenfalls ein FF-Sound. Dann gibt es da noch das wunderschöne Design, das nicht zu auffällig, aber eindeutig ist. Ansonsten sind die beiden Produkte identisch.

Das Design der FF-XIV-Edition des SC-NG01 ist schlicht, aber wiedererkennbar. Es stört auch nicht beim Spielen oder Filme schauen.

Der Lautsprecher kommt mit einer Verpackung (beim FF in einem FF-XIV-Design), einem Handbuch, einem separaten AUX-Kabel und am Lautsprecher ist das untrennbare Ansteckkabel mit USB-A-Anschluss. Und damit kann es auch schon losgehen! Es wird keine Installation benötigt und eine eigene Software gibt es auch nicht. Stattdessen reguliert man die Lautstärke und die verschiedenen Soundmodi über die vier Tasten an den Seiten. Hier gibt es Stummschaltung für den Gesamtsound und Mikro, einen Lautstärkeregler, einen Sound-Button und den Eingang für das AUX-Kabel. Ihr könnt den Soundslayer mit PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Series X|S und mit der Switch im TV-Modus über die Dock-Station anschließen.

Die Sound-Modi sind RPG, FPS, Voice, Music, Cinema und Stereo. Dabei sollte das meiste selbsterklärend sein – aber riskiert bei Bedarf auf weitere Ausführungen gerne einen Blick ins Video. Bei Voice handelt es sich übrigens nicht um das Mikrofon im Multiplayer, sondern um einen Stimmenmodus. Dieser Voice-Modus, der RPG- und FPS-Modus wurden mit dem FINAL-FANTASY-XIV-Online-Sound-Team von Square Enix mitentwickelt. Gerade beim RPG-Modus merkt man die Qualität, wenn man eben FF XIV spielt. Der FPS-Sound kann mit der Qualität des Sound Blasters GC7 verglichen werden. Auch hier ist die Orientierung vom Schusswechsel einfacher, dadurch, dass subtile Geräusche, wie Schritte oder das Nachladen des Gewehrs verstärkt werden.

Die Boni eines Nackenlautsprechers

Der vorhin erwähnte Voice-Modus gefiel mir besonders gut, denn hier werden menschliche Stimmen hervorgehoben. Das machte für mich den Cinema-Modus allerdings überfällig, weil ich gerne die Stimmen in Filmen und Serien filtere. Aber auch das ist Geschmackssache und beispielsweise beim Action-Genre nicht notwendig. Gedacht ist der Modus eigentlich für Abenteuer-Spiele, um die NPCs und Hinweise besser wahrzunehmen.

Die Standard-Version des Soundslayers SC-NG01 hat zwar kein schönes FF-Design, dafür alle Funktionen, die man benötigt: 3D-Surround-Sound, RPG-Modus und das ergonomische Design.

Ähnlich wie mit dem Voice-Modus verhält es sich mit dem Komfort beim Tragen. Es ist ungewohnt, die Lautsprecher auf den Schultern zu haben und man könnte meinen, so ein Soundslayer muss schwer sein. Das ist nicht der Fall, die SC-GN01 sind sehr leicht. Doch gerade in der ersten Eingewöhnungszeit muss man aufpassen, dass man wegen der Gewichtsverlagerung nicht in sich zusammensackt. In den ersten zwei Tagen habe ich das Gewicht der Nackenlautsprecher nach zwei FF-XIV-Stunden schon bemerkt und mich immer wieder dran erinnert, den Rücken gerade zu halten, aber danach hat man sich an das neue Gefühl gewöhnt. Die restliche Zeit konnte ich also ohne Gedanken an die neue Hardware so lange spielen, wie ich wollte.

Das Besondere beim Nackenlautsprecher ist, dass man die Ohren entlastet. Der Sprachchat funktioniert, ohne dass man ständig die Spielegeräusche hört, obwohl das Mikro im SC-GN01 neben den Lautsprechern liegt – man kann aber auch ein separates Mikro benutzen, deshalb das beiliegende Kabel. Hinzu kam meine Angst, dass ich den Sound verzerrt wahrnehmen könnte, doch die Angst hat sich schon beim ersten Antesten sofort gelegt: Das habe ich den 4-Kanal Vollbereichslautsprechern zu verdanken, die in der u-förmigen Hardware eingebaut sind. Diese erzeugen einen Surround-Sound, der wie eine Anlage funktioniert. Die Geräusche kommen aus allen Richtungen, nicht nur von den Schultern und sie übersteuern nicht. Dies gilt übrigens für alle Modi: Ja, man hört die einen Geräusche durch den Filter stärker und andere verschwinden im Hintergrund, aber all das fühlt sich räumlich an. Außerdem kommt noch ein Bequemlichkeitsvorteil: Dadurch, dass die Ohren nicht abgedeckt sind, nimmt man alltägliche laute Geräusche wie Klingeln oder Telefonanrufe direkt wahr. Kleine Nebengeräusche, wie Gespräche, die weit weg stattfinden, werden aber vom nahen Spielesound übertönt (was gut ist).

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit den Panasonic Soundslayer SC-GN01 FF Nackenlautsprechern. Bei diesem Preis kann man eigentlich nicht meckern, wenn man bedenkt, dass man eine tragbare Surround-Soundanlage auf den Schultern trägt. Zudem kommt, dass hier mit Gaming-Experten für eine FF-XIV-Zielgruppe gearbeitet wurde. Das merkt man in der Umsetzung ebenfalls. Auch die kleinen Extra-Einspieler der Final-Fantasy-Version sind eine angenehme Ergänzung. Die Bedienung ist unkompliziert und ich bin erstaunt vom Komfort, den dieser Nackenlautsprecher bietet – auch wenn es eine Eingewöhnungszeit braucht, wenn man vorher nur Kopfhörer kannte. Meine Ohren danken mir jedenfalls schon für die neu-gewonnene Freiheit.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor

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Ana Kudinov

Video Editor

Ana macht bei Eurogamer.de seit 2020 die Video-Redaktion. Sie streamt in ihrer Freizeit und spielt viel Strategie- und Indiespiele am PC - kann aber grundsätzlich mit jedem Genre und jeder Konsole etwas anfangen. Ana liebt es sich über Japan und Anime zu unterhalten und verbringt dementsprechend auch viel Zeit mit JRPGs und anderen Besonderheiten aus dem asiatischen Raum.

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