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The Darkness

Eindeutig böse!

Tief in uns schlummert das Böse, wird genährt von den vielen kleinen Narben, die wir unser Leben lang davontragen, und wartet auf den richtigen Moment, um uns fortzureißen. Dabei kann es jeden treffen. Den verzweifelten Junkie, der Passanten überfällt, den eifersüchtigen Liebhaber, der seine Freundin schlägt, aber auch den kaltblütigen Gangster, der, ohne mit der Wimper zu zucken, Morde begeht. Das Böse ist vielschichtig und eng mit der menschlichen Seele verbunden. Es gehört zu unserer Spezies wie ein Fluch. Denn nur wo der Geist den Instinkt verdrängt, kann diese tiefe Dunkelheit entstehen, die sich in so vielen Menschen ausbreitet.

Bei The Darkness nimmt die Finsternis Gestalt an und wird zu einem Teil des Spiels. Dabei mutet es wie Ironie an, dass gerade der Hauptdarsteller, Mafia-Killer Jackie Estacado, seinen inneren Dämon überwindet und das unsagbar Böse, das in seiner Familie schlummert, am Ende sogar für das Gute einsetzt. Dank diesem erzählerischen Kniff wird das 1998 von Top Cow entwickelte Comic, dem es sonst eher an Tiefgang und Einfühlsamkeit fehlt, zu einem spannungsgeladenen Spektakel. Nicht umsonst also zählt The Darkness zu einem der erfolgreichsten, amerikanischen Comics.

Fast zehn Jahre nach dem beeindruckenden Debüt findet die ungewöhnliche Geschichte den Weg auf den kleinen Bildschirm. Der Erfolg der Vorlage hat die Entwickler von Starbreeze dazu inspiriert, die Geschichte um den ungewöhnlichen Anti-Helden in einen Ego-Shooter zu verwandeln. Wie schon bei ihrem Einstandshit Riddick wollen sie fernab von klassischen Erzählstrukturen ihre eigene, sehr dunkle Geschichte erzählen.

Der Weg in die Dunkelheit

Ohne Eure dunklen Fähigkeiten wird jeder Kampf zu einer Herausforderung.

Ein Vorhaben, dem sie gleich zu Beginn mit einem wilden Ritt Tribut zollen. Geschickt nutzen sie die besonderen Eigenschaften eines Ego-Shooters, um Euch unmittelbar in ein packendes Abenteuer zu ziehen. Das Spiel beginnt mit einer rasanten Verfolgungsjagd. Gehetzt von der Polizei rast Ihr an Eurem 21. Geburtstag gemeinsam mit zwei Gangsterkollegen durch enge Tunnels und aufgebrachte Bauarbeiter. Irgendjemand hat Euch verpfiffen und die Cops würden Euch lieber tot als lebendig sehen. Recht hilflos auf dem Rücksitz des Autos gefangen, entführt Euch das Spiel in die Welt von Jackie und bringt gleichzeitig die Grundzüge der Steuerung bei. Ihr verfolgt mit Besorgnis die angerichtete Zerstörung und dürft nach dem Tod eines Kollegen zum ersten Mal selbst die Schrotflinte sprechen lassen.

Doch das Ende der Jagd naht mit einem gewaltigen Crash. Jackie überlebt relativ unverletzt, muss aber alleine weiter. Kurze Zeit später stellt Ihr fest, dass es Euer Stiefvater war, der Euch nach dem Leben trachtet.

Solch prächtige Locations tragen viel zur Atmosphäre bei.

Der Mafia-Boss Paulie Franchetti hat Jackie zwar aus dem Waisenhaus geholt und aufgezogen, im Prinzip suchte er jedoch nur einen willigen Helfer, der ihm die schmutzige Arbeit abnimmt. Nun möchte das Macht-hungrige Oberhaupt Euren Tod, weil er um die eigene Position fürchtet. Im darauf folgenden Feuergefecht mit seinen Handlangern gewinnt Ihr die relativ schnell die Oberhand – dummerweise wartet noch eine versteckte Bombe, die Euch ins Jenseits befördert.

Grausame Bilder blitzen auf und Ihr befindet Euch wieder unter den Lebenden. Ein Stimme schreit Jackie aus dem Off zu: „Du kannst nicht sterben!“ Und das entspricht wie fast bei jedem Videospiel auch der Wahrheit, diesmal steckt aber mehr dahinter, als das Werk der Programmierer und Game-Designer. Euer Tod wird zum Teil der Geschichte, denn die alte Macht, die in Euch schlummert, lässt Euch einfach nicht sterben. Stattdessen wird sie stärker und stärker, und droht jeden Moment aus Euch heraus zu brechen.

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