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Razer Kishi V2 Test - Bequem mobil spielen, aber das Klicken nervt

Klick klack.
Qualitativ überzeugt Razers neuer Controller Kishi V2, hat aber seinen Preis. Und das Klicken der Tasten nervt auf Dauer.

Razer hat die zweite Version seines Mobile-Gaming-Controllers Kishi veröffentlicht und verspricht für diese einige Verbesserungen in verschiedenen Bereichen. Die Android-Variante des Razer Kishi V2 ist bereits auf dem Markt, eine Variante für iOS soll in diesem Herbst folgen. Der Controller, der zugleich als Halterung für eurer Smartphone dient, kostet euch stolze 119,99 Euro. Ist er das wert?

Eine schwierige Frage, zumal ganz normale Gamepads, etwa der Dualsense der PlayStation 5, sich ebenfalls mit einem Smartphone koppeln lassen und preislich deutlich attraktiver sind. Der Kishi V2 bietet eben den Vorteil, dass das Smartphone bequem in der Mitte des Controllers ruht, der Aufbau erinnert letztlich an eine Switch.

Vom Aufbau her wirkt das Design des Kishi V2 insgesamt etwas kompakter und weniger klobig als der Kishi, was der Mobilität zugute kommt und, wenn ihr mich fragt, optisch besser aussieht. Wie vom Vorgänger gewohnt, zieht ihr beide Seiten auseinander und platziert euer Smartphone am USB-C-Stecker in der Mitte. Die Seiten ziehen sich dann magnetisch wieder zusammen und das Smartphone wird durch Gummiaufsätze sicher an Ort und Stelle gehalten. Jedenfalls wenn ihr es ganz normal beim Spielen haltet. Wenn ihr aus Frust den Controller herumschleudert, kann ich für nichts garantieren.

Der Kishi V2 hat keinen eigenen Akku

Wie erwähnt, steckt ihr euer Smartphone direkt in den integrierten USB-C-Stecker des Kishi V2. Das heißt auch, dass euer Gerät natürlich schon etwas moderner sein und über einen solchen Port verfügen sollte, um es hiermit verwenden zu können. Die direkte Verbindung via USB sorgt dafür, dass alle Eingaben ohne große Verzögerungen übertragen werden.

Der Kishi V2 hat eine Menge Tasten zu bieten.

Über einen eigenen Akku verfügt der Razer Kishi V2, etwa im Gegensatz zum Nacon MG-X Pro, indes nicht. Er funktioniert nur und lässt sich auch nur anschalten, sobald ein Smartphone via USB verbunden wurde und wird darüber mit Strom versorgt. Mittels USB-C-Port am Kishi V2 könnt ihr aber gleichzeitig auch euer Handy beim Spielen aufladen, wenn ihr möchtet oder der Strom zur Neige geht.

Gute Tasten, aber die Geräusche!

Von Haus aus ist der Kishi V2 mit einer Reihe von Tasten ausgestattet. Es gibt zwei klickbare Analog-Sticks, ein mechanisches D-Pad, vier Standard-Buttons, je zwei Trigger und Bumper und neben diesen noch einmal zwei Multifunktionstasten. Außerdem haben wir Menü- und Options-Tasten, eine Share-Taste und eine Launch-Taste für die Razer Nexus App.

Grundsätzlich fühlen sich die Tasten auch gut an und setzen die Eingaben präzise um, egal ob Buttons oder die stufenlosen Trigger. Der Nachteil ist das Klickgeräusch, die so ziemlich alle der Buttons machen. Das erinnert an eine Maustaste und ist auf Dauer beim Spielen eher nervig, besonders dann, wenn ihr je nach Spiel regelmäßig auf die Tasten hämmern müsst. Da empfiehlt sich zusätzlich die Verwendung eines Kopfhörers.

Das Smartphone steckt ihr einfach in die Mitte.

Die Verarbeitung des Controllers ist sauber und wirkt dem Preis angemessen hochwertig und stabil. Gleichzeitig besteht er nach wie vor primär aus Plastik, erwartet daher keine großartige Verwendung von Premium-Materialien. Die Griffe sind zudem an beiden Hinterseiten texturiert und sollen so für etwas mehr Halt sorgen. Kurz gesagt: Rein haptisch fühlt es sich gut an, ihn zu benutzen.

Für Android-Games ausgelegt

Analog zur Nutzung des Kishi V2 könnt ihr euch die neue Razer-Nexus-App auf euer Smartphone herunterladen, die die alte Kishi-App ersetzt. Unter anderem ist es damit möglich, den beiden belegbaren Tasten neben den Schultertasten eine Funktion zuzuweisen. Das sind aber die einzigen Tasten, die sich belegen lassen. Xbox-User müssen berücksichtigen, dass keine der Tasten auf dem Kishi V2 den Xbox-Button ersetzt. Ihr müsst stattdessen über den Touschreen diese Funktion verwenden, um etwa ein Spiel zu beenden.

Aber zurück zur App. Ihr könnt darin außerdem noch das Streaming aktivieren und aus der App heraus einen Livestream beginnen, etwa auf YouTube oder auf Facebook. Über einen der Buttons nehmt ihr auf Wunsch direkt Videos und Screenshots auf, die App dient zur Verwaltung. Und noch eine Funktion: Ihr könnt sie als Game Launcher einsetzen. In der App seht ihr installierte Spiele und andere, die zu 100 Prozent mit dem Kishi V2 kompatibel sind. Gut geeignet, um einen Überblick zu bekommen.

Razer Kishi V2 Test - Fazit

Im direkten Vergleich sagt mit tatsächlich der MG-X Pro von Nacon etwas mehr zu als der Kishi V2. An Razers Gerät stören mich auf Dauer vor allem die Klickgeräusche der Buttons. Wer auch immer diese Idee hatte: Es war keine gute. Ebenso störend, aber durchaus vernachlässigbar ist, dass keiner der Buttons beim Verwenden des Xbox-Streamings das Xbox-Menü aktiviert und ich zusätzlich den Touchscreen dafür einsetzen muss. Ein Kritikpunkt, den ihr ignorieren könnt, wenn ihr kein Xbox-Streaming betreibt.

Davon abgesehen macht der Razer Kishi V2 seine Sache gut, ist stabil und wertig verbaut und eure Eingaben werden zuverlässig ins Spiel übertragen. Der Preis ist allerdings mit 119,99 Euro nicht ganz günstig, besonders im Vergleich zur Konkurrenz, die auch besser aufs Xbox-Streaming abgestimmt ist. Wenn ihr primär Android-Games zockt und auf Razer schwört, ist der Kishi V2 aber durchaus eine gute Wahl.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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