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Saints Row Tech-Preview: Der Reboot beeindruckt uns auf dem PC

Volitions verbesserte In-House-Engine zeigt ihre Stärken.

Saints Row ist zurück mit einem Reboot im Jahr 2022, bei dem Entwickler Volition die Serie mit einer verbesserten hauseigenen Engine auf den neuesten Stand bringt. Bei der Veröffentlichung am 23. August werden wir sehen können, wie alle Konsolen abschneiden, einschließlich PS5, Series X und Last-Gen-Geräte, aber heute geht es nur um unsere praktische Erfahrung mit einem frühen PC-Build, der auf einem RTX 3080-Rechner läuft. Wir wollten wissen, wie die PC-Version bei 4K und maximalen Einstellungen aussieht und welche Hinweise wir zu den Series-X- und PS5-Versionen finden könnten, die noch nicht enthüllt wurden, einschließlich RT-Unterstützung. Schauen wir uns also an, was es bisher zu sehen gibt.

Die Materialien, die Beleuchtung und die Physik in Volitions neuestem Spiel sind ein großer Qualitätssprung im Vergleich zu früheren Saints-Row-Spielen. Die flachen, simplen Shader für Haut und Kleidung aus dem letzten Saints Row von 2013 sind verschwunden und wurden durch realistischere Materialien ersetzt. Unabhängig davon, wie ihr euren Charakter gestaltet - und hier gibt es grenzenlose Möglichkeiten -, gibt es immer ein respektables Grundniveau für die Modellqualität. Auch die Texturqualität in der Spielwelt ist scharf und nutzt die 10 GB VRAM unserer RTX 3080 bequem aus. Alles in allem ist der Detailgrad der Welt bereits deutlich angemessener für ein Projekt, das für eine PS5- und Series-X-Veröffentlichung gedacht ist. Die Scheinwerfer der Autos werden durch einen beeindruckenden volumetrischen Effekt hervorgehoben, der Lichtschlieren hinzufügt und der Szene ein befriedigendes Gefühl von Tiefe verleiht. Die Objektphysik beeindruckt ebenfalls auf Anhieb, wobei explosive Szenen eine enorme Wirkung entfalten, wenn Fässer aufplatzen und Brücken einstürzen.

Tom schaut sich den 2022er Reboot von Saints Row an. Wie sieht das Spiel auf dem PC aus und was lernen wir daraus für die Konsolenversionen?

Nach diesem eher fokussierteren Teil der Preview-Version wurden wir in die offene Welt entlassen und hier hatte unser System mit RTX 3080 und Core i7 7700K Probleme, die 4K 60fps in diesem Build des Spiels zu halten. Wenn man jedoch die Auflösung auf jeder Achse auf 83 Prozent senkt, werden die 60fps wiederhergestellt, ohne dass man Abstriche bei der Raytraced Ambient Occlusion (RTAO), den Schattendetails oder der Draw Distance der Welt machen muss.

Der Reboot von Saints Row bietet eine riesige Auswahl an Optionen und jede Einstellung wird direkt im Spiel aktualisiert, wobei die Spielwelt auf der rechten Seite angezeigt wird, wenn wir die Voreinstellungen ändern. So können wir zum Beispiel sehen, dass die RTAO-Einstellungen "Niedrig", "Mittel" und "Hoch" im Großen und Ganzen ähnlich aussehen, aber wenn man zwischen "Ultra" und "Aus" wechselt, zeigen sich deutliche Unterschiede. Plötzlich tauchen überall in der Landschaft satte Schatten auf und die Objekte fügen sich natürlicher in die Szene ein. Ich hätte gerne eine umfangreichere RT-Unterstützung in Form von Reflexionen oder Global Illumination gesehen - und wer weiß, vielleicht ist das ja in der endgültigen Version der Fall -, aber RTAO ist eine nette Sache und ich hoffe, dass es auf PS5 und Series X als Teil eines RT-Qualitätsmodus verfügbar sein wird. Für den Moment müssen wir aber einfach abwarten und Tee trinken.

Bei den Einstellungen habe ich mir auch die Schatten und die SSR-Voreinstellungen angeschaut. Beide bieten eine gute Skalierbarkeit und im Gegensatz zur RTAO-Einstellung ist der Unterschied zwischen den einzelnen Qualitätsstufen deutlicher zu erkennen. Die Schatteneinstellung wirkt sich zum Beispiel hauptsächlich auf die Qualität des Sonnenlichts und der Schatten in Innenbereich aus und sorgt für einen beträchtlichen Performanceschub, wenn die Komplexität reduziert wird. Nach Augenmaß konnte unsere RTX 3080 hier gerade noch auf die höchste Stufe gebracht werden, ohne dass die 60 fps überschritten wurden, solange wir die Auflösungsskala bei 83 % hielten. Hoch ist sicherlich akzeptabel, aber alles darunter ist vielleicht ein zu großes Opfer. Ein weiterer Einstellungsparameter, die Szenendetails, verändert die Qualität der Schatten und des Geländes (z. B. Bäume in der Ferne). Bei den angebotenen Einstellungen "Niedrig", "Mittel" und "Hoch" ist die Einstellung "Hoch" unerlässlich, um sichtbare Pop-Ins zu vermeiden, vor allem wenn man sich in einem Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit bewegt

Während RT-Reflexionen nicht angeboten werden, sind Screen-Space-Reflexionen in vier Qualitätseinstellungen von "Aus" bis "Hoch" möglich und auch hier machen es die Vorteile der hohen Einstellung schwierig, Kompromisse einzugehen. Dadurch wird die Genauigkeit der Screen-Space-Reflexionen erhöht, sodass sie ein vernünftiger Ersatz für eine physikalisch genauere RT-Version sind. Dies ist auch der Punkt, an dem die PS5- und Series-X-Versionen idealerweise landen werden, da ihr den Unterschied in wasserbasierten Missionen mit mittleren oder niedrigen SSR-Einstellungen deutlich bemerken werdet.

Der Rest meiner dreistündigen Sitzung mit Saints Row konzentrierte sich auf die so genannten "Nebenjobs", bei denen man in Restaurants schlechte Kritiken hinterlassen, vor der Polizei fliehen und Schmuggelware ausliefern kann und mit einem Wingsuit fliegt, um rivalisierende Unternehmen zu sabotieren. Jeder dieser Nebenjobs hatte visuelle Höhepunkte, wobei die Tageszeit in der Beleuchtung, den Partikeleffekten und der Physik des Spiels zum Ausdruck kam. Es gibt Verfolgungsjagden durch Canyons, bei denen die Dichte des entgegenkommenden Grases ins Rampenlicht gerückt wird, während volumetrische Lichter in den Vordergrund treten, wenn Staub von den vorausfahrenden Autos aufgewirbelt wird. Es ist nicht durchgängig schön, aber es gibt definitiv Momente, in denen die Technik von Volition zu visuell beeindruckenden Ergebnissen führt.

Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen frühen Build handelt, ist es vielleicht nicht überraschend, dass es einige technische Probleme in Bezug auf die Stabilität gab. Ich hatte zum Beispiel einen Absturz, bei dem mein Spielstand gelöscht wurde, was für ein zeitlich begrenztes Preview-Event nicht ideal ist. Aber auch das ist nicht sonderlich überraschend für einen wahrscheinlich relativ alten Build eines komplexen und unvorhersehbaren Open-World-Spiels. Wir müssen abwarten, wohin uns das endgültige Paket führt, aber was ich gesehen habe, war mehr als genug, um zu verstehen, in welche Richtung sich die Saints-Row-Reihe entwickelt.

Im Zuge der Veröffentlichung des Spiels in der zweiten Augusthälfte werden wir mit einer vollständigen technischen Analyse nicht nur die endgültige PC-Version, sondern auch die Situation auf den Konsolen unter die Lupe nehmen. Ich hoffe, dass angesichts der Skalierbarkeit der Einstellungen, die wir hier sehen, Platz für einen 4K-30-fps-Modus mit aktiviertem RT auf PS5 und Series X ist sowie für einen 60-fps-Modus ohne RT und vielleicht ein paar andere Grafikoptimierungen. Und es wird spannend zu sehen sein, wie sich das Erlebnis auf den Last-Gen-Geräten anfühlt. Werden es 1080p 30 fps oder etwas anderes sein? Letztlich müssen wir hier noch abwarten. Fürs Erste ist das diesjährige Saints-Row-Reboot jedoch ein vielversprechender Open-World-Sandbox-Titel mit beeindruckenden Optionen für die Charakteranpassung, Missionstypen und einer zugrunde liegenden Technologie, die hoffentlich gut auf alten und neuen Konsolen skaliert.


Im englischen Original von Thomas Morgan, Senior Staff Writer, Digital Foundry

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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