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Take-Two: Trotz Aktieneinbruch nach Zynga-Deal sucht der Publisher die nächste Übernahme

Für stolze 12,7 Milliarden Dollar hat Publisher Take-Two das Mobile-Unternehmen Zynga übernommen.

Update vom 9. Januar 2022: Nachdem Take-Two die Übernahme von Mobile-Gigant Zynga angekündigt hatte, fiel der Aktienkurs des Publishers um 13,3 Prozent. Einige Banken hatten den Deal als überbewertet bezeichnet und bescherten dem Unternehmen seinen größten Tagesverlust seit Dezember 2009. Die Aktien von Zynga hingegen schossen am Montag mit einem Plus von über 40 Prozent in die Höhe.

In einem Investorengespräch nach der Ankündigung der Übernahme sagte Strauss Zelnick, CEO von Take-Two, dass die Muttergesellschaft von Rockstar nach weiteren Aquisitionen Ausschau hält. Zelnick sagte, dass der Ansatz für Übernahmen weiterhin derselbe bleibe: "Wir suchen nach großartigen Teams, großartigem geistigen Eigentum und wertsteigernden Transaktionen."


Ursprüngliche Meldung vom 10. Januar 2022: Habt ihr euch mal gefragt, was mit all dem Geld passiert, dass Take-Two mit den Umsätzen von Grand Theft Auto 5 und GTA Online verdient? Nun, unter anderem fließt es wahrscheinlich in die Übernahme des Mobile-Giganten Zynga, die heute bekannt gegeben wurde.

Für stolze 12,7 Milliarden Dollar - ein neuer Rekord in der Spielebranche - sichert sich der Publisher von Spielen wie Borderlands, NBA 2K und BioShock die Dienste des Unternehmens, das für Spiele wie FarmVille oder Words With Friends bekannt ist.

Warum sich die Übernahme lohnt

Nach Angaben von Take-Two verzeichnet Zynga monatlich rund 183 Millionen aktive Nutzer und Nutzerinnen in seinen Mobile-Spielen.

Das sorgt für einiges an Umsatz, gleichzeitig soll auch Take-Twos eigene Mobile-Game-Sparte von der Übernahme davon profitieren. Der Publisher bietet im Mobile-Bereich Spiele wie Dragon City, Monster Legends, Top Eleven, Two Dots und WWE SuperCard an.

Die Übernahme wird sich entsprechend auf die Geschäftszahlen des Unternehmens auswirken. Für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert Take-Two nun einen Umsatzanteil von 50 Prozent durch Mobile-Games - verglichen mit 12 Prozent im Geschäftsjahr 2022.

Take-Two lässt sich die Übernahme von Zynga einiges kosten.

"Wir freuen uns sehr, die transformative Vereinbarung mit Zynga bekannt zu geben, die unser Geschäft erheblich diversifiziert und unsere Führungsposition im mobilen Bereich, dem am schnellsten wachsenden Segment der interaktiven Unterhaltungsindustrie, festigt", kommentiert Take-Two-CEO Strauss Zelnick den Kauf.

"Diese strategische Kombination bringt unsere erstklassigen Konsolen- und PC-Franchises mit einer marktführenden, diversifizierten Mobile-Publishing-Plattform zusammen, die eine reiche Geschichte an Innovation und Kreativität hat. Zynga verfügt außerdem über ein hochtalentiertes und sehr erfahrenes Team, und wir freuen uns darauf, sie in den kommenden Monaten in der Take-Two-Familie willkommen zu heißen."

Zynga arbeitet derzeit unter anderem auch an Star Wars Hunters für Mobilgeräte und Nintendo Switch. Hier könnt ihr euch einen Gameplay-Trailer zu dem kommenden Titel anschauen.

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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