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Team17 gibt NFT-Pläne in Folge massiver Kritik nach einem Tag wieder auf

Einen Tag, nachdem Team17 NFT-Pläne angekündigt, hat das Unternehmen sie wieder aufgegeben.

Die NFT-Pläne von Team17 haben nicht lange durchgehalten. Am vergangenen Montag kündigte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Reality Gaming Group eine Reihe von NFTs basierend auf der Worms-Reihe an.

Unter dem Namen MetaWorms sollten "streng limitierte Artworks" aus der 26-jährigen Worms-Geschichte angeboten werden.

Scharfe Kritik, intern wie extern

Ihr könnt euch denken, wie es lief. Nicht nur Spielerinnen und Spieler kritisierten die Pläne von Team17, auch aus den Reihen der Partnerstudios, mit denen Team17 zusammenarbeitete, hagelte es scharfe Kritik.

NFTs sind ein nicht ersetzbares, digital geschütztes Objekt, das in einer Blockchain gespeichert wird. In der Theorie soll es etwa den Besitz und Weiterverkauf einzigartiger Artworks, In-Game-Gegenstände und mehr ermöglichen.

In der Kritik stehen sie unter anderem wegen des erforderlichen Ressourcenverbrauchs durch die erforderlichen Rechenaufgaben. An anderer Stelle gibt es Fragen hinsichtlich des Urheberrechts und Bedenken darüber, dass NFTs zur Geldwäsche eingesetzt werden könnten.

Ein Schritt zurück

Die Kritik hatte jedenfalls zur Folge, dass Team17 gestern am späten Abend seine Pläne offiziell zu Grabe trug.

"Team17 gibt heute das Ende des MetaWorms-NFT-Projekts bekannt", heißt es in einer kurzen Stellungnahme. "Wir haben auf unsere Teammitglieder, Entwicklungspartner und unsere Spiele-Communitys und die von ihnen geäußerten Bedenken gehört und daher die Entscheidung getroffen, uns aus dem NFT-Bereich zurückzuziehen."

Partnerstudios wie Aggro Crab (Going Under) hatten Team17 öffentlich für die NFT-Pläne kritisiert. Aggro Crab ging sogar so weit und kündigte an, nicht mehr mit Team17 zusammenarbeiten zu wollen.

"Wir von Aggro Crab verurteilen die Entscheidung von Team17, NFTs zu produzieren und sich mit ihnen zu beschäftigen", schrieben die Studio-Gründer Nick Kaman und Caelan Pollock auf Twitter. "Wir sind der Meinung, dass NFTs weder umweltfreundlich noch nützlich sein können und im Grunde nur eine verdammte Abzocke sind. Bitte belästigt nicht die Mitarbeiter von Team17 oder die Entwickler unter ihrem Dach, denn diese Entscheidung scheint alle unvorbereitet getroffen zu haben und kam wahrscheinlich von ganz oben. Es versteht sich von selbst, dass wir nicht mit ihnen an weiteren Titeln arbeiten werden, und wir ermutigen andere Indie-Entwickler, dasselbe zu tun, solange diese Entscheidung nicht rückgängig gemacht wird."

Der Kritik schlossen sich auch Navegante (Greak: Memories of Azur), SMG Studio (Moving Out) und Playtonig Games (Yooka-Laylee) an.

"Wir wollen uns darauf konzentrieren, Spiele zu machen, die Spaß machen", teilt SMG mit. "Erinnert ihr euch an die Zeit, als die Leute Spiele spielten, um Spaß zu haben und dem Alltag zu entfliehen?"

Konami hatte zuletzt einige Castlevania-NFTs anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Reihe veröffentlicht, Atari plant NFTs zum 50. Geburtstag des Unternehmens. Auch Ubisoft unternahm erste Schritte in diesen Bereich, während die NFT-Chefs des Publishers Spielern und Spielerinnen vorwarfen, dass sie die Vorteile davon einfach "nicht verstehen" würden.

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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