Wenn du auf einen Link klickst und etwas kaufst, können wir eine kleine Provision erhalten. Zu unseren Richtlinien.

Test Drive Unlimited 2

Riesig

Mit Test Drive Unlimited, das nach Angaben der Macher heute noch von rund 6.000 Spielern täglich munter gezockt wird, etablierten Atari und Eden Games vor vier Jahren ein MOOR auf dem Markt. MOOR? Das steht für Massively Open Online Racing und beschreibt das Rennspiel eigentlich ziemlich gut. Es ist massiv, nicht zuletzt dank seiner 1.600 Kilometer Strecke, und lässt euch auf simpelste Art und Weise gegen andere menschliche Spieler antreten.

2011 soll nun der Nachfolger Test Drive Unlimited 2 auf den Markt kommen und seinen Vorgänger übertrumpfen. Und zumindest in puncto Größe gelingt das in jedem Fall. Diesmal erwarten euch mehr als 3.000 Kilometer Strecke und zusätzliche 900 Kilometer an Off-Road-Pisten auf den beiden Inseln Hawaii und Ibiza. Da freut sich das Rennspiel-Herz, denn im Grunde genommen könnt ihr hier an jedem beliebigen Punkt der Karte rasen.

Ebenso setzt man dabei wieder auf den MMO-Aspekt, die Interaktion mit anderen Spielern. Ihr seht, wie sie in der Welt herumrasen, könnt sie mit der Lichthupe sofort zu instanzierten Duellen herausfordern oder euch vorgegebenen Events anschließen, um eure Kräfte zu messen. Ebenso könnt ihr eigene Clubs – das Rennspiel-Äquivalent zu Gilden – kaufen beziehungsweise gründen und gegen andere Clubs antreten oder euch im nun ebenfalls online funktionierenden Cops-Modus austoben. Das soll natürlich nicht heißen, dass TDU2 ein reines Multiplayer-Rennspiel wäre. Ganz im Gegenteil. Auch Einzelspieler bekommen wieder eine Menge zu tun, Eden spricht von 650 „Missionen", das sind fast doppelt so viele wie im ersten Teil (350).

Des Weiteren bringt man eine Story ins Spiel, die auf dem Ansatz eines luxuriösen Lifestyle-Lebens aufbaut. Kurz gesagt: Jede Menge schicke und teure Karren erwarten euch, während ihr euch vom einfachen Fahrer, der in Hotels die Wagen vorfährt, bis hin zum Profi hocharbeitet und ordentlich Kohle verdient. Um mal ein paar wenige Beispiele für das vorhandene Aufgebot zu nennen: Audi TT S, Aston Martin One-77 Concept, Ferrari F430 Scuderia 16M, McLaren MP4-12C, Mercedes SLR Stirling Moss und Dodge Viper SRT10 sind mit von der Partie, wie auch viele, viele andere, die ihr sogar mit Dutzenden Stickern zukleben und weiterverkaufen könnt. Bis ihr diese schicken Flitzer eure virtuelle Garage stellen dürft, ist einiges an Arbeit vonnöten. Erstmal braucht ihr nämlich eine Fahrlizenz und müsst dazu zur entsprechenden Fahrschule. Im Gebäude plaudert ihr aus der First-Person-Perspektive mit dem Fahrlehrer und sollt hier später auch andere Spieler herumlaufen sehen.

Bevor ihr nun aber die Lizenz erwerben könnt, müsst ihr erst einige Aufgaben erfüllen, zum Beispiel in einer bestimmten Zeit einen Slalomkurs absolvieren, Kurven passieren und dann an einer bestimmten Stelle zum Halt kommen. Im Spielverlauf braucht ihr solche Lizenzen für verschiedene Fahrzeugklassen und müsst dann eben dazu passende Prüfungen bestehen, für Off-Road-Vehikel finden die Übungen also dementsprechend auf unebenen, staubigen Strecken statt und nicht irgendwo auf dem Asphalt.

Habt ihr eine Lizenz erhalten, könnt ihr auch die jeweiligen Championships angehen, die wiederum aus einzelnen Events bestehen, die sich jederzeit auswählen und angehen lassen. Ruft dazu einfach die an Google Maps erinnernde Karte auf, wählt das jeweilige Event und los geht es. Erfüllt ihr eine Voraussetzung für den Start nicht, wird euch das entsprechend angezeigt. Ebenso könnt ihr auf der Karte auch raus- oder reinzoomen und an jeden beliebigen Streckenabschnitt springen, sofern ihr den jeweiligen Bereich – Ibiza ist in zwei und Hawaii in vier Zonen aufgeteilt – bereits erkundet beziehungsweise freigeschaltet habt.

Aber nochmal zurück zu den Meisterschaften. Hier erwarten euch unter anderem Checkpoint-, Zeit- oder Temporennen – erreicht eine Mindestgeschwindigkeit und sammelt dadurch Punkte –, in denen ihr munter durch die Pampa, kleinere Dörfer oder größere Siedlungen rast. TDU2 legt hier keinen Wert auf eine möglichst spektakuläre, effektvolle, gar bombastische Darstellung mit irgendwelchen Schauwerten, es geht einfach nur ums pure Rasen durch malerische Areale in dieser offenen Welt. Und genau darauf sollt ihr euch hier konzentrieren.

Über den Autor

Benjamin Jakobs Avatar

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

Kommentare