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Umfrage: Die meisten Entwickler sind angeblich nicht an NFTs und Kryptowährungen interessiert

Der neue GDC State Of The Game Industry Report hat Leute aus der Spieleindustrie zu Themen wie NFTs, Barrierefreiheit, Diversität und Arbeitsbedingungen befragt.

Einer Umfrage zufolge im Rahmen des neuen GDC State Of The Game Industry Report, sei ein großer Teil der Spieleindustrie nicht an NFTs und Kryptowährungen interessiert.

Das sorgt bestimmt für ein Aufatmen bei vielen aus der Gaming-Community: Einer neuen Studie zufolge, planen 70 Prozent aller befragten Spielestudios nicht, mit NFTs und Co. zu arbeiten. Auch waren ganze 72 Prozent allgemein nicht an Kryptowährung als Zahlungsmittel interessiert - wobei sich die Frage stellt, was mit den 2 Prozent ist, die wiederum angegeben hat, an NFTs interessiert zu sein.

Und so setzten sich die Befragten zusammen, wie es auf der Seite der GDC heißt: "Im Vorfeld der Game Developers Conference 2022 haben die Organisatoren mehr als 2.700 Spieleentwickler befragt, um aktuelle und künftige Trends in der Spielebranche zu eruieren."

Diese Einschätzung zu NFTs und Co. ist vorerst aber nur eine erste Einschätzung - die auch bedeutet, dass 30 Prozent der Industrie doch darüber nachdenkt, auf Kryptowährungen zu setzen. Auch wäre es nicht das erste Mal, dass eine erste Ansage vonseiten der Firmen letztlich doch wieder umgeworfen wird - in diesem Fall zugunsten von NFTs.

Der GDC-Report befragte Leute aus der Spieleindustrie zu aktuellen Trend-Themen.

Nach Meldungen von größeren Spieleunternehmen, die trotz Kritik aus der Spielerschaft starkes Interesse an der neuen Technologie gezeigt hatten - so zum Beispiel Ubisoft, Konami, Square Enix, EA und mehr - ist es aber vielleicht dennoch eine Erleichterung zu sehen, dass nicht alle vorhaben, gedankenlos auf den Zug aufzuspringen.

Außerden kritisierte die große Mehrheit der befragten Personen die neue Trend-Finanzquelle auch wegen Betrugsgefahr, Auswirkungen auf die Umwelt und Bedenken wegen der Monetarisierung.

Während einige der Befragten das Thema eher mit dezenter Kritik oder Ironie kommentieren: "Ich würde lieber nicht befürworten, dass der Regenwald abgeholzt wird, um zu sicherzugehen, dass jemandem ein JPEG 'gehört'.", lautet eine Antwort. Eine andere Person wählt klarere Worte der Kritik: "Wir sollten uns gemeinsam darauf verständigen, den Einsatz von Blockchain-Technologien in unserer Branche zu verbieten, da sie enorme negative Auswirkungen auf die Umwelt haben."

Neben der Gefahr für die Umwelt ist auch die für die Veränderung der Spieleindustrie nicht zu unterschätzen: Games könnten sich wegen NFTs stark an Kryptowährung und weniger an qualitativem, unterhaltsamem Content im Sinne der Community orientiert.

Weitere Themen: Zugänglichkeit, Arbeitsbedingungen und Diversität in Spielen

NFTs hin oder her - ja, es ist ein Thema, das viele aktuell sehr beschäftigt, aber nicht das Einzige im Gaming - gab es auch noch ein paar andere Ergebnisse bei der Befragung. Zum Beispiel zeigte die Studie, dass erstmals mehr Developer ihren Spielen zusätzliche Zugänglichkeitsoptionen hinzufügen wollen als nicht. Das könnte einen schönen Trend hin zu mehr Barrierefreiheit in Spielen bedeuten.

Toxische Arbeitsbedingungen im Gaming waren natürlich auch ein Thema - nach Berichten von Studios wie Activision Blizzard, Ubisoft und Co. Dazu gaben 38 Prozent der befragten Developer an, ihr Unternehmen habe sich mit diesen Bedenken auseinandergesetzt. Das kommt einem wenig vor und es könnte natürlich sein, dass das primär diejenigen Firmen betrifft, die sich starker Kritik gezwungenermaßen damit beschäftigen mussten oder ohnehin ein gutes Arbeitsklima besitzen - das geht aus nackten Zahlen natürlich nicht hervor. Zudem gab fast ein Viertel der Leute an, sich am liebsten gewerkschaftlich organisieren zu wollen.

Auch zum Thema Diversität gab es ein paar Fragen. Immerhin 70 Prozent der Studios gaben wohl an, leichte Bemühungen in Richtung Integration und Vielfalt in ihren Spielen unternommen zu haben, wobei ganze 24 Prozent noch immer erklären, sich gar nicht damit beschäftigt zu haben - da ist noch Luft nach oben!

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Über den Autor

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Judith Carl

News-Redakteurin

Judith Carl ist Volontärin für News und Social Media bei Eurogamer.de. Judith hat Medienwissenschaften studiert. Sie streamt begeistert am liebsten Rollenspiele und Adventure Games auf Twitch. Ihre weiteren Leidenschaften sind LARP, Pen and Paper, und Trash-Filme.

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