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USA: Zentrale Kultur-Fördereinrichtung schließt Spiele in den Kunstbegriff ein

Spiele nun also Kunst?

Sie müssen's ja wissen: Amerikas einzige staatliche Kunst- und Kultur-Fördereinrichtung, das National Endowment for the Arts, hat seine Richtlinien für Künste in den Medien für das Fiskaljahr 2012 um "interaktive Games" erweitert. Noch Fragen?

In der Definition der Stiftung, gelesen bei Forbes, heißt es:

"Projekte können im Fokus der Öffentlichkeit stehende mehr- oder einteilige TV- oder Radiosendungen (Dokumentationen wie auch dramatische Erzählungen) sein; Medien, die für Theater-Veröffentlichungen geschaffen wurden; künstlerische Segmente, die in existierenden Serien angewandt werden; mehrteilige Webisoden; Installationen; und interaktive Spiele."

(Hervorhebung von eurogamer.de)

Das dürfte zumindest Fans von Videospielen neue Argumente geben, sollte im Bekanntenkreis eine Diskussion um den kulturellen Status von Videospielen entflammen. In der Vergangenheit hatte etwa der prominente Filmkritiker Roger Ebert ausgeschlossen, dass Games, per Definitionem, niemals Kunst sein könnten. Eine Meinung, die er im letzten Jahr allerdings wieder relativierte.

Zugegebenermaßen tun aktuell Spiele wie ein gewisser auf Liste B indizierter Prügler, das kommende Duke Nukem Forever oder seichte Zeitfresser wie Angry Birds nicht unbedingt viel dafür, dass der Umfang der Definition des NEA auch in das Bewusstsein der breiten Masse vordringt, aber solche Spiele muss und wird es auch weiterhin geben.

Wie ist eure Meinung zum Thema? Sollten, müssen oder dürfen Spiele überhaupt Kunst sein? Und warum interessiert uns das überhaupt? Die Kommentarsektion gehört euch.

Über den Autor

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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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