Game of Thrones Ascent

Telltales Hochform hält an: Teil drei ist dialoglastiger, aber deshalb nicht weniger spannend oder einnehmend als die Vorgängerepisoden.

Game of Thrones, Episode 6: The Ice Dragon - Test

EmpfehlenswertGame of Thrones, Episode 6: The Ice Dragon - Test

Wenn Redewendungen wie "besser spät als nie" an ihre Grenzen stoßen.

Milde angedeutete Spoiler zum Ton des Endes, nicht aber zu den Details, sowie eine Anspielung auf das Ende von Episode fünf ließen sich nicht vermeiden. Aber sie bedeuten, dass empfindliche Naturen oder diejenigen, die sich Game of Thrones für einen späteren Zeitpunkt aufheben, mit der Lektüre dieses Tests vielleicht noch warten sollten, bis sie das Spiel selbst erlebt haben.

Herrschaftszeiten, Telltale. Vier Monate zwischen zwei Episoden?! Ich wollte es fast nicht wahrhaben, als ich auf die Datumszeile meiner Kritik der letzten Episode blickte. Aber im Grunde brauchte ich es gar nicht schwarz auf weiß. Ich hatte derart Probleme, mich in den ersten Szenen von The Ice Dragon an meine letzten Entscheidungen und wichtige Plot-Entwicklungen zu erinnern, dass mir direkt klar war, "die Letzte ist jetzt schon etwas länger her, nech?"

Das bringt mich jetzt natürlich ein wenig in die Bredouille, denn mein Spielerlebnis hat definitiv darunter gelitten, dass ich in den deutlich über hundert Tagen seit der letzten Folge schwer an Bezug zu den Figuren und ihren (respektive "meinen") Taten verloren habe. Das, was die vorerst abschließende Episode liefert, ist für sich genommen aber ausgesprochen gut. Für diejenigen unter euch, die klugerweise gewartet haben, bis das Komplettpaket erscheint, ist dieser Umstand sogar überhaupt nicht von Belang, weshalb ich in diesem Fall beide Augen zudrücke. Und es ist ja nicht so, dass ich nicht bis zur letzten Sekunde - der Abspann ist besonders schön und clever gemacht - mitgefiebert hätte, wie das hier jetzt ausgeht.

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Game of Thrones, Episode 3: The Sword in the Darkness - Test

Entweder meine Augen gewöhnen sich immer mehr an den wie mit groben Pinselstrichen getupften, gedeckten Ölfarben-Look von Game of Thrones, oder Telltale hat die Technik mittlerweile besser im Griff. Es gibt in The Sword in the Darkness gleich mehrere Einstellungen, in denen mir die Landschaften, die sich vor mir ausrollten, durchaus imponierten. Ein staubiger, safranfarbener Canyon in Essos, die Wälder nördlich der Mauer oder der Blick von den Zinnen des eisigen Walls selbst sorgten mit verspielten Details, plastischen Wandoberflächen und lebhafterer Vegetation dafür, dass meine Augen länger über der Szenerie wanderten als zuvor.

Einige großformatige, wundervoll handgemalte Panoramen, wenn einer der Forresters etwa einer gewissen Sklavenbefreierin vor den Pyramiden Mereens gegenübertritt, sind echte Gewinner. Und als ich eine ausgestorben geglaubte Bestie aus ihrem Schönheitsschlaf riss, wurde ich Zeuge der besten Animationen, die Telltale je abgeliefert hat. Es ist kein offensichtlicher Sprung, der einem sofort ins Auge sticht. Über die zwei Stunden von Episode drei hinweg wandelt sich der optische Eindruck, den man sich bisher von diesem Spiel machte, eher schleichend von "zweckmäßig" bis hin zu "hey, das sieht richtig ordentlich aus". Telltale schafft es tatsächlich immer besser, diesen Orten Leben einzuhauen.

Game of Thrones, Episode 3: The Sword in the Darkness

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