Just Cause 2

I've been looking for freedom

„I've been looking for freedom“ trällerte David Hasselhoff einst vor sich hin. Freiheit... was bedeutet das eigentlich? Nun, zum Beispiel die Freiheit, alles zu tun und zu lassen, was man will. Also im Grunde genau das, was Just Cause 2 einem bietet und woraus auch der Nachfolger erneut seine ungemeine Faszination zieht. Avalanches Open-World-Actiontitel ist eine gewaltige Spielwiese, die einem alle Freiheiten gewährt und es einem selbst überlässt, auf welche Art und Weise man etwas erledigt.

Und mit „riesengroß“ meine ich auch wirklich riesengroß. Auf sage und schreibe mehr als 400 Quadratmeilen könnt ihr euch frei bewegen. Das ist etwa deutlich mehr als bei Rockstars Grand Theft Auto IV. Selbst mit dem schnellsten Jet dauert es viele, viele Minuten, bis man einmal von einer Seite der Welt zur anderen geflogen ist.

Auf dieser gewaltigen Fläche verteilen sich in Just Cause 2 gleich mehrere Eilande, die sich optisch und klimatisch voneinander unterscheiden. Da hätten wir etwa den grünen, saftigen Dschungel, die trockenen Wüstenabschnitte oder verschneite Regionen. Das alles mit riesigen Bergen, großen Tälern, Schluchten, traumhaften Stränden und so weiter. Das Spiel verzichtet dabei nicht auf Anspielungen auf die reale Welt. Das Space Center der Insel Panau trägt etwa den Namen Cape Karneval, während eine riesige Satellitenschüssel an das Arecibo-Observatorium erinnert. Der Name sagt euch nichts? Dabei handelt es sich um die Anlage, die auch im Bond-Film GoldenEye zu sehen war.

Entsprechend der Größe trefft ihr auf haufenweise Schauplätze, an denen ihr Chaos verursachen könnt. Chaos ist die Spezialität von Rico Rodriguez, der schon im ersten Teil die Hauptrolle spielte. Eigentlich kommt er nur nach Panau, um seinen alten Mentor Tom Sheldon aufzuspüren, der mal eben die Seiten gewechselt hat. Wie sich herausstellt, hat die Insel aber noch mehr Geheimnisse und Überraschungen zu bieten als einen übergelaufenen Kameraden. Der Sohn des alten Präsidenten hat zum Beispiel die Macht übernommen und verfolgt seine eigenen, finsteren Pläne. Und auch die Japaner, Chinesen und Russen melden neben den Amerikanern ihr Interesse an der Insel an.

Just Cause 2 - Launch-Trailer

Zugegeben, die Story von Just Cause 2 gewinnt sicherlich keinen Oscar. Will sie aber auch eigentlich gar nicht. Das Spiel soll schlicht und ergreifend Spaß machen, euch unterhalten. Und das gelingt ihm mit einem Schuss Humor und Ironie mehr als gut. Insgesamt sieben Story-Mission gibt es zu erledigen. Klingt auf den ersten Blick verdammt wenig, aber bis ihr das explosive Finale und den Abspann seht, vergehen je nach Spielweise gut und gerne 17 Stunden. So war es zumindest bei mir, aber das bedeutet längst nicht, dass Just Cause 2 dann vollständig durchgespielt wäre. Nach Absolvierung der Story liegt mein Gesamtfortschritt bei gerade mal 26,42 Prozent. Und das zeigt eben, wie vollgestopft und umfangreich dieses Spiel ist.

Ansiedlungen, Militärstützpunkte, kleinere Anlagen und Flughäfen warten darauf, dass ihr ihnen einen Besuch abstattet. Um einen dieser Orte mit 100 Prozent abschließen zu können, müsst ihr stets die offensichtlich zerstörbaren Objekte in die Luft jagen und verschiedene Kisten einsammeln, in denen Geld, Rüstungs-, Waffen- oder Fahrzeugteile stecken. Letztere erhöhen eure Gesundheit oder lassen sich zur Aufrüstung der Schießeisen beziehungsweise Vehikel einsetzen. Die bringen dann eine bessere Feuerrate, mehr Schaden oder eine dickere Panzerung mit sich. Die Fahrzeugupgrades gelten aber lediglich für die ausgewählten Gefährte, die ihr über den Schwarzmarkt kauft. Alle anderen Fortbewegungsmittel auf Panau, vom einfach Motorrad bis hin zum riesigen Transportflugzeug, bleiben davon unbeeinflusst. Wenn es mal schnell gehen muss, hilft auch hier der Schwarzhändler weiter. Auf Wunsch transportiert er euch zu einer Ortschaft auf der Karte, die man zuvor allerdings schon mal entdeckt haben muss.

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