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Warhammer 40.000: Kill Team

Kurz und wuchtig

Wie lang muss ein Download-Titel eigentlich sein, um das investierte Geld zu rechtfertigen? In einer Zeit, in der manche Vollpreis-Shooter schon nach vier bis fünf Stunden zu Ende sind, finde ich drei Stunden für 10 Euro eigentlich gar nicht mal so schlecht.

Okay, ein Torchlight oder ein Puzzle Quest 2 bieten für gerade fünf Euro mehr die zehnfache Spielzeit, doch diese Titel sind eine echte Ausnahme, beim Rest ist man zum Teil kürzer unterwegs. Außerdem überzeugt Kill Team durch eine hervorragende Inszenierung und liefert für einen Twin-Stick-Shooter eine überraschende Spieltiefe. Also alles in Butter? Nicht ganz. Leider gibt es noch ein bis zwei Mankos, die dem Titel am Ende doch den Triumphzug kosten.

Die Story geht noch in Ordnung, eben typisch Warhammer 40k. Ein Ork Kroozer befindet sich auf dem Weg zu einem Nachschub-Planeten und droht damit die Kriegsambitionen des Imperiums zu stören. Also stürmt ihr mit maximal einem Offline-Kumpel als übermächtiger Space Marine das Schiff, sabotiert Antrieb, Generator und Angriffsflotte und erledigt zum krönenden Abschluss noch den passenden Waaghboss.

Das größte Manko abseits der Spielzeit liegt dann auch an der eingeschränkten Mitspielerzahl und dem Offline-Zwang. Der Titel macht zu zweit nämlich gleich doppelt so viel Spaß und ich will mir gar nicht vorstellen, wie witzig das Ganze mit vier menschlichen Spielern wäre. Und wieso man 2011 nur einen Offline-Modus anbietet, weiß wohl nur das inzwischen aufgelöste THQ Digital Team.

Widmen wir uns dem eigentlichen Gameplay: Nachdem ihr durch die Bordwand gebrochen seid, geht es direkt ans Eingemachte. Wie es sich für einen Twin-Stick-Shooter gehört, bewegt ihr euch mit dem linken Stick und ballert mit dem rechten. Die Besonderheit bei Kill Team sind neben der Third-Person-Perspektive die Nahkampf-Fähigkeiten eures Helden. Besonders dann, wenn ihr einen Librarian oder einen Vanguard-Assault-Marine in den Kampf führt, haut ihr damit den meisten Schaden heraus.

Außerdem gibt es noch eine Spezialfähigkeit, die bei jeder der vier Klassen unterschiedlich ausfällt. Mal wirkt ihr mit einer Psi-Attacke heftigen AOE-Schaden, mal rast ihr mit flammenden Triebwerk über den Bildschirm oder haut eine besonders mächtige Schusssalve heraus. Neben den oben erwähnten Helden steht euch noch ein Devastator-Marine mit Zimmerflak und ein Techmarine mit einem Tarantula-Turret zur Verfügung.

Das Ganze noch garniert durch zwei hinzufügbare Perks, die zum Beispiel euren Fernkampf-Schaden oder eure Gesundheit verstärken und fertig ist ein recht ansehnliches Meta-Game, das gerade bei der Punktejagd von entscheidender Bedeutung ist.

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