Serious Sam 3: BFE

Why so serious

Deckung, sich regenerierende Gesundheit... alles für Weicheier! Und überhaupt, wer es nicht schafft, mehr als zwei Waffen gleichzeitig zu tragen, hat es auch nicht verdient, Actionheld genannt zu werden. Nach der letztlich nicht ganz so überzeugenden Rückkehr von Duke Nukem in diesem Jahr schickt sich nun auch dessen Bruder im Geiste, Sam "Serious" Stone, dazu an, mal wieder in ein paar Ärsche zu treten und die Waffen sprechen zu lassen.

Aber ist das hier überhaupt noch Serious Sam? Zumindest verabschiedet man sich mit dem dritten Teil eindeutig von der bonbonfarbenen, comichaften Grafik der Vorgänger, setzt stattdessen vielmehr auf realistischere, organischere Umgebungen und Farbtöne. Das mag zwar erst mal ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, insbesondere dann, wenn man die Spiele auch genau deshalb so mochte, aber schon recht bald fühlt man sich doch wieder heimisch.

Sagen wir es so: Spätestens nach zehn Minuten mit der Preview-Version des Shooters stellte sich bei mir wieder dieses vertraute Serious-Sam-Feeling ein. In dieser Zeit verschlägt es euch in das zu großen Teilen verwüstete Ägypten nach Kairo. Die letzte Hoffnung der Menschheit im Kampf gegen die außerirdischen Invasoren ist das sogenannte "Zeitschloss" einer längst vergessenen Spezies. Dummerweise weiß man nicht, wie man es aktivieren kann, ein Hinweis findet sich vielleicht in einem alten Museum in Kairo. Aber natürlich bricht auch hier der Kontakt zu dem Team von Wissenschaftlern ab und Sam soll sich das Ganze näher anschauen.

Okay, okay, man spielt Serious Sam jetzt nicht unbedingt wegen der Story, aber ich wollte einfach nur mal kurz erwähnen, worum es storytechnisch geht. Im Grunde dreht sich das Spiel jedoch um etwas ganz Anderes, wie es einer der Kollegen im Helikopter, mit dem Sam nach Kairo kutschiert wird, passend auf den Punkt bringt: "Wissenschaft tötet keine Aliens, große Kanonen schon."

Serious Sam 3: BFE - E3-Trailer

Da der Heli allerdings mitten über der Stadt abgeschossen wird, muss sich Sam seinen Weg zum Museum freikämpfen. Das erste Alien, das ihm dabei über den Weg läuft, begrüßt man sogleich mit einem ordentlichen Handschlag. Keineswegs ein freundlicher Handschlag, denn Sam reißt dem glubschäugigen Vieh kurzerhand sein Sehorgan aus dem Kopf. Sozusagen Version 2.0 von Will Smiths Begrüßung des abgestürzten Aliens in Independence Day.

Ein paar Schritte später fällt euch mit dem Vorschlaghammer auch schon die erste richtige Waffe in die Hände, mit dem ihr den Angreifern einen ordentlichen, blutigen Hieb verpasst. Viel übrig bleibt da anschließend nicht mehr. Ohne große Umschweife geht es dann weiter durch die in Trümmern liegende Stadt. Alles wirkt dreckig, verfallen und verlassen, in vielen Häusern klaffen große Löcher.

An einer bestimmten Stelle taucht plötzlich ein großes Raumschiff am Himmel auf und legt ein nahes Hochhaus mit einem gezielten Schuss in Schutt und Asche. Ich könnte nun nach dem Warum fragen, da es augenscheinlich keinen sinnvollen Grund dafür gab, das alte und verfallene Gebäude in die Luft zu jagen und direkt danach wieder wegzuspringen, aber okay, wenigstens erzeugt man so ein wenig Aufmerksamkeit.

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