Skylanders: Spyro's Adventure

Puppen für Portale

Erst einmal und um die Stimmung für den Test von Skylanders richtig zu setzen: Das hier ist kein Spiel für Erwachsene. Ich hatte eine Menge Spaß damit, aber letztlich war es doch sehr simpler Spaß. An keiner Stelle war mein Fortkommen ernsthaft in Gefahr, was vielleicht an dem Ritt durch die Dark-Souls-Hölle lag, aber eher daran, dass dieses Game einfach nicht so schwierig ist. Oder komplex. Um es in einem Schlagwort zusammenzufassen: Diablo für Kids.

Aber mit einem Twist. Einem für die Eltern moderat teuren Twist. Activision kann scheinbar einfach nicht von den Gadgets lassen, aber im Gegensatz zu dem Komplettdesaster des Cabela-Jagdgewehrs funktioniert das Portal of Power nicht nur, es kostet auch keinen Aufpreis im Vergleich zu einem normalen Spiel. Ihr werdet jetzt die berechtigte Frage stellen, was dieses prätentiös betitelte Stück Plastik wohl sein könnte. Nun, kennt ihr diese Glas-Untersetzer, die anfangen zu leuchten, wenn man ein Glas draufstellt? So ähnlich, nur dass dieser 20 Zentimeter durchmessende, recht robuste und an die Konsole anzukabelnde Untersetzer innerhalb des Spiels eine echte Funktion hat.

Hier kommen die Skylanders-Figuren ins Spiel. Drei davon liegen in der Packung, eine davon erkennen die letzten drei Anhänger der Spyro-Serie sofort. Der kleine Drache liegt hier in Plastik anbei. Alle drei stehen auf einer kleinen Bodenplatte, die zu leuchten scheint, sobald sie auf dem Portal of Power steht. Man startet das Spiel und sobald die einleitenden Worte gesprochen sind, taucht genau die Figur als euer Charakter auf dem Screen auf, die auf dem Portal steht. Nehmt ihr sie herunter, pausiert Skylanders. Jetzt landet eine andere Figur auf der Oberfläche und innerhalb von zwei Sekunden taucht genau diese dann in der Spielwelt auf und kann ohne Verzögerung von euch gespielt werden.

Letztlich ist es nichts anderes als das Wechseln eines Charakters zu einem beliebigen Zeitpunkt. Nur halt nicht per Menü, sondern physisch mit kleinen, hübschen Figürchen. Ich muss zugeben, dass dieser haptische Aspekt seinen Reiz hat. Im Bosskampf zu entscheiden, dass ein anderer Skylander bessere Chancen hat und diesen dann so hereinzuholen, ist schon witzig und beschert auch Älteren ein Stück weit kindliches Vergnügen. Nicht zuletzt, weil es eben absolut tadellos funktioniert. Diese Stück Technik ist wahrscheinlich nicht ganz das technische Wunder, das Ingenieursmünder vor Unglauben nach unten sinken lässt, aber es tut genau das, was es soll, versagte kein einziges Mal und arbeitet auch noch ohne Zeitverzögerung. Anerkennenswert.

Der Witz und Sinn dieser Sache ist natürlich, dass die Figuren verschiedene Fähigkeiten und Angriffe haben. In manchen Welten sind Wasserattacken besser als Feuer, manche haben hohe Reichweite, aber nicht viel Flächenwirkung. Das alleine wäre aber noch zu billig, also wird jede Figur getrennt gelevelt, sammelt getrennt ihr Gold und steigert ihre eigenen Fähigkeiten für sich allein. Die grundsätzliche Unterteilung der Figuren in Gruppen umfasst dabei acht Elemente - Magie, Erde, Luft und so weiter - und in jedem Level gibt es nicht nur Areale, in denen ein Element erhöhten Schaden verursacht, sondern auch Gebiete, in die nur Figuren dieses Elements überhaupt hineinkommen.

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