Dragon Age: Origins – Rückkehr nach Ostagar - Test
Kurzes Vergnügen
Rückkehr nach Ostagar hatte es wirklich alles andere als leicht. Eigentlich sollte es noch vor Weihnachten veröffentlicht werden, allerdings entschied man sich im letzten Moment dafür, doch noch einen Erfolg beziehungsweise eine Trophäe einzubauen. Okay, damit kann man noch leben, schließlich sollte es dann am 5. Januar rauskommen. Oder auch nicht. Es folgten eine kurzzeitige Veröffentlichung, das Zurückziehen eben jenes Downloads sowie des dazugehörigen Updates für das Hauptspiel und eine weitere Verschiebung. Und all das nur wegen eines kleinen Download-Pakets, von dem man gar nicht vermutet, dass es solchen Trubel verursachen könnte.
Im Grunde genommen ist Rückkehr nach Ostagar nichts weiter als ein kurzer Ausflug in bereits bekannte Gefilde. Die kleine Geschichte dreht sich anfangs um einen Überlebenden der Schlacht von Ostagar, der für einen Grauen Wächter natürlich besonders interessant ist. Allzu viel hat er jedoch nicht mehr zu berichten, da er von einigen Schergen von Bann Loren tödlich verwundet wird. Immerhin erfährt man noch soviel von ihm: In Ostagar befinden sich nach wie vor wichtige Dokumente des einstigen Königs Cailan, die keineswegs in die falschen Hände geraten dürfen.
Und als ob das nicht schon genug Motivation wäre, wartet auch noch die Rüstung mitsamt der Klinge des Königs auf einen neuen Besitzer. Eine vermeintlich verlockende Beute. Ebenso spielen die eigene Rache für den Tod des Herrschers und das Aufspüren von Cailans Leichnam eine Rolle, um ihm endlich und in aller Ruhe die letzte Ehre erweisen zu können.
Also begibt man sich zurück in das verschneite, scheinbar verlassene und dadurch teilweise ein wenig unheimlich anmutende Ostagar. An den Ort, an dem das große Abenteuer zuvor langsam aber sicher seinen Lauf nahm. Recht schnell bemerkt man jedoch, dass sich hier noch immer die Dunkle Brut tummelt und selbstverständlich keineswegs freundlich auf die Heldengruppe zu sprechen ist.
Dragon Age: Origins – Rückkehr nach Ostagar - Trailer
Stück für Stück schnetzelt ihr euch anschließend durch die finsteren Widersacher, bis einige Generäle oder Anführer mal einen Teil von Cailans Rüstung fallen lassen und ihr letztendlich eine Truhe mit den wichtigen Dokumenten findet. Wirkliche Auswirkungen haben die aber nicht. Man sammelt sie einfach ein und das war's dann. Letztendlich nehmt ihr es dann nochmal mit dem wiederbelebten Oger auf, der den König damals in der Schlacht besiegte. Zweifelsohne ein netter Kampf, wenn man auch kaum von einem wirklichen Höhepunkt sprechen kann.
Hier und da streut BioWare noch ein paar kurze Story-Sequenzen ein, Gespräche sind je nach Charakter zwar vorhanden - beispielsweise Wynne -, aber auch nicht wirklich umfangreich. Was die neue Rüstung anbelangt, sollte man folgendes bedenken: Als Kämpfer, der das Spiel bereits beendet hat, wird einem die Panzerung nicht unbedingt viel bringen, da im Spiel bessere Alternativen vorhanden sind. Das Gleiche gilt für sein Schwert, das hochgelevelte Charaktere nicht wirklich beeindrucken dürfte. Ansonsten gibt es noch ein paar weitere Items, die man lediglich hier finden kann, darunter auch ein Geschenk für Alistair oder eine Kriegsbemalung für den Hund.
Für wen lohnt sich die Rückkehr nach Ostagar also? Nun, für diejenigen, die gerade erst anfangen oder mit einem Krieger nochmal spielen, sicherlich mehr als für Kämpfer, die bereits bessere Ausrüstung im Inventar haben. Oder aber dann, wenn ihr einfach nur nochmal Ostagar sehen und eine optisch nett anzuschauende Rüstung einsacken möchtet. Und ihr bekommt erneut eine Chance, den Mabari-Hund doch noch zu eurer Gruppe hinzuzufügen, sofern ihr diese Gelegenheit im Hauptspiel verpasst habt. Der Kampf steht in diesem DLC jedenfalls definitiv im Vordergrund, die Spielzeit pendelt sich – auch abhängig vom Schwierigkeitsgrad – bei knapp einer Stunde ein. Alles in allem ist Rückkehr nach Ostagar meiner Meinung nach aber der schwächste der bislang erhältlichen Download-Pakete. Ein bisschen länger dürfen künftige DLCs dann doch sein.
5 / 10
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Kommentare (12) vor 2 Jahren
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"Ich bin hier um euch vor den Darkspawn zu retten und den König zu rächen! Ich habe ihn nicht ermordet!"
"Und warum trägst du dann seine Rüstung spazieren?"
"Öhm... also.... um sein Andenken zu bewahren, ja genau!"
Ne.. so und so ein ganz schwacher DLC Ausflug von Bioware.
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Das Problem ist ja nicht, dass es eine unlogische Verknüpfung gibt, sondern, dass es gar keine gibt.
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ws kostet doch sicher nicht mehr als 0.79€, oder?^^
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aber das passt wieder zum Thema" DLC, unwort des jahres". So wie sich der test und eure kommentare lesen, wäre es sicher auch im Hauptspiel besser aufgehoben.
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Bin schon sehr enttaeuscht vom ersten DLC nach der Festung,die wenigstens mit eine Story aufwarten konnte.
Da haben die Jungs von CD Project mit The Witcher aber narrativ zumindest besseres geleistet und das umsonst.
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ik hoffe er lässt uns nicht mehr zu lange
warten.
DLC sind schrott, da lob ik mir die 20-25€
zeiten mit "echten" add-ons", versteh nicht
warum menschen für ausrüstung und
fast keine handlung den selben preis
bezahlen.
gruß
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Der einzig interessante DLC (Prisoner of Stone) ist sowieso von Anfang an dabei. Die anderen sind wie die Tests zeigen recht uninteressant.