Sid Meier's Civilization V - Test
Zwischen Innovation und Tradition
Von wegen Fortsetzungen haben es einfacher: Im Spannungsfeld zwischen Innovation und Tradition wurde schon so manch erfolgreiche Serie gegen die Wand gefahren. Gerade Hardcore-Fans sind schwer zufriedenzustellen. Wird zu viel verändert oder gar eine komplett andere Richtung eingeschlagen, droht die Totalverweigerung – siehe Command & Conquer 4. Geht man zu zaghaft vor, wird laut Abzocke gerufen. Allen kann man es sowieso nicht recht machen, oder doch?
So viel vorweg: Auch Civilization V bleibt trotz einiger beachtlicher Änderungen ein richtiges Civilization. Die Angst vieler Fans, der Titel würde wie der Konsolen-Ableger Civilization: Revolution zu stark vereinfacht, ist unbegründet. Ja, die Bedienung wurde noch einmal konzentriert und verbessert. Der komplette Bildschirm wurde aufgeräumt und erschließt sich Fans der Serie schon nach wenigen Minuten. Auf der linken Seite öffnen sich ein Produktionsfenster, die Einheitenoptionen und die Forschung. In der Mitte könnt ihr für eure Städte Felder dazukaufen und euch im Diplomatiefenster mit anderen Landesfürsten herumärgern. Und rechts bekommt ihr aktuelle Ereignisse, neue Forschungs- und Produktionsmöglichkeiten präsentiert.
Ein Klick auf die Meldung genügt und ihr landet direkt im jeweiligen Menü. Entsprechend voreingestellt verraten eure Berater euch sogar, wo ihr Städte gründen, welche Art von Verbesserung die Arbeiter im Stadtbereich aufbauen, welche Gebäude ihr in welcher Stadt und welche Technologie ihr als nächstes erforschen solltet. Civ-Puristen können die ganzen Helfer natürlich gerne abschalten. Ich für meinen Teil fand besonders zu Beginn die Vorschläge recht hilfreich. So weit, so harmlos. Deutlich dramatischer fallen dagegen die Änderungen am Spielfeld und die Streichung der Religion aus.
Verbündete oder Dorn im Auge? Stadtstaaten sorgen für Unruhe auf der Karte.
Das Spiel bekommt dadurch einen anderen Charakter, ohne an Qualität einzubüßen. Statt der Quadrate gibt es nun Hexagonal-Felder, die dem Spielfeld einen viel natürlicheren Charakter verleihen. Hat man Civilization V erst einmal ein paar Stunden gespielt, wundert man sich, warum Firaxis das bekannte Brettspiel-System nicht schon früher übernommen hat. Endlich lassen sich Einheiten sinnvoller bewegen, natürliche Straßen bauen und komplexere Feldzüge durchführen. Außerdem kommen die sechseitigen Areale der Grafik zugute. Es entstehen viel natürlichere Kontinente, Bergmassive und Flüsse.
Umgesetzt wird das Spielgeschehen mit Hilfe einer neuen Grafik-Engine, die DirectX 11 unterstützt. Dutzende abschaltbare Spezialeffekte sorgen für wunderschöne Landschaften. Malerisch ziehen Wolken über das Spielfeld, die Erde jedes einzelnen Feldes wird dank Tesellation mit Hunderten Polygonen dargestellt und jeder Kampf ist eine kleine Augenweide.
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Screenshots: Sid Meier's Civilization V
Raketen zischen über die Karte, lassen Fußsoldaten vergehen und stecken Städte in Brand. Schicke Charakterbilder zeigen eure Kontrahenten in ihrer ganzen Pracht, ihr seht Fische aus dem Wasser springen und bewundert wunderhübsche Bergmassive. Kurz: Das bisher schönste Civilization.
Doch die neue Technologie bringt auch spielerische Vorteile. Die Engine unterstützt nun endlich Mehrkern-Prozessoren und beschleunigt dadurch gerade gegen Ende gehörig das Spielgeschehen. Denn umso weiter eine Partie fortgeschritten ist, desto mehr Variablen muss der Computer berechnen. Mit einem Mittelklasse-PC (Intel Core 2 Duo 3 Ghz, 4 GB RAM) muss man nach 300 bis 400 Zügen 30 Sekunden warten. Mit vier oder mehr Kernen geht es noch deutlich fixer. Speziell bei Endlospartien eine willkommene Verbesserung.
Verstärkt wird das neue Spielgefühl durch das generalüberholte Kampfsystem. Einheiten können nicht mehr auf einem Feld gestackt werden. Wie bei einem klassischen Hex-Rundenstrategiespiel á la Panzer General gilt es vor allem, starke Frontlinien zu bilden und Einheiten zur Unterstützung herbeizuholen. Befindet sich zum Beispiel ein befreundeter Ritter auf dem Nachbarfeld, bekommt man einen Bonus. Noch dazu können Fernkampfeinheiten erstmals über mehrere Felder hinweg schießen.
So lässt sich ein Gegner mit den folgenlosen Attacken aufweichen, nur um ihm abschließend mit Fußsoldaten den Todesstoß zu versetzen. Das ist für viele Civilization-Fans eine gehörige Umstellung, sorgt aber besonders im Endgame zusammen mit dem Stein-Schere-Papier-Prinzip für entschlackte, aber taktisch fordernde Auseinandersetzungen.
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Kommentare (28) Latest comment vor 2 Jahren
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Guter Test, die 9/10 ist berechtigt!!!!
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Bei Spielen wie SimCity oder Anno habe ich immer die Angewohnheit nach 1 - 2 std. alles in die Pleite gewirtschafftet zu haben :-P
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Und warum man keinerlei Szenarien, Karten und Co. hat? Damit man den DLC kaufen kann -.-
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Über Steam-Aktivierung wurde nichts geschrieben. Ist das noch notwendig oder hab ich da was mißverstanden?
Ich bin froh, dass ich es vorbestellt habe und DANKE EG für den vorzeitigen Testbericht!
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Interessant auch wie unterschiedlich die KI wahrgenommen wird, die einen finden sie OK, die anderen die schlechteste in einem Civilization.
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Aber es fehlt halt einiges was bei Civ4 nachträglich mit Addons eingebaut wurde. Es sieht für mich daher ehr so aus, als will man da fleissig Addons bauen Civ5 Warlords, Civ5 Beyond the Sword und Civ5 Szenarios, egal gekauft wirds dennoch.
Denn abseits dessen mir gefällt es besser als Civ4, 2 Tage noch warten dann gehts endlich los.
Fireaxis sollte aber langsam mal einen Nachfolger von Alpha Centauri basteln, das war grenzenlos geil das Spiel.
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Alleine beim Customizing der Einheiten, da schnalz ich heute noch genüßlich mit der Zunge. Vielleicht CIV6, nach dem Bau des Raumschiffs geht es auf einen fernen Planeten, und dort geht es dann wie in Alpha Centrauri weiter. Sind aber nur Wunschträume *gg*
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Muss ich Kristian recht geben. Vor allem dann wenn es nur eine störrische Trotzreaktion ist (siehe dein: "Ich habe nicht vor darüber weg zukommen").
Da du wohl PC-Only Spieler bist verpasst du jetzt schon einen Haufen guter Spiele und das wird auch nicht besser werden. Wenn du wirklich kein Steam nutzen willst (wobei ich nicht ganz verstehe warum, da du doch z.B. Impulse nutzt, was doch bei Third-Party-Titeln auch DRM hat?), wirst du wohl zukünftig immer mehr Spiele verpassen.
DAS RIECHT NACH VERSCHWÖRUNG!!!!
Oder einfach nur sinnlosem Spam.
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Mein Kommentar bezog sich auf Kristians Antwort, bevor sie editiert wurde. Ich fand sie recht unverschämt, denn niemand hat das Recht mir zu sagen, dass ich über dieses oder jenes "hinweg kommen soll". Ich hab extra mit einer Antwort bis heute morgen gewartet, da ich sonst wesentlich schärfer und mit persönlichem Bezug geantwortet hätte.
Ob ich nun "gute" Spiele verpasse oder nicht, ist erstens mein Problem und zweitens muss ich ein Spiel noch lange nicht gut finden, nur weil es andere tun.
Was Impulse betrifft: Es ist im Gegensatz zu Steam keine DRM-Maßnahme, sondern eine reine Verkaufsplattform. Ja, viele Spiele dort besitzen Kopierschutzmaßnahmen, wie Securom, Tages und so weiter, aber solche Spiele würd' ich dort sowieso nicht kaufen und zweitens sind die Kopierschutzmaßnahmen meistens angegeben, so dass man selbst entscheiden kann, ob man sich ein solches zulegen kann.
Ob Steam nun gut oder böse ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es liegt nicht in meiner Absicht, jemanden hier zum Anti-Steam-Jünger zu konvertieren. Ich wollte nur meine Meinung mitteilen. Dafür ist die Kommentarfunktion meines Wissens schließlich gedacht. Dazu kommt dann natürlich noch die Beschriftung des Buttons...
Aber ich kann auch gerne meine Klappe halten.
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Zusätzliche DRM-Maßnahmen wie SecuRom und Co. werden bei Steam auch angegeben.
Wo jetzt der große Unterschied zwischen Impulse und Steam sein soll ist mir nicht ganz klar, von den eigenen Spielen wie Elemental usw. mal abgesehen. Interessant in dem Zusammenhang auch dieser Abschnitt aus der Kritik bei Wiki: "Impulse does not support the resale of games.[5] The product is transferable only when a user is buying a secondary copy for another person, via the support system."
Oder das hier: "Purchased software is tied to the purchaser's email address on the Stardock's servers, from which it can be accessed and downloaded from anywhere that allows the use of the Impulse client."
Was die Angebote angeht, weiß ich nicht ob Impulse die eingeführt hat, woher hast du das?
Fakt ist jedenfalls mal, dass die Angebote gegenüber denen von Steam kaum der Rede wert sind, von den großen Sales (Holiday etc.) mal ganz zu schweigen.
nicht weinen
Ja ok, ich versuch' mich zu beherrschen *sniff* aber es ist so unfair. Die anderen denken sie wären was besseres nur weil sie eine funktionierende Shift-Taste haben *sniff* aber ich reiß mich zusammen :'(
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Ob ein Spiel wiederverkäuflich ist, interessiert mich persönlich herzlich wenig, da ich meine Spiele für gewöhnlich behalte.
Die Info mit über die Angebote hab aus dem Stardockforum. Einerseits könnte man natürlich behaupten, dass das in diser hinsicht eine sehr zweifelhafte Quelle ist, aber da Brad Wardell diese "Behauptung" - wenn du so willst - immer wieder macht mit der "Begründung", dass man das ganz leicht unter Archive.org nachprüfen könnte und der CEO bisher nicht all zu sehr als Lügner aufgefallen ist, bin ich bereit dieser Aussage zu vertrauen.
Dein "Fakt, dass Steam-Angebote grundsätzlich besser sind, kann ich so nicht ganz gelten lassen. Erstens bietet Steam eine größere Anzahl an Spielen, was nicht verwunderlich ist, da es auch schon wesentlich länger existiert. Und zweitens rennt jeder große Publisher erstmal dorthin, was natürlich eine größere Bandbreite an aktuelleren/beliebteren Spielen für Angebote einsetzbar macht.Dazu kommt dann noch das kostenlose steamworks, für das Steam Voraussetzung ist und Publisher/Entwickler gezwungen sind es zu verwenden, wenn sie steamworks benutzen wollen.
Impulse besteht dagegen so seit 1 bis 2 Jahren und wird auch nicht ganz so freudig von Publishern unterstützt.
Ob Impulse-Angebote im Vergleich soviel schlechter sind, ist in meinen Augen eine Frage des persönlichen Geschmacks.
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Nun was will man aber machen wenn man trotz Kritik, Civ5 spielen will? Rumnörgeln und der Welt weiter unter die Nase reiben wie böse Steam doch ist, sich aber insgeheim ärgern weil man so gar nicht in den Genuss kommt (würde man sich nicht ärgern wär einem Civ5 völlig wurscht, da würde man nicht mal einen Kommentar verfassen). Den Entwicklern eins reinwürgen, sich das Spiel also illegal beschaffen und laut schallend lachen "Die Idioten sollen sich sich mal Steam unterwerfen, mir doch lachs, ich crack die Scheisse und hab meinen Spaß"? Oder in den Sauren Apfel beisen, sich das Spiel offiziell besorgen, Steam ein guten Mann sein lassen, und sich in Multiplayergefechte stürzen?
Wie dem auch sei, ich hab meinen Spaß mit CIV5, auch wenn mir Spione abgehen und einiges schwer nach DLC aussieht, das Spiel so wie man es kennt, extreme Suchtgefahr mit völligem Verlust des Zeitgefühls. "Eine Runde noch...". Eben ein Klassiker der es trotz des fünften Revivals immer noch schafft ne Schippe oben drauf zu legen ohne das Spiel in eine völlig neue Richtung zu trimmen - ala C&C4.
Davon ab, Steam ist harmlos, den Nutzungslapsus haben viele Lizenzmodelle, und zukünftige Modelle der Streamingplattformen (Onlive) werden die Rechte des Nutzers auf ein Minimum zurück schrauben. Wenn das kommt, was ich nicht einmal bezweifel, ist schluss mit Lustig, da werden Spiele so gespielt wie es der Hersteller wünscht.
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Es ging darum, wieso Steam soviel weniger akzeptabel als Impulse ist.
Was Wardell angeht, naja. Der ist schon einer der gerne den Mund weit aufreißt, siehe erst kürzlich seine Kommentare um das verbugte Elemental und allgemein die »Gamer's Bill of Rights« mit der sie es selbst nicht so genau halten.
Inwieweit das mit den Sales stimmt weiß ich nicht aber wer zuerst war, ist letztlich natürlich auch nicht so interessant.
Steam existiert gar nicht länger, da der Vorläufer von Impulse schon länger da war und auch früher digitale Distribution betrieben hat, die bei Steam sowieso erst später hinzugefügt wurde (en.Wikipedia).
Die Entscheidung Steamworks zu verwenden folgt ja in der Regel nach der, ob man grundsätzlich auf Steam setzen will. Mal davon abgesehen, ist es wohl etwas unsinnig Valve vorzuwerfen das ihr kostenloser Service (Steamworks), der eine Ergänzung/Verbesserung ihrer Plattform ist, eine Bindung an Steam hat.
Und das Steam ein (wesentlich) größeres Angebot an Spielen hat, ist ein Aspekt der für es spricht, nicht dagegen, dass wieso ist da ja schlussendlich für den Kunden nicht von Belang.
Ob Impulse-Angebote im Vergleich soviel schlechter sind, ist in meinen Augen eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Nicht wirklich. Es gibt öfter Angebote, es werden bessere Spiele angeboten (der Punkt könnte u.U. streitbar sein) aber der wichtigste Punkt ist, dass die Angebote einfach viel mehr runter gesetzt sind. Bei Impulse sind es meist so 10-30% während es bei Steam selten mal unter 50% sind, meist 75.
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also die demo hat mir ganz gut gefallen.