Sony Online: Möglicherweise 12.700 Kreditkarten-Daten entwendet

Aus einer Datenbank von 2007

Nachdem Sony Online Entertainment in der vergangenen Woche noch angab, dass keine persönlichen Daten nach dem Hackerangriff entwendet wurden, hat sich die Situation nun geändert.

Wie das Unternehmen aktuell mitteilt, wurden im Rahmen des Angriffs auf Sonys Systeme möglicherweise folgende Daten von SOE-Kunden entwendet: Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl, Land), E-Mail-Adresse, Geschlecht, Geburtstag, Telefonnummer, Benutzername und gehaschtes Passwort. Insgesamt könnten rund 24,6 Millionen Accounts betroffen sein.

Ebenso lägen "Anhaltspunkte dafür vor", dass möglicherweise von Kunden außerhalb der USA Kreditkarten- oder EC-Kartennummern aus einer älteren Datenbank aus dem Jahr 2007 gestohlen wurden. Dazu zählen auch die Gültigkeitsdaten, nicht aber die Sicherheitsnummern.

Nach Angaben von Sony Online Entertainment sind schätzungsweise 12.700 Nicht-US-Kunden betroffen. Ebenso enthielt die Datenbank rund 10.700 Lastschrifteinzugsdaten mit Kontonummern von Kunden aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien.

Als Konsequenz daraus hat man gestern folgende Schritte eingeleitet:

1. Vorübergehend alle SOE-Spiele abgeschaltet
2. Eine externe, anerkannte Sicherheitsfirma damit beauftragt, eine vollständige Untersuchung des Vorfalls durchzuführen
3. Unverzüglich Maßnahmen ergriffen, die Sicherheit unserer Netz-Infrastruktur zu erhöhen, um ihnen die größtmögliche Sicherheit Ihrer persönlichen Daten zu gewährleisten

Wie man außerdem gegenüber Joystiq bestätigte, handelt es sich hierbei nicht um einen separaten Angriff, sondern war Teil des ursprünglichen Angriffs auf das Netzwerk von Sony.

Als Entschädigung verspricht man den Spielern auf jeden Fall 30 Tage kostenlose Spielzeit sowie für jeden Tag, an dem das System offline ist, einen weiteren Tag kostenlose Spielzeit.

Gestern nahm das Unternehmen seine Systeme vorübergehend vom Netz, weil man ein "Problem" entdeckt hatte, machte aber zunächst keine genaueren Angaben dazu.

Kommentare (9) Latest comment vor 1 Jahr

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  • syLv #1 vor 1 Jahr

    wahnsinn.. erst nicht, jetzt doch... also die Informationspolitik von Sony ist sehr träge.. vorgestern hab ich erst meine PSN-Info-Mail erhalten o_O.
  • KleinerMrDerb #2 vor 1 Jahr

    Nuja... das hier ist aber nicht PSN sondern Sony Online welches die MMO Spiele verwaltet.

    Sind also 2 verschiedene Problemzonen :-(
  • crackajack #3 vor 1 Jahr

    tja, bei sowas gibt's eben kein aufgebrochenes Schloss, eindeutig fehlende Akten und Fußspuren von zwei Tätern im Vorgarten.
    Die können kaum Alarm schlagen mit der Vermutung das alle Kreditkartendaten futsch sind, was dann Kosten verursacht, wenn sie noch nicht genau wissen was tatsächlich statt fand.
    So oder so scheiße gelaufen, aber rein aus Vorsicht heraus werden die kaum mehrere Millionen schlucken wollen die Visa und Mastercard & Co von ihnen für einen etwaig notwendigen Tausch zurück wollen würden und die Kunden mit Hiobsbotschaften noch mehr aufscheuchen.
  • RushOliver #4 vor 1 Jahr

    Dann ist das also der 2. erfolgreiche Angriff auf eines der Netwerke von Sony. Während man damit beschäftigt war das PSN und Qriocity zu untersuchen und zu verbessern, wurde erfolgreich ins Netzwerk von SOE "eingebrochen".
  • f1r3storm Bestätigt Redakteur, Eurogamer Deutschland #5 vor 1 Jahr

    Nein, wie in der News steht, gab es keinen zweiten Angriff. Ist alles ein Resultat dieser einen Attacke.
  • Lucan815 #6 vor 1 Jahr

    Wundert mich nicht, sowas hab ich mir schon gedacht als die PSN News heiss waren. Tja, dann mal wieder neue passwörter ausdenken.... -_-
  • RushOliver #7 vor 1 Jahr

    Laut Angaben von anderen Webseiten erfolgte der Angriff auf SOE schon VOR dem Angriff auf das PSN und Qriocity, weswegen man durchaus von einem 2. Angriff sprechen könnte. Streng genommen wäre der auf SOE sogar eher der 1. Angriff und der Zweite erfolgte gegen das PSN und Qriocity.

    Ob die Angaben stimmen kann ich natürlich nicht direkt nachvollziehen..... stammt aus dieser Adresse....
    [link url=http://winfuture.de/news,62973.html
    ]http://winfuture.de/news,62973.html
    [/link]

    SOE wurde im Gegensatz zum PSN und Qriocity auch erst gestern vom Netz genommen, da man den Angriff wohl zunächst garnicht bemerkt hatte. SOE scheint ja auch in irgendeiner Weise nicht direkt mit dem PSN oder Qriocity verbunden zu sein, sonst würde das verspätete Abschalten wenig Sinn machen.
  • savagemartin #8 vor 1 Jahr

    Ich fände das mal fein, wenn die betroffenen Kreditkarten- bzw. Kontonutzer von Sony informiert würden, zwecks Sperrung etc.. Einfach aus Paranoia jetzt die Karten zu sperren ist irgendwie unnötig.
    Editiert von savagemartin um 03/05/11 @ 09:49
  • Bongstar #9 vor 1 Jahr

    diese ganzen unternehmen heißen zwar alle sony, haben aber wahrscheinlich sonst nichts miteinander zu tun. da weiß die eine hand nicht was die andere tut. MUSS sie aber auch NICHT. Dr Oetker food muss auch nicht wissen was Dr Oetker Hamburg Süd macht. würde auch keinen sinn machen. und wenn hacker gut sind bemerkt man sie wies aussieht auch nicht. vll hat SOE auch einfach nur nachgeguckt ob was ist, weil im psn was war. wie schonmal jemand hier sagt: vll wird schon täglich bei xboxlive oder gar apple ein und ausgegangen als wäre nichts. wenn der angreifer nicht sagt, dass er da war wird es schwer dass nachzuvollziehen. ich denke auch nciht dass man sich dagegen schützen kann. und sogesehen kann man froh sein, dass es sony überhauot sagt, oder würde es jemand merken, wenn nicht? außer jemand plaudert...