Valve ist wenig an Exklusivspielen interessiert

Einer der Gründe, warum man nicht ständig neue Steam-Exklusivtitel veröffentlicht.

Von Exklusivspielen ist man bei Valve eher weniger angetan. Das sagte jedenfalls Valves Jason Holtman auf der Develop Conference im Gespräch mit PCGamesN.

"Oftmals kommen die Leute zu uns und sagen, 'nun, was hat es damit auf sich? Gibt es eine exklusive Vereinbarung?' Und wir sagen, 'nein'. Und sie fragen, 'wohin sollten wir noch gehen?'", so Holtman in Bezug auf Entwickler, denen man rät, sich auch andere Plattformen zu suchen, die es wert sind, die Kunden haben und gute Partner sind.

"Die Orte, an denen man seinen Content veröffentlicht, sollten nicht durch Exklusivtitel limitiert sein, sofern man nicht wirklich enorm gut darin ist. Das Problem ist, dass man eine Vorhersage trifft, egal mit wem man etwas Exklusives macht - man muss sie quasi aus diesen anderen Optionen herauskaufen."

"Vielleicht ergibt es einen perfekten Sinn, wenn jemand es zu hoch einschätzt und euch zu viel zahlt? Aber vielleicht ist das Risiko zu real. Woher weiß ich zum Beispiel, wenn ich es um einen Monat verschiebe, nicht auf dieser einen Plattform, nicht an diesem einen Ort bin... woher weiß ich, wenn ihr mir dieses zusätzliche Marketing und Hunderttausende Pfund gegeben habt, dass ich dafür nicht Hunderttausende Kunden und Millionen von Pfund aufgegeben habe? Ich weiß nicht, es ist einfach zu riskant."

Laut Holtman will Valve, dass alle Plattformen erfolgreich sind, da dies für die gesamte Spieleindustrie gut sei.

"Wenn die Leute andere Sachen erschaffen, lieben wir es. In unserem Innersten lieben wir den PC und das, was wir tun. Wir haben unser eigenes Geschäft, aber letzten Endes betrachten wir uns selbst als eine Unterhaltungsfirma. Ein Unternehmen, das mit anderen Entertainern zusammenarbeitet. Und wir sind alle Teil dieses größeren, umfangreicheren Geschäfts."

"Wenn wir die Leute dazu animieren, wird das meiner Meinung nach im Allgemeinen Vorteile mit sich bringen anstatt einfach nur zu denken, 'meine Güte', wir müssen jeden haben und sie einsperren", so Holtman. "Wenn jemand etwas erschafft, das besser ist, was wir haben, sollten [Entwickler] dorthin gehen. Aber wenn ihr das tut, solltet ihr auch bei uns bleiben. Es muss keine Entscheidung geben."

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