Ataris US-Sparte meldet Insolvenz an

Man hofft, sich auf diesem Weg vom französischen Mutterkonzern lösen zu können.

Die US-Sparte von Pong- und Asteroids-Entwickler Atari hat nach Angaben der L.A. Times Insolvenz angemeldet.

Hinter diesem Schritt steckt ein wohldurchdachter Plan. Durch die Insolvenz von Atari Inc. und drei weiteren zugehörigen Unternehmen hofft man, sich vom französischen Mutterkonzern Atari S.A. lösen zu können. Anschließend soll das Unternehmen privat verkauft werden und als Geschäft, das sich auf digitale und mobile Plattformen konzentriert, weitermachen und wieder wachsen. Sollte der Plan gelingen, stünden Atari Inc. eigene Ressourcen zur Verfügung und man müsste sich um die vom Mutterkonzern angehäuften Schulden keine oder kaum Gedanken machen.

In den letzten Jahren hatte das Unternehmen hohe Verluste eingefahren. Im Jahr 2011 ging der Umsatz bereits um 43 Prozent zurück, 2012 um weitere 34 Prozent. Die Aktien von Atari S.A. sind heute weniger wert als 1 Euro. 2008 waren es noch über 11 Euro. Und da zum 31. Dezember 2012 ein Dispositionskredit in Höhe von 28 Millionen Dollar abgelaufen ist, blieben dem Unternehmen keine Ressourcen mehr, um die aktuell in Arbeit befindlichen Titel zu veröffentlichen.

Im Laufe der Jahre hat Atari bereits mehrfach den Besitzer gewechselt. Nachdem man sich einst mit JT Storage zusammenschloss, wurde man 2001 von Hasbro übernommen und wiederum später von Infogrames.

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