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Company of Heroes 2: The British Forces - Test

Armee- und Mapnachschub.

Mit den Briten betritt eine weitere Multiplayer-Armee die virtuellen Schlachtfelder, Solo-Spieler bekommen hier aber nichts geboten.

Nachdem im letzten Jahr Ardennes Assault die Spieler zufriedenstellte, die eher an Singleplayer-Inhalten für Company of Heroes 2 interessiert sind, widmet sich die neueste Erweiterung The British Forces wieder den Bedürfnissen der Multiplayer-Fans. Nach The Western Front Armies ist es bereits die zweite Online-Erweiterung für das Strategiespiel.

Und der Name des Add-ons macht es schon unmissverständlich klar: Hier geht es um die britischen Streitkräfte. Bei diesen gibt es zwei verschiedene Ansätze. Im Tech Tree entscheidet ihr euch entweder für die defensive Variante - „Anvil" genannt - oder für die offensive „Hammer"-Variante, deren Fokus auf mobilen und gleichzeitig kampfstarken Einheiten liegt. Insgesamt schicken die Briten 15 neue Einheiten und sechs Kommandeure mit einzigartigen Fähigkeiten aufs Schlachtfeld.

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Ob ihr eher defensiv oder offensiv agieren wollt, entscheidet ihr selbst.

Je nachdem, für welche Richtung ihr euch entscheidet, läuft auch das Spielgeschehen ab. Mit der defensiven Variante könnt ihr Verteidigungsstrukturen errichten, die sich unter anderem besonders gut zum Schutz strategisch wichtiger Punkte eignen, darunter Mörser, Anti-Panzer-Kanonen oder Luftabwehrwaffen. Bevorzugt ihr hingegen die Offensive, stehen euch unter anderem mehrere kampfkräftige Panzer zur Verfügung, mit denen ihr den Gegnern mitunter im wahrsten Sinne des Wortes einheizen könnt. Einer davon ist nämlich der Churchill-Crocodile-Panzer mit seinem gewaltigen Flammenwerfer, der insbesondere mit Infanterie kurzen Prozess macht.

Auch die vielen verschiedenen Panzer selbst erlauben aufgrund ihrer unterschiedlichen Bewaffnung unterschiedliche Spielweisen, wenn ihr etwa schnell vorankommen wollt oder lieber auf eine stärkere Panzerung oder Bewaffnung setzt. Im Infanteriebereich erwarten euch ganz normale Gewehrschützen, MG-Trupps oder Ingenieure - Letztere reparieren zuverlässig eure Panzer. Ganz nützlich ist obendrein der Scharfschütze, und zwar nicht nur im Kampf gegen feindliche Soldaten, auch bei leichten Feindfahrzeugen kann er ordentlich Schaden anrichten.

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Online könnt ihr gegen alle anderen Armeen antreten.

In unterschiedliche Richtungen gehen natürlich ebenso die insgesamt sechs Kommandeure, die den Briten zur Verfügung stehen. Nicht fehlen darf natürlich einer, der sich vornehmlich auf die Artillerie konzentriert und somit für spektakuläre und manchmal entscheidende Unterstützung auf dem Schlachtfeld sorgen kann. Der Vanguard-Operations-Kommandeur sorgt mit einer seiner Fähigkeiten etwa dafür, dass Rauchgranaten über all euren beschädigten Fahrzeugen niedergehen, damit die Crew erlittenen Schaden reparieren kann. Und mit dem Commando-Regiment ruft ihr beispielsweise schwere Bomber als Unterstützung herbei. Einige der Kommandeure stehen von Beginn an zur Verfügung, andere müssen erst durch das Öffnen von Kriegsbeutekisten freigeschaltet werden, die ihr nach absolvierten Partien erhaltet.

Abseits der neuen Einheiten und Kommandeure ergänzt The British Forces das Spiel noch um acht neue Maps. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus kleinen, mittleren und großen Schlachtfeldern. Mit dabei sind Schlachtfelder am Hamburger Hafen, in Essen, Düsseldorf, Arnheim oder Gelsenkirchen. Spannend ist etwa die Vier-Spieler-Map in Heidelberg. Hier trennt ein Fluss das Schlachtfeld, an zwei größeren Brücken und einem kleineren Übergang konzentrieren sich dadurch die erbitterten Kämpfe. Hier einen Durchbruch zu schaffen ist gar nicht so einfach.

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Auch im Hamburger Hafen wird gekämpft.

Wie schon The Western Front Armies ist auch The British Forces eine Stand-alone-Erweiterung. Was das in dem Fall bedeutet? Nun, ihr könnt etwa lediglich The British Forces kaufen, damit aber online gegen alle anderen Armeen aus Company of Heroes 2 antreten und auf allen offiziellen und Community-Maps spielen. Somit richtet sich das Add-on sowohl an Neueinsteiger wie auch an Veteranen. Auch Skirmish-Partien mit und gegen die KI unter Beteiligung der Armeen und auf den Maps, die ihr besitzt, sind möglich, dafür benötigt ihr allerdings ebenfalls eine Internetverbindung.

Lohnt sich The British Forces also? Durchaus. Vor allem natürlich dann, wenn ihr viel im Multiplayer-Modus von Company of Heroes 2 unterwegs seid und eine neue Herausforderung sucht, wenn ihr die restlichen Armeen bereits gemeistert habt. Aber auch für Multiplayer-orientierte Neueinsteiger lohnt sich die günstige Anschaffung, zumal ihr online gegen die restlichen Armeen antreten könnt und eine umfangreiche Auswahl an Maps zur Verfügung habt. Einzig Solospieler haben hier das Nachsehen, denn lediglich Skirmish-Partien zu absolvieren ist auf Dauer auch nicht wirklich befriedigend.

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