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Destiny: The Collection - Test

Wenn nicht jetzt, dann… halt gar nicht mehr.

Bisher war es immer so bei Destiny: Das Add-on selbst war nie der ganz große Kracher, aber es sorgte für ein insgesamt besseres Spiel, das mittlerweile zu einem sehr vorzeigbaren Biest angewachsen ist. Weder Dunkelheit lauert, noch Haus der Wölfe, noch die ganz frischen Eisernen Lords und nicht mal das alles ein wenig umkrempelnde Taken King waren für sich die ganz großen Quests. Aber alles zusammen ergab spätestens ab Taken King einen Sci-Fi-Shooter, den ich bedingungslos jedem empfehlen kann, der dem Loot-Shootern mit viel Koop und etwas PvP nicht ganz abgeneigt ist.

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Daran hat sich seit dem letzten Test der König-der-Besessenen-Ausgabe wenig geändert. Wiederum, wie hier im Test zu dem Erwachen der Eisernen Lords im Detail nachzulesen, dürfte das neueste Add-on für Spieler, die schon voll dabei sind, das Rad nicht neu erfinden. Es fügt sich nahtlos in die fließenden Übergänge zwischen Solo-Grind, Koop-Missionen und PvP-Kampf ein. Alles wurde in den Jahren seit dem nicht ganz befriedigenden Start ein wenig glattgezogen, einmal komplett umgekrempelt und vor allem mit mehr Inhalt und Leben gefüllt. VIEL mehr Inhalt, sodass inzwischen der Weg zu Level 40 sehr kurzweilig und praktisch ohne eine Wiederholung auch nur einer Mission vonstattengehen kann, wenn ihr das nicht wollt.

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Bis ihr euch vom ersten Besuch im Kosmodrom...

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Der Grind ist mittlerweile keiner mehr und dank eines mitgelieferten Items dürft ihr einen Helden direkt auf Level 40 katapultieren. Ich würde neuen Spielern dringend davon abraten, aber es ist ein nettes Gimmick für Leute wie mich, die bisher nur eine Klasse wirklich ausgebaut hatten. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, eine andere Klasse noch mal komplett durchzuleveln, das dauert mir einfach zu lange. Aber mal gucken zu können, wie ein Hochlevel-Vertreter sich so anfühlt, der kein Hunter ist, hat was. Vor allem, weil damit klar wurde, dass Hunter die beste Klasse überhaupt ist. Dachte ich mir schon die ganze Zeit, aber Bestätigung ist immer gut.

Destiny: The Collection ist natürlich trotzdem kein Angebot für Leute, die vielleicht mit Taken King eingestiegen sind oder schon seit dem Start dabei waren. Es mag sich auch ungerecht anfühlen, dass ein neuer Destiny-Spieler jetzt alles auf einmal in einer Box zu einem Preis bekommt, wofür andere grob überschlagen bis zu 150 Euro investiert haben. Aber was soll ich außer "so funktioniert die Welt halt" sagen. Wer jetzt erst Witcher 3 spielt, bekommt auch die Game of the Year für 45 Euro mit allem, was es gibt.

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...in den Eisernen Tempel vorgearbeitet habt, sind viele Stunden vergangen.

Destinys Add-ons für sich waren es nie so richtig, so wie auch Destiny selbst zum Start ein alles andere als vollkommenes Spiel war. Das ist es selbst mit den ganzen Erweiterungen noch nicht, aber das Gesamtpaket ist ein wirklich umfangreicher, technisch immer noch beeindruckender und vom Spielgefühl nur sehr selten - wenn überhaupt - erreichter Koop-Shooter, der euch für 100 und mehr Stunden an Loot und Level fesseln kann. Wenn die Eisernen Lords das letzte Add-on sind, dann ist das zwar ein schwächelnder Abgesang, aber Destiny als Gesamtes gehört zu den Spielen, die man sich wirklich einmal gönnen sollte. Offenbar immer am besten dann, wenn gerade ein neues Update herauskam.

Entwickler/Publisher: Bungie/Activision - Erscheint für: PlayStation 4, Xbox One- Preis: ca. 60 Euro - Erscheint am: erhältlich Getestete Version: Xbox One - Sprache: Deutsch, Englisch und andere - Mikrotransaktionen: Ja (nach wie vor nur kosmetisch)

Destiny: The Collection - Test Martin Woger Wenn nicht jetzt, dann… halt gar nicht mehr. 2016-09-26T09:00:00+02:00 4 5
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