Batman: Arkham Asylum

Simply the best

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich so langsam aber sicher doch noch zum Batman-Fan werde. Batman Begins war toll. The Dark Knight einfach großartig. Und nun Batman: Arkham Asylum, das sich vor den zuvor genannten nicht zu verstecken braucht. Was das vergleichsweise unbekannte Studio Rocksteady (Urban Chaos: Riot Response) hier aus dem Hut gezaubert hat, ist auf jeden Fall beachtlich - und das in nahezu sämtlichen Bereichen, von Story über Optik bis hin zum abwechslungsreichen Gameplay.

Superhelden gibt es ja wie Sand am Meer. Die meisten von ihnen sind aufgrund irgendwelcher Kräfte (nahezu) unverwundbar, sofern man sie nicht mit Kryptonit bewirft oder ähnliche Schwächen ausnutzt. Batman ist da anders. Im Grunde genommen ist er ein einfacher Mensch, der aber aufgrund seiner antrainierten Stärke, seiner überlegten Vorgehensweise und insbesondere der technischen Hilfmittelchen nicht wirklich Superkräfte benötigt. Das heißt aber auch, dass er verwundbarer ist als Superman und Co., daher agiert er meist im Schatten, schlägt blitzschnell zu und verschwindet dann wieder, ohne gesehen zu werden - zumindest im Normalfall.

Exakt dieses Element ist auch ein wesentlicher Bestandteil von Batman: Arkham Asylum. Zwar kann man sich als Dunkler Ritter auch immer mal wieder mitten hinein ins Getümmel stürzen, es mit mehr als einer Handvoll Gegner gleichzeitig aufnehmen, aber dann gibt es auch Situationen, in denen Taktik, sorgfältige Planung und Geduld gefragt sind. Insbesondere dann, wenn die von Joker - der mal wieder Stress macht, Arkham Island unter seine Kontrolle gebracht hat und Gotham City vernichten will - freigelassenen Insassen der Anstalt mit Schusswaffen durch die Gegend laufen. Und sofern sie ihr Blei in Richtung Batman auf den Weg schicken, sollte man schnellstens die Beine in die Hand nehmen und in der nächsten dunklen Ecke verschwinden, allzu viel hält man davon nämlich nicht aus.

Batman: Arkham Asylum - Trailer

Die Möglichkeiten, die der Fledermaus dabei zur Verfügung stehen, sind vielfältig. Er kann sich zum Beispiel per Greifhaken zu den in einigen Räumen vorhandenen Wasserspeiern in Deckennähe befördern und von dort aus dem Gleittritt ansetzen. Geradezu majestätisch gleitet die Fledermaus mit ausgebreiteten Flügeln Richtung Ziel und verpasst ihm einen beherzten Tritt. Oder man hängt sich lautlos und kopfüber nach unten, wartet bis ein Feind vorbeiläuft und hängt ihn am Wasserspeier auf. Natürlich nicht, um ihn zu strangulieren. Batman tötet seine Feinde nicht, er schlägt sie bewusstlos, damit das Gotham City Police Department sie später wieder bequem in ihre Zellen verfrachten kann.

Alternativ zielt und feuert er mit dem Batclaw auf sein Opfer und lässt es dann über ein Geländer nach stürzen, schleicht sich heimlich über Lüftungsschächte im Boden an, um dann im entscheidenden Augenblick nach oben zu klettern und den Feind lautlos auszuschalten, oder lockt seine Widersacher mit einem geschickt geworfenen Batarang zu einer instabilen Wand, an der man vorher Explosivgel angebracht hat. Auch in diesem Fall heißt es dann "Träum süß".

Interessant ist hierbei auch die Verhaltensweise von Jokers Schergen. Hängt man einen von ihnen an einem Wasserspeier auf, schreit er lautstark um Hilfe und lockt so seine Kameraden an, die sich dann natürlich erstmal ängstlich umschauen. Und je mehr man von ihnen aus dem Weg räumt, desto nervöser werden sie. Sie geben sich gegenseitig Deckung, marschieren Rücken an Rücken durch das Areal oder drehen sich regelmäßig blitzschnell um, schließlich könnte sich ja Batman gerade von hinten anschleichen. Das führt sogar soweit, dass sie zuweilen regelrecht von Umgebungsgeräuschen erschreckt werden und in ihrer Panik einfach ein paar Schüsse ins Nichts abgeben.

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