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Boom Blox Test

Wii Test von Fabian Walden

13 Mai, 2008

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Als ich anfing, Boom Blox zu spielen, sah ich plötzlich überall nur noch Blöcke und überlegte, wie ich was wohl am besten zum Einsturz bringen könnte. Der Schreibtisch? Ziemlich instabil. Ein gezielter Wurf gegen ein Bein sollte locker ausreichen, um die Platte gen Boden zu befördern. Der Kleiderschrank? Schwieriger, aber wenn man sich erst einmal der lästigen Tür entledigt hat, dürfte er von innen zu knacken sein. Das Bücherregal? Gar nicht so kompliziert und falls ich es genau an der Seite treffe, kippt es im Optimalfall sogar gegen den Fernseher.

Nein, das ist kein Scherz. Nein, das habe ich nicht gerade erfunden. So habe ich meine Umgebung wirklich für einen Moment gesehen. Keinen besonders langen Moment allerdings, denn noch bevor ich meine eigenen vier Wände in Gedanken zusammenkrachen lassen konnte, war das Knobeln bei Boom Blox auch schon vorbei - und die Ernüchterung setzte ein. Aber um es uns leichter zu machen, fangen wir jetzt erstmal von vorne an. Oder um es in der Sprache des Spiels zu sagen: Wir kümmern uns zunächst um's Fundament.

Boom Blox ist das erste von drei EA-Spielen, für das Filmemacher Steven Spielberg seinen Namen hergibt. Inwieweit er tatsächlich in die Entwicklung involviert war, sei dahingestellt und abgesehen von der Verpackung findet der gute Mann auch nicht weiter groß Erwähnung.

'Boom Blox' Screenshot 1

Immer wieder schön: Wenn ein Turm perfekt in einen anderen stürzt.

Aber vielleicht ist das ganz gut so, denn das hier ist weder Schindlers Liste noch Indiana Jones, sondern ein Titel ohne echte Geschichte und mit einem der simpelsten Spielprinzipien überhaupt:

Ihr müsst Klötzchentürme zum Einsturz bringen, indem Ihr sie bewerft, beschießt oder einzelne Blöcke aus ihnen herauszieht. Irgendetwas zwischen Jenga und Kindergarten also. Auf eine gute Art und Weise.

Denn auf den ersten Blick geht das Prinzip absolut auf, weil Euch das Spiel natürlich nicht vollkommen freie Hand lässt, was Eure Zerstörungswut angeht. Manchmal habt Ihr nur eine begrenzte Anzahl an Würfen zur Verfügung, teilweise gibt es Abzüge, wenn bestimmte Blöcke zu Boden fallen, hin und wieder müsst Ihr eine vorgegebene Punktzahl erreichen, um ein Level erfolgreich abzuschließen. Eure Leistung wird anschließend in Form einer Medaille bewertet - von Gold für perfektes Vorgehen bis Bronze für "gerade so geschafft".

'Boom Blox' Screenshot 2

Die Tiere spielen im Abenteuermodus eine kleine Rolle.

Seine Hauptschwierigkeit bezieht Boom Blox allerdings zu Beginn daraus, dass Ihr einschätzen müsst, wie die Blockgebilde auf Eure Angriffe reagieren. Denn selbstverständlich existieren unterschiedlich große sowie unterschiedlich schwere Steine und darüber hinaus spezielle Varianten, die bei einer Berührung beispielsweise explodieren oder schlichtweg verschwinden. Die zu Grunde liegende Physik-Engine macht dabei überwiegend einen ordentlichen Eindruck, auch wenn die Schwerkraft der des Mondes anstatt der der Erde zu entsprechen scheint - was aber eher der Spielbarkeit dient, als ein Kritikpunkt ist.

Ebenfalls als frei von Kritikpunkten darf man die Einführung des Spiels betrachten. Den Entwicklern ist es wirklich außerordentlich gut gelungen, alle Interaktionsmöglichkeiten mit den Blöcken sowie die verschiedenen Siegbedingungen leicht verständlich darzustellen und angenehm zu präsentieren. Ohne, dass sich Casual-Gamer überfordert oder Hardcore-Gamer gelangweilt fühlen dürften. Die intuitive Steuerung trägt sicher ihren Teil dazu bei: Ziel mit einem Fadenkreuz anvisieren, A drücken und dann werfen oder ziehen. Mit B die Kamera drehen, das war's. Lediglich wenn Ihr Blöcke direkt anfasst und bewegt, kann es etwas holprig werden, weil die Reaktion nicht immer den Erwartungen entspricht.

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Kommentare: 1-5 von 5

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Heavy_Rain
13/05/08 @ 16:10
#1
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Ich frage mich nur für was Spielberg da seinen Namen hergegeben hat. Gut, es ist kein schlechtes Spiel aber was hat es mit ihm zu tun, was hat er da für ein Interesse dran?
Sloane
13/05/08 @ 18:24
#2
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Er hat ja seit 2005 einen Vertrag über drei Spiele mit EA - das ist halt das erste, dann gibt's dieses Action-Adventure ("LMNO") und zum dritten existieren noch überhaupt keine Infos, wenn ich mich nicht irre. Angeblich stammt die Idee für Boom Blox von ihm und er hat ab und zu mal reingeschaut, was EA so macht. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen - und dass nach drei Jahren lediglich ein (sehr simples) Spiel fertig geworden ist, naja. Aber gut, vielleicht stimmt's ja. ^^
Edited 1 times, most recently on 13/05/08 @ 18:24
Heavy_Rain
13/05/08 @ 19:35
#3
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Ja, die "Fakten" sind mir weitestgehend bekannt aber was hat er davon frage ich mich, ich bezweifle auch das er da allzu viel einbringt, er hat doch afaik keinerlei Kenntnis von Programmierung und dergleichen.
Hat ihm EA Geld dafür gezahlt? Aber davon sollte er eigentlich genug haben.
Naja, wie auch immer.^^
Sloane
13/05/08 @ 19:50
#4
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"Hat ihm EA Geld dafür gezahlt?"

Denkst Du, er macht das kostenlos? ;)

Aber was er sonst davon hat, weiß ich auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass EA ihn fragt: "Hey, Steven, wollen wir ein paar Spiele zusammen machen?" Und Spielberg antwortet: "Ja, ich hätte gerne ein Wii-Spiel, bei dem man Bälle auf Türme wirft." Zumal seine so genannte Beteiligung ja fast ein bisschen versteckt wird...

Naja, mal abwarten, was aus den anderen beiden Titeln wird - falls aus ihnen was wird. Dann sind wir sicher schlauer. ^^
Heavy_Rain
14/05/08 @ 10:04
#5
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Denkst Du, er macht das kostenlos? ;)

Klar macht er es nicht kostenlos aber das "bisschen" Geld das ihm EA zahlen wird, kann ja wohl nicht den ausschlag gegeben haben, das meinte ich.

Naja, mal abwarten, was aus den anderen beiden Titeln wird - falls aus ihnen was wird. Dann sind wir sicher schlauer. ^^

Agreed.

Kommentare: 1-5 von 5

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