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Prof. Kageyamas Mathematik-Training Test

DS Test von Fabian Walden

19 Februar, 2008

Es ist schwierig, die Grenze zwischen Spiel und Lernsoftware zu ziehen. Nehmen wir Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging als Beispiel: Für viele war das schon Edutainment, schließlich lautete das erklärte Ziel des Programms, die grauen Zellen des Nutzers auf Vordermann zu bringen. Nebenbei musste man zur Bewältigung der gestellten Probleme nachdenken, was in den meisten Genres nicht unbedingt erste Wahl ist, um einen Konflikt zu lösen.

Auf der anderen Seite wies es aber ebenso etliche Merkmale eines typischen Spiels auf. Das schrittweise Freischalten neuer "Missionen" etwa, einen ansteigenden Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, das Abspeichern von High Scores und die Belohnung von guten Leistungen in Form des sinkenden Gehirnalters. Alles in allem überwogen diese spielerischen Merkmale schlichtweg das Lehrerhafte, der Spaß den Lerneffekt.

Bei Prof. Kageyamas Mathematik-Training lässt sich das nicht so deutlich feststellen und das ist schade. Denn prinzipiell versucht der Titel durchaus, seinen Inhalt auf unterhaltsame Weise darzustellen - es gelingt ihm nur nicht richtig.

Dabei wird der grundsätzliche Aufbau allen Kennern von Nintendos Trainingsserie natürlich bekannt vorkommen: Neben zahlreichen Übungen, in denen Ihr Eure Fähigkeiten nach Lust und Laune auf die Probe stellen könnt, erwartet Euch ein täglicher Test. In dem gilt es, mehrere vorgegeben Aufgaben zur Zufriedenstellung des Lehrers (also schnell und korrekt) zu lösen. Gelingt Euch das an drei aufeinander folgenden Tagen, steigt Ihr um einen Rang auf.

Das bedeutet zum einen, dass Ihr anschließend andere, schwierigere Aufgaben zu Gesicht bekommt. Das bedeutet aber auch, dass Ihr Euch anfangs mehrere Tage mit viel zu einfachen Aufgaben herumschlagen müsst, selbst wenn Ihr diese perfekt beherrscht.

'Prof. Kageyamas Mathematik-Training' Screenshot 1

Die 100-Zeilen-Methode fördert die Konzentration.

Was Prof. Kageyamas Mathematik-Training abfragt, ist selbstverständlich sehr naheliegend: In erster Linie die vier Grundrechenarten in verschiedensten Variationen. Mal müsst Ihr einfach nur einen höchst simplen Term schnellstmöglich lösen, mal ganze Zahlenketten addieren. Mal die richtigen Ziffern in eine Lückengleichung eintragen, mal das kleine Einmaleins runterbeten. Besonders lehrreich soll die 100-Zeilen-Methode sein, in der Ihr bis zu zehn mal zehn Zahlen der Reihe nach miteinander addiert, multipliziert oder voneinander subtrahiert.

Was dabei ein bisschen fehlt, ist die Verspieltheit eben jenes Gehirn-Joggings, ein wenig mehr Kreativität und vielleicht eine Prise Alltagstauglichkeit. Wo Ihr bei Kawashima Läufer zählt oder Wechselgeld herausgebt, beschränkt sich sein mathematisches Gegenstück auf die Zahlen an sich, was wahrscheinlich irgendwo sinnvoll ist, aber zugleich das Lernen mehr in den Vordergrund stellt. Darüber hinaus fehlt die Motivation, durch erfolgreiches Rechnen etwas freizuschalten, komplett - nahezu sämtliche Übungen lassen sich von der ersten Sekunde an auswählen.

'Prof. Kageyamas Mathematik-Training' Screenshot 2

Sauber zu schreiben, ist oberstes Gebot.

Eine weitere kleine Schwäche stellt die Eingabe der Zahlen dar, die wieder auf den Touchscreen des Nintendo DS per Hand geschrieben werden. Die funktioniert im Grunde zwar ordentlich, doch macht das Spiel immer eine kleine Pause, bevor es eine falsche Antwort annimmt, während es bei einer richtigen Antwort sofort weiter zu nächsten Aufgabe geht. Auch das ist altbekannt und doch hier noch einen Tick ärgerlicher, weil man Fehler auf diese Weise sofort erkennt und meistens nachträglich korrigieren kann.

Aber, wie schon anfangs erwähnt, ist es im Falle von Prof. Kageyamas Mathematik-Training schwer, zu definieren, ob es nun Spiel oder Lernprogramm ist. Insofern muss man es unter beiden Gesichtspunkten bewerten - und um seine Schnelligkeit im Umgang mit Zahlen aufzufrischen, ist es äußerst erfolgversprechend. Die Übungen decken jeden grundlegenden Bereich ab, der Anspruch ist zum lockeren Training überwiegend angemessen, die Präsentation schlicht, aber zweckgemäß. Es sinkt daher nicht in die Niederungen eines 'Augen-Training' herab, aber kommt eben auch nicht an ein 'Gehirn-Jogging' heran.

6/10

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Kommentare

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Kommentare: 1-14 von 14

Autor
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BathiBoi
19/02/08 @ 08:39
#1
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was kommt als nächstes? der deutsch-grammatik trainer für einwanderer?
Jimpanse
19/02/08 @ 10:05
#2
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lol genau Bathi ^^

--> PWNED!
Heavy_Rain
19/02/08 @ 11:42
#3
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Ein Mathe-Spiel....brrr, das wäre nichts für mich.^^
inthehouse
19/02/08 @ 14:30
#4
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der deutsch-grammatik trainer würde dem einen oder anderem hier mit sicherheit was bringen... :P
ejoty
20/02/08 @ 13:14
#5
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>der deutsch-grammatik trainer würde dem einen oder anderem hier mit sicherheit was bringen... :P
Ich zähle insgesamt sieben Fehler in deinem Satz.
BathiBoi
20/02/08 @ 13:31
#6
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haarspalter ;)
du bist noch neu, hier gibt es viel, viel schlimmere (ich sag nur RogerDeRosa)
groß- u. kleinschreibung nehmen hier nicht allzu viele ernst. und das man grammatiktrainer zusammen schreibt ist ja nicht ganz so wild.
Heavy_Rain
20/02/08 @ 15:00
#7
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kleinschreibung nehmen hier nicht allzu viele ernst.

Ach?^^
Lea staff
20/02/08 @ 15:05
#8
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du bist noch neu,

Nö, der ist schon "alt" :p Zumindest älter als Jimpanse, wenn ich das an den IDs einmal so festmachen darf :p
inthehouse
20/02/08 @ 15:06
#9
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@ejoty

schön für dich, Klugscheisser, warum korriegierst du meinen Satz dan nicht ???
Warscheinlich keine Eier der kleine...
Syrok moderator
20/02/08 @ 15:41
#10
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Uh, uh, darf ich?

[code]Schön für dich, Klugscheisser. (oder Ausrufzeichen. Sieht besser aus) Warum korriegierst du meinen Satz dann nicht???
Wahrscheinlich keine Eier, der Kleine...[/code]

Hmm, war es das?

Pah, die code-tags funktionieren nicht in den Kommentaren.
Edited 2 times, most recently on 20/02/08 @ 15:42
mikrowelle
20/02/08 @ 15:46
#11
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wir wissen doch alle, was der gute inthehouse meint, auch wenn er manchmal etwas "unbeholfen" schreibt, he he he.
;-)
ejoty
20/02/08 @ 17:07
#12
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@inthehouse
Bitte nenne mich doch Klugscheißer, wenn du so eine Bezeichnung unbedingt verwenden willst. Außerdem sind meine Eier sehr wohl vorhanden und so groß, dass man das schon Bodenhaltung nennen könnte.
BathiBoi
21/02/08 @ 08:05
#13
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aaah, so *ein am knie kratzer wenn es juckt* ich verstehe ;)
und Syrok scheißt auch mal wieder besonders schlau ;p
melchiorchris
25/02/08 @ 13:51
#14
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Man hätte die Sache schon ein bißchen besser programmieren können:Anstatt "nur" Zahlen und steriles Rechnen hätte man wie beim Gehirnjogging Dinge z.B. Münzen nehmen können , die man zusammenzählen muß und dergleichen mehr, so aber ist es "nur" Zahlenrechnerei!

Kommentare: 1-14 von 14

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