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Vernichtung von "Killerspielen" in Stuttgart Artikel

Artikel von Harald Fränkel

18 Oktober, 2009

Seite 1 von 3. Seite 2 ->

Wie manche Massenmedien über Computer- und Videospiele informieren und welche Auswirkungen das haben kann, wurde gestern in Stuttgart zum Thema: Im Rahmen der Veranstaltung „Familien gegen Killerspiele“, organisiert vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden (AAW), war es einmal mehr zu Ungenauigkeiten bei der Berichterstattung gekommen – was laut Kritikern die Vorurteile in der Bevölkerung schürt. Augenzeugen empfanden die Arbeitsweise diverser Fernsehsender und einer Zeitung vor Ort sogar als manipulativ. Der Tag zeigte darüber hinaus, wie verhärtet die Fronten zwischen Befürwortern des Spieleverbots und den Spielern sind.

Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, sprach Eurogamer.de vor Ort mit Verantwortlichen des Aktionsbündnisses und Beteiligten der Gegenaktion, die vom Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) zusammen mit der Piratenpartei kurzfristig auf die Beine gestellt worden war. Wie berichtet, ging es dem AAW darum, in einem Container „Killerspiele“ zu sammeln und zu entsorgen.

'Vernichtung von "Killerspielen" in Stuttgart' Screenshot 1

Den Container hatte das Aktionsbündnis von einer Künstlerin gestalten lassen.

Ein junger Mann berichtete uns, dass das „Wegwerfen der Computerspiele mit zwei Kindern fürs Fernsehen inszeniert worden“ sei. Man habe den Vorgang für mehrere Kamerateams wiederholt, so Sebastian Staudenmaier. „Die Spiele wurden immer wieder aus dem Container geholt.“ Ferner hätten ihn Mitarbeiter einer bundesweit erscheinenden Zeitung gefragt, ob er sich für ein Foto zur Verfügung stelle. Da waren die Journalisten allerdings an der falschen Adresse: Staudenmaier ist Mitglied der Piratenpartei, die sich gegen ein Spieleverbot einsetzt. Ein „Beweis“-Video von den Filmaufnahmen stellte der Jungpolitiker bei Youtube ein.

Problem war wohl, dass nur sehr wenige Spiele den Weg in den Container gefunden hatten, obwohl das Bündnis im Rahmen der Aktion vor der Stuttgarter Staatsoper unter anderem ein signiertes Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft verloste. Die Badische Zeitung und viele weitere Medien berichteten in der Folge von „etwa zwei Dutzend Computerspielen“ wie dem „umstrittenen Counter-Strike“, die bis zum frühen Nachmittag eingeworfen worden sein sollen.

Wir zählten bis zum frühen Nachmittag, genauer gesagt bis 16 Uhr, drei Titel. Außerdem lagen in dem riesigen Auffangbehälter zwei undefinierbare braune Pappschachteln, deren Inhalt nicht ersichtlich war. Bei den Spielen handelte es sich um GTA: San Andreas (freigegeben ab 16 Jahren), das Prügelspiel Def Jam: Fight for NY und das relativ unbekannte OpenArena, den Klon eines indizierten Ego-Shooters der Firma id Software. „OpenArena haben wir mitgebracht, damit sich die Verantwortlichen vom AAW mal ein sogenanntes Killerspiel ansehen und so informieren können“, sagte Sebastian Staudenmeier von den Piraten. Irgendwie sei das Spiel dann im Container gelandet.

'Vernichtung von "Killerspielen" in Stuttgart' Screenshot 6

Hardy Schober, Gründer des Aktionsbündnisses, verlor beim Amoklauf in Winnenden seine Tochter.

Bereits am Mittag hatte der Radiosender SWR Baden-Württemberg berichtet, dass der Spieler-Verband VDVC während seiner Gegenaktion in der nahegelegenen – deutlich frequentierteren –Fußgängerzone ein Schild mit der Aufschrift „Stoppt den Trauer-Terror!“ zur Schau gestellt habe. Bei den Stuttgarter Nachrichten ist nachzulesen, dass das Plakat des „Aktivisten“ nach Beschwerden von Passanten „schnell verstaut“ worden sei. Patrik Schönfeldt, stellvertretender Vorsitzender des Verbands, schilderte die Sache gegenüber Eurogamer anders: Der junge Mann habe nicht zur VDVC-Abordnung gehört, sondern sei ein vorbeikommender Spieler gewesen. „Ich führte gerade ein Interview, war abgelenkt. Dann aber sorgten wir sofort dafür, dass das Schild verschwindet.“

Die Mitglieder des Verbands wollten natürlich keinesfalls die Gefühle von Betroffenen verletzen. Ihnen ging es darum, Stuttgarter Passanten über die Sicht der Spieler zu informieren. Unter anderem, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen Actiontiteln und Amoktaten gebe. Außerdem wollten die Jungs und Mädels um ihren stellvertretenden Vorsitzenden ebenfalls Spiele sammeln. Um diese Jugendeinrichtungen zu spenden – selbstverständlich nicht, ohne auf die Alterseinstufung zu achten. Auch Gespräche mit dem Aktionsbündnis standen auf dem Programm. Spiele als „anerkanntes Kulturgut zu vernichten, empfindet Patrik Schönfeldt „fast als Beleidigung für Gamer.“

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Kommentare: 1-46 von 46 gesamt

Autor
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Goldfinger72
18/10/09 @ 11:39
#1
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“ Wenn man solche Aktionen startet, müsse man sich außerdem wenigstens vorher über Spiele informieren, sonst habe das aus seiner Sicht einen gewissen Stigmatisierungshintergrund. „Man sollte nicht alle Spieler diskriminieren, nur weil es darunter ein paar schwarze Schafe gibt.“

Besser kann man es nicht ausdrücken.

Es gibt auch Menschen, die ab und an mit ihrem Auto Amok laufen und in Passanten rasen. Nur deswegen verurteile ich auch nicht gleich alle Fahrer derselben Automarke.
amigaones
18/10/09 @ 11:46
#2
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Lachhaft. Wenn es nicht so traurig wäre...
hulksta
18/10/09 @ 11:48
#3
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Danke für den tollen Bericht.
Habe mir schon gedacht das nicht viele Spiele im Container landen würden. Das ein Fernsehteam auch noch eine "Entsorgung" inszeniert hat war schon traurig.
Vermutlich haben sie die Spiele im nahe gelegenen Saturn gekauft und das tolle Trikot delbst abgestaubt.

Anscheinend positiv war wohl der Kontakt beider Seiten, vielleicht konnten ja einige Vorurteile entkräftet werden.
Koroshiya
18/10/09 @ 11:52
#4
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"Wir zählten bis zum frühen Nachmittag, genauer gesagt bis 16 Uhr, drei Titel."

Hat sich ja richtig gelohnt die Aktion. ;)
Kadaj
18/10/09 @ 12:39
#5
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Hui, eine Gewinnchance von 1 zu 3. Hött ich das vorher gewusst, hätt ich irgendeinen Müll reingeschmissen, die wissen eh nicht, was Killerspiel ist und was nicht. Weiß ja nicht mal ich. Das Trikot dann ordentlich bei Ebay verscherbelt und von dem Erlös gleich 10 Killerspiele gekauft. :)
Ahmet
18/10/09 @ 12:48
#6
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sehr guter artikel!
weigandwood
18/10/09 @ 14:21
#7
-1
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sehr guter bericht harald.. natürlich ist es doof das der mann seine tochter verloren hat.. aber das man deswegen gleich alle computerspiele verteufelt? soweit ich weiß haben die doch nach wie vor nichts gefunden an "killerspiele"... das dies von den medien natürlich richtig ausge"schlachtet" wird war mir irgendwie klar.. aber echt gute ausbeute mit 3 spielen :D
Kain201
18/10/09 @ 14:32
#8
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Guter Artikel Harald!

@weigandwood:
Dieser Schober hat es gar nicht nötig sich mit so unwichtigen Details auseinanderzusetzen. Er hat andere Pläne.

Hier ein Bericht vom 12. Juni 2009: http://backyard-safari.blogspot.com/2009...

Wie es momentan aussieht kommt er damit wohl nicht durch: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/st...
Edited 2 times, most recently on 18/10/09 @ 15:42
Bongstar
18/10/09 @ 14:40
#9
0
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erster link: tot
zweiter link: geld sammeln zum bau einer musterschule mit höchstem maße an sicherheit:
so mit metall und nacktscanner am eingang?
Kain201
18/10/09 @ 14:43
#10
0
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So jetzt gehts wieder, manchmal wirft Eurogamer noch einen Zeilenumbruch rein wo keiner hingehört.

@Bongstar:

Vielleicht pflanzen sie den Kindern auch Chips unter die Haut für eine 24 Stunden live Onlineüberwachung.
Edited 3 times, most recently on 18/10/09 @ 15:49
easy
18/10/09 @ 15:36
#11
0
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Er gibt zu, sich selbst noch nicht mit Actiontiteln befasst zu haben. „Ich mag‘s nicht. Mich schüttelt‘s und ekelt‘s.“ Welche Vorurteile manche Medien auslösen, zeigt eine weitere Aussage von ihm: Er erzählt, was er für Schauergeschichten gehört hat. „Von Spielen mit einer Kettensäge, mit der du einen zersägen musst. Ob’s diese Spiele in Deutschland gibt, weiß ich nicht, aber allein der Gedanke ist pervers.“

Als wir ihm erläutern, dass Eltern ihren Kindern Spiele ab 18 zugänglich machen dürfen, wenn sie dies wollen, ist er schockiert: „Ich als Erwachsener darf das Gesetz aushebeln und einem Zwölfjährigen erlauben, ein Erwachsenen-Spiel zu spielen?“ Er hört aber interessiert zu, als wir ihm die Unterschiede zwischen einem USK-18-, einem indizierten und einem beschlagnahmten Titel aufzeigen. Vielleicht wäre er ein guter Ansprechpartner für künftige Gespräche...


Kein guter Ansprechpartner, wenn er ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung von der Materie hat. Oh mein Gott.
noxe101
18/10/09 @ 15:54
#12
0
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Vielen Dank für den tollen Artikel!
Frotzelfränkel [staff]
18/10/09 @ 15:54
#13
+2
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@ easy Meiner Meinung nach eben schon. Weil er echt interessiert zuhört. Argumente gelten lässt. Und nach einem konstruktiven Gespräch eventuell mal einem anderen sagt: Hey, gar nicht mal so blöd, was die sagen. Es geht nicht drum, ihn zu bekehren. Es geht um kleine Schritte. Alles andere wäre vermessen, finde ich. Er muss ja nicht mögen, was wir spielen. Erst muss man mal ins Gespräch kommen.
BathiBoi
18/10/09 @ 16:01
#14
+2
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hrhrhr, dacht mir schon dass das in die hose geht. ZURECHT!!!
irgendwann is auch mal wieder gut...
DerHaase
18/10/09 @ 17:35
#15
0
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"Den Container hatte das Aktionsbündnis von einer Künstlerin gestalten lassen."

Die "Künstlerin" hats ja echt drauf :D

Im Kunstunterricht der ersten Klasse einer Blindenschule seh ich ja schon besseres....


Naja ansonsten schließ ich mich amigaones an "lachhaft, wenn es nicht so traurig wäre"
Phoney
18/10/09 @ 17:40
#16
+1
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Sehr geehrter Herr Schober,

hiermit will ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid zu Ihrem Verlust aussprechen! (Das soll weder zynisch, noch ironisch interpretiert werden.)

Ich habe von der gestrigen Aktion in Stuttgart im Internet (eurogamer.de) gelesen und war sehr irritiert. Spiele (von denen Sie nichts wissen), in denen Gewalt dargestellt bzw. VIRTUELL ausgeübt wird, sollen als Sündebock für dieses schreckliche Blutbad herhalten?!?

Ich respektiere ihre Meinung, dass übertriebene Gewalt innerhalb von Spielen, Fernsehen etc. widerwärtig ist. Jedoch sollte weiterhin jeder mündige Bürger selbst entscheiden dürfen, ob er diese auch konsumiert. Zensur sollte überhaupt nicht zur Debatte stehen, denn dann würde der Zugang zu diesen Medien zwar erschwert, aber in Zeiten der digitalen Medien nicht verhindert.

Ihre Gesprächsbereitschaft freut mich persönlich sehr, die mangelnde Bereitschaft sich mit diesen s.g. Killerspielen auseinanderzusetzen jedoch eher weniger.

„America's army“ oder das Spiel, das angeblich eigens dafür entwickelt wurde, US-amerikanische Soldaten auf das Töten vorzubereiten und sie gegen die psychischen Folgeerscheinungen abzustumpfen, dient vielmehr dazu taktisches Verständnis und Vorgehen der Soldaten zu verbessern, sowie Führungskräfte ausfindig zu machen und weiterzubilden (zumindest in der nicht kommerziellen Nutzung als Videospiel). Unter folgendem Link: http://info.americasarmy.com finden Sie unter der Kategorie „projects“ hinlänglich Informationen.

Das Ziel Ihres Bündnisses, striktere Gesetze bzgl. des generellen Waffenbesitzes (besonders bzgl. sicherer Verwahrung) durchzusetzen kann ich nur befürworten, einen strikteren Jugendschutz (ob durch Testkäufe und/oder bessere Aufklärung + Sensibilisierung der Erziehungsberechtigen etc.) ebenfalls. Zensur jedoch keinesfalls in dieser absolut sinnfreien Form!!!

Fast wäre diese Mail in Herrn Schobers Mailbox gelandet. Ich habe es dann doch gelassen, weil es sich nach erneutem Lesen als sehr "klugscheisserisch" anhörte.
Edited 3 times, most recently on 19/10/09 @ 03:48
ThomasS04
18/10/09 @ 18:29
#17
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Ich verstehe nicht das man das Problem Amoklauf auf Spiele abwälzt. Für mich ein absoluter Witz.
Es gibt Bücherdie grausamer sind als alle "Killerspiele" zusammen und die liegen im Buchladen und können von sechsjährigen gekauft werden.
Und wer sich WIRKLICH von einem SPIEL zu so einer Tat verleiten lässt der ist nicht ganz bei Trost und braucht dringent Hilfe.
Die Politiker sollten sich lieber um unsere Kinder sorgen und ihre Zukunft und nicht welches SPIEL veboten wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die können soviele Spiele verbieten wie sie wollen. Ein Zehnjähriger der mit einem PC umgehen kann bekommt alles was er will aus dem Internet.
Sowas wie einen Amoklauf wird es immer geben und es werden mit Sicherheit mehr. Ich bin mir auch sicher das ein SPIEL, egal welches, nichts damit zutun hat.
EIN ARMUTSZEUGNIGS UNSERER POLITIKER!
Echt zum Heulen! :-(
Edited 2 times, most recently on 18/10/09 @ 19:40
robert_zetzsche
18/10/09 @ 18:49
#18
+1
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Krass, 28 Ausrufezeichen.
BathiBoi
18/10/09 @ 20:21
#19
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und jetzt?
Kain201
18/10/09 @ 20:34
#20
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@Phoney:

Diskussionen kannst du dir mit Schober sparen, es haben schon andere Leute versucht mit ihm über Email Kontakt aufzunehmen. Mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, bei dem er oder andere Personen des Aktionskreises auf irgendwas geantwortet hätten.

Und dass dieser Mensch jetzt in die Kameras der Reporter was von Dialog faselt war klar, am Ende wird man sehen dass es nur wieder heiße Luft war.
TattooZett
18/10/09 @ 21:07
#21
+2
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Halte ich mal fest: der Mann hat seine Tochter verloren. Jeder der Kinder hat, kann glaub ich nachvollziehen, wie schlimm es sein muss, wenn man eines seiner Kinder verliert. Sei es durch so eine unnütze und sinnlose Sache wie diesen schrecklichen Amoklauf von Tim K. oder durch einen Unfall oder sonst wie. Aber sich dann so in eine unsinnige Sache zu verrennen, wie der Herr Schober es macht, lässt mich mit dem Kopf schütteln. Es bringt jetzt auch nichts, wenn ich schreibe, das ich seit Amiga500 Zeiten Kriegs-, Action-, Ballerspiele daddel, da dies relativ subjektiv ist, aber Fakt ist für mich: kein Computerspielverbot wird so etwas verhindern und ebenso kein Waffenverbot. Ja, ich hab nichts gegen Sportschützen, auch nicht gegen Leute, die Großkaliber schießen. Solange die Sache professionell angegangen wird und die Waffen und die Munition so verwahrt werden, das kein Unberechtigter ran kommt. Ich für meine Teil würde nicht mal meiner Frau die Kombination vom Safe geben, wenn ich Waffen im Haus habe, weil es einfach sooooooooooo viel Verantwortung mit sich bringt, das man damit nicht leichtfertig umgehen darf. Und jeder der jetzt sagt, man muss kein Großkaliber schießen, um Sportschütze zu sein...man muss auch keinen Achtzylinder fahren um Autofahrer zu sein, ein 4-Zylinder reicht auch, aber mit Achtzylinder machts mehr Spass...Vergleich gelungen glaub ich. Abschließend ist meine Meinung, der Staat incl. seiner Medien sollte langsam aufhören, die Menschen derart zu manipulieren (gefaktes Spielentsorgen), das Mobbing in der Schule etc. sollte endlich zum Thema in aller Munde werden, alle Menschen die bislang durch Amokläufe gestorben sind, sollten nicht dadurch verunglimpft werden, das ein paar Fanatiker sich in fixen Ideen wie dem Spieleverteufeln verrennen...seht endlich die wahren Ursachen...lasst die Menschen nicht umsonst gestorben sein...PS: wenn mir noch was zum Thema einfällt, dann editier ich noch...PS: Harald...guter Artikel, hätt ich Zeit gehabt, wär ich noch hergekommen, aber leider zu wenig Zeit und zuviel Kilometer Entfernung...W7 Party wird größer als geplant, melden sich immer mehr Leute an... ;-) Edit: was mich persönlich etwas stört ist die Aussage, das Spieler solcher Spiele eine sehr niedrig gehaltenen Intellekt haben...dieser Herrausvorderung würd ich mich gerne stellen wie sicherlich einige andere hier auch...allein mein Gespräch mit dem Autor dieses Artikels auf der Gamescom in Köln hat mich feststellen lassen, das ich es mit einem sehr tiefsinnigen Menschen zu tun habe, der nicht einfach leichtfertig etwas daher sagt...von daher könnte man fast etwas beleidigt sein, ob der Aussage. Andererseits glaub ich, das der Herr Schober einfach seine Trauer noch nicht bewältigt hat und verzweifelt einen Schuldigen sucht, was ich gut verstehen kann...ein verständnisvolles Gespräch mit vernünftigen Argumenten und entsprechenden "Denk"pausen (evtl. auch Pausen um aufkommende Trauer nicht offen zeigen zu müssen) wird ihn sicherlich dazu bringen können, über diese ganze Geschichte noch mal nachzudenken...wir dürfen bei all unserem Ärger nicht vergessen: Der Mann hat eines seiner Kinder verloren...das kann taub und blind machen...
Edited 1 times, most recently on 18/10/09 @ 22:18
MrAnDeRsOnV6
18/10/09 @ 21:13
#22
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Zwei Ostfriesen unterhalten sich. "Pass auf", sagt der eine, "ich habe hier Geld in der Hand, wenn du errätst wie viel, gehören die zwei Euro dir!"

"Ach", sagt der andere, "wozu soll ich mir wegen lumpiger zwei Euro den Kopf zerbrechen!"
MasCaline
18/10/09 @ 21:26
#23
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Echt ein sehr gelungener Artikel, danke dafür :-)

Für eine Meinung bin ich grad zu unmotiviert :-P
Phoney
19/10/09 @ 02:46
#24
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@ Kain201:
Mitunter war das auch ein Grund, die eMail nicht zu verschicken.
Hermes
19/10/09 @ 05:27
#25
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Da hätte man sich daneben setzen sollen und COD zocken;)
Phoney
19/10/09 @ 07:01
#26
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@ Hermes:

Wenn schon "Killerspiele" zocken, dann aber ordentlich mit MadWorld!
(Auf der anderen Seite hätten wir - die Spieler - dann aber auch nur durch Provokation auf uns aufmerksam gemacht und die Massenmedien in ihrer Versuch der weiteren Verhärtung der Fronten unterstützt)
MrAnDeRsOnV6
19/10/09 @ 08:19
#27
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Ich werde nachher nen Aktion starten, wo wie auf dem Marktplatz die Kommpletten Alkoholvorräte vernichten werden. Damit nie wieder einer die Möglichkeit hat Alkoholiker zu werden.

Wie wir diese Vorrät vernichten werde ich aber nicht veraten.
Fatum
19/10/09 @ 08:25
#28
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Sehr guter Artikel.

Und jetzt ned Runde CoD.
Fatum
19/10/09 @ 08:27
#29
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@TattooZett

Die Enter Taste kann dein Freund ein, versuch es mal.
Edited 1 times, most recently on 19/10/09 @ 09:27
inthehouse
19/10/09 @ 08:46
#30
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Der Täter habe „dadurch die Fähigkeit erlernt, professionell mit einer Waffe umzugehen.“

Wennn das wircklich so wäre htte er nicht so stümperhaft Gefragt oder und LAG is ja nicht im real life, diese aussage ist so was von falsch. Den Umgang mit Waffen lernen solche Spasten in Schüzenvereinen und nicht beim spielen.
S-Markt
19/10/09 @ 09:00
#31
+1
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„Man sollte nicht alle Spieler diskriminieren, nur weil es darunter ein paar schwarze Schafe gibt.“

Wenn ich sowas schon lese! Es gibt nicht ein paar schwarze schafe unter den spielern. es gibt ein paar schwarze schafe unter den schülern, aber diese sind auch als normale schafe zur welt gekommen und wurden von den anderen schafen so lange mit dreck beworfen, daß sie am ende gar nicht anders konnten, als schwarz zu werden. sie sind aber nicht durch das spielen schwarz geworden. deshalb sind sie nicht die schwarzen schafe unter den spielern!
MrAnDeRsOnV6
19/10/09 @ 09:28
#32
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Dein Kommentar ist echt mal Schaf.
inthehouse
19/10/09 @ 10:38
#33
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@S-Markt

korrekt auf den punkt gebracht ...
Cephalgy
19/10/09 @ 11:16
#34
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Immer und immer wieder wird von der virtuellen "Ausbildung" zum Töten gesprochen. Und will damit sogar uns Erwachsenen das Speilen verbieten. Dass es aber eine sehr grosse Vereinigung gibt, die die Leute an der Waffe ausbildet mit dem Ziel jemanden zu Töten, wird ignoriert. Nennt sich Armee und ist in jedem Land der Erde zu finden.
Tja, ist eben was anderes...
Edited 1 times, most recently on 19/10/09 @ 12:17
Hermes
19/10/09 @ 12:13
#35
0
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Stimmt, und wozu brauch Alqaida Terrorchamps wenn sie sich nur an PC zu setzen brauchen?
Und die haben ne Ahnung von dem was sie da machen;)
Edited 1 times, most recently on 19/10/09 @ 13:14
--shady--
19/10/09 @ 15:24
#36
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also kann man sagen die aktion war ein totaler flop..sehr schön:-D..
Syrok [mod]
19/10/09 @ 15:31
#37
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"Nennt sich Armee und ist in jedem Land der Erde zu finden. "

Sinnloses Wissen des Tages: Costa Rica hat seit 1950 oder so keine Armee. :)
easy
19/10/09 @ 17:16
#38
0
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@Fränkel

Es ist wirklich sehr gut, dass der Herr zuhört und mit sich reden lässt. Das erwartet man ja eher nicht. Ich muss aber sehr erschrecken, denn dein Report liest sich so, als hätten einiger der Vertreter der Killerspiel-Verweigerer überhaupt keine Ahnung von der Materie. Nicht von den Spielen, nicht von den Gesetzen und so weiter.
Und das liegt mir erstens schwer im Magen und zweitens kann ich doch niemanden ernst nehmen, der neben seinem blinden Eifer überhaupt keine Grundlage zur Diskussion vorzuweisen hat.
Frotzelfränkel [staff]
19/10/09 @ 17:47
#39
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@easy: Ja, das Wissen ist dünn, aber hab nur mit zwei Leuten vom AAW gesprochen. Außerdem ist es ja schon mal ein Schritt, sich im Rahmen einer solchen Aktion zu unterhalten. Vielleicht gibts ja wirkliche einen Dialog, Spieler-Verein und Piraten würden in pflegen, denk ich.
Kain201
19/10/09 @ 18:22
#40
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Ich glaube nicht an eine Dialogbereitschaft. Zumindest nicht solange Schober dabei ist.

Man muss sich nur mal die Berichte der letzten Tage anschauen. Da gab es eine Diskussionsrunde die vom AAW organisiert wurde. Wer wurde eingeladen? Die Schützenvereine, Kirchenvertreter und die Verschwörungstheoretiker vom Kölner Aufruf. Keine Vertreter der Paintballspieler oder der Gamer.

Schober hat irgendwann während der Vorbereitung auf diese Aktion in Stuttgart gesagt dass der Intellekt der Spieler nicht sehr hoch sei weil man ja nur gegen Killerspiele vorgehen wollte, als er auf die Mahnwache des VDVC angesprochen wurde. Das schafft auch keine Diskussionsgrundlage. Ganz besonders nicht, weil der unsägliche Begriff "Killerspiel" gar nicht definiert ist.

Fragt mal 3 Leute was ein Killerspiel ist, und du bekommst 3 verschiedene Antworten.

Und dann natürlich die fehlerhafte Verschwörungstheorie mit den Killerspielen die angeblich vom US-Militär entwickelt wurden, und die man 1:1 vom Kölner Aufruf übernommen hat. Ich vermute mal, dass der Kölner Aufruf Geld geboten hat, wenn man auf der Stuttgartaktion finster in die Kameras schaut und ihre Phrasen wiederholt.
BathiBoi
20/10/09 @ 06:12
#41
+1
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also das "unwissen" oder die absichtliche desinformation der offiziellen über dieses thema ist wirklich beängstigend und besorgniseregend.
Phoney
20/10/09 @ 09:53
#42
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Das ist v.a. besorgniseregend, wenn man bedenkt, welches Gehör dieser Verein im Bundestag bekommt!!! (siehe links von Kain201)
Und die lieben Politiker können selbst zum Großteil nur auf Halbwissen zurückgreifen und beschließen auf dieser Grundlage womöglich irgendwelche Gesetzsänderungen...
S-Markt
20/10/09 @ 15:37
#43
+3
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zitat: Der Täter habe „dadurch die Fähigkeit erlernt, professionell mit einer Waffe umzugehen.“ Auf Nachfrage, wie das möglich sei, wo doch Ego-Shooter mit der Maus gesteuert werden und es zum Beispiel keinen Rückstoß gebe, schränkt er ein: „Nein, das Zielen kann man nicht lernen, da haben Sie Recht. Aber die Vorgehensweise.“

wieviel taktisches wissen braucht man bitte, um in einer schule amok zu laufen? in der turnhalle muß ich den mienenscanner einschalten und die aula durchquere ich mit bunnyhopping wegen der scharfschützen. und den hausmeister schalte ich am besten mit dem granatwerfer aus, der verschanzt sich mit seiner bohnermaschine immer im werkraum.

was für ein blödsinn. schüler verbringen jahre in einer schule, die brauchen keine shooter, um sich da zurecht zu finden.
Bongstar
20/10/09 @ 17:47
#44
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ich hab ja mittlerweile angst das zu sagen: aber amokläufer haben mittlerweile generell mein beileid. zu den den ganzen schwarzen schafen und damit auch die begründung fürs beileid: es sind doch fast alles schwarze schafe die einige ander vielleicht noch weiße schafe so mit dreck beschmeißen, das diese zu den schwärzten werden. wer in seinem leben so viel hass und gemeinheiten erfährt und so wenig positive soziale kontakte hat hat mein mitleid, auch wenn sich diese last in einer so schrecklichen tat wie einem amoklauf mit vielen toten entläd.
Zerodyne
23/10/09 @ 09:35
#45
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Ja, da stimm ich zu.
Es sind halt auch nur Opfer. Im Grunde ein Kreislauf von Täter und Opfer wenn der Amoklaufende sich "rächt".
DaDaMnPhReAk
27/10/09 @ 15:16
#46
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Aha...ich bin also ein prizipieller Amokläufer weil ich mal ein "Killerspiel" Spiele!? Interssante Ansichtssache....mal wieder ein Medienspektakel der Extraklasse. Ich verstehe den zusammenhang nicht so ganz..
Ich denke mal jeder Gamer hat min. ein "KILLERSPIEL". Diese Spiele gibt es sagen wir mal seit 15 jahren...
Jetzt meine frage: Sind seitdem die Amokläufe egal welcher art ob an schulen oder sonst wo MEHR geworden??? Spielen radikale Islamisten denn nur "Killerspiele"?? Ich glaube es gibt ja sonst nirgends mehr Amokläufe als dort...!?
Amokläufe gabs schon immer und wirds immer geben...genauso wie Krieg! Killerspiele hin oder her, das liegt in unserer Psyche Stress oder sonst was, auf jeden fall haben diese "Killerspiele" meiner meinung nach nichts damit zu tun....
Wenn man Fiktion und Wirklichkeit nicht trennen kann...liegt ein anderes Problem vor und nicht die besagten Spiele

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