Inhalt

Seite zurück 1 2 3 vor

Werbung

The Legend of Zelda: Spirit Tracks Test

DS Test von Thomas Nickel

9 Dezember, 2009

Seite 1 von 3. Seite 2 ->

Da stand er auf einmal. Nur wenige Pixel groß, seine Lebensenergie in drei Herzen abgebildet, nicht mal ein Schwert in der Hand, völlig schutzlos der feindlich gesinnten Fauna und Flora ausgeliefert. Das Jahr war 1986 und der Name des Helden war Link, das wusste man aus der Anleitung. Seine Aufgabe war es, eine Prinzessin namens Zelda vor einem angeblichen Prinzen der Dunkelheit namens Gannon (ja, damals schrieb sich der alte Fiesling noch mit zwei „n“) zu retten. Soviel war dem auf krudes Englisch übersetzten Vorspann-Text zu entnehmen. Und dann standen die meisten Spieler erst einmal da wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg.

Bei Kollege Mario war klar, was Sache ist. Es galt, die 32 Levels von Super Mario Bros. der Reihe nach zu meistern, um das Spiel zu beenden. Aber bei The Legend of Zelda? Bereits der erste Bildschirm bot drei Ausgänge und eine Höhle! Wo soll man denn da nur anfangen? Doch die Spieler nahmen die Herausforderung an und begannen, Links Welt Hyrule akribisch zu durchforsten, eine detaillierte Karte anzufertigen und langsam, aber sicher fanden sie sich besser und besser im verwinkelten Zelda-Universum zurecht. Sie lernten, die Freiheit, die ihnen die Designer des protzig-goldenen Moduls zugestanden, zu schätzen und fanden alle mit der Zeit ihren eigenen Weg zum großen Finale gegen Gannon.

Ein cleverer Spieler konnte noch vor dem Betreten des ersten Labyrinths sein Schwert und seine Rüstung verbessern und zwei zusätzliche Herzcontainer finden. Eine solche Freiheit hatte man auf Konsole bis dato noch nicht erlebt und schnell war eben diese Freiheit, eine große Welt voller Geheimnisse zu erforschen, ohne dabei permanent an der Hand gehalten zu werden, das Markenzeichen der Zelda-Reihe.

Ein Markenzeichen, das Nintendo über die Jahre mehr und mehr beschnitt, um den Spieler letztendlich beim ansonsten eigentlich exzellenten Twilight Princess fast an die Hand zu nehmen. Tatsächlich wurde Link erst nach guten fünf Stunden Einführung und Tutorials auf einen kleinen, abgesperrten Teil der eigentlich Welt losgelassen. Jede Extrawaffe und jedes neue Gameplay-Element wurde langwierig erklärt, anstatt dem Spieler einfach zu sagen, „Probiers aus, hab Spaß“. Und dadurch fühlte sich das Mammut-Abenteuer letzten Endes trotz aller ohne jeden Zweifel vorhandenen Qualitäten doch etwas behäbig an.

Um es vorweg zu nehmen: Auch das neue The Legend of Zelda: Spirit Tracks ist nicht die glorreiche Rückkehr zur alten Freiheit ohne Handreichungen und spielerischer Stützräder, es ist aber ein vorsichtiger und doch gelungener Schritt zurück zu etwas mehr spielerischer Freiheit im Vergleich zu den letzten direkten Vorgängern. Eigentlich ironisch, dass ausgerechnet die Zelda-Episode mit dem bislang restriktivsten Reisesystem diesen leichten Vorstoß in Richtung spielerischer Freiheit wagt. Ja, auch in Spirit Tracks dauert es eine Weile, bis Link erstmals ein Schwert in Händen hält und auch in Spirit Tracks ist die Progression von Dungeon zu Dungeon, von Ereignis zu Ereignis äußerst linear.

Aber dann sind da immer wieder die Momente, in denen Nintendos alte Gameplay-Philosophie aufblitzt: Im Verlauf des Spiels findet ihr so manchen Nebeneffekt klassischer Ausrüstungsteile eher nebenbei heraus, ohne dass euch das Spiel die exakte Verwendung explizit erklärt. Beispielsweise, dass der allseits bekannte Bumerang nun auch durch Eis- und Feuerfackeln geworfen werden kann, um Oberflächen zu vereisen beziehungsweise gefrorene zu schmelzen. Und auf einmal kommt da wieder echte Entdeckerfreude auf, die sich meist direkt in einem kräftigen Motivationsschub niederschlägt. Überhaupt wird Entdeckern hier einiges geboten, ist Spirit Tracks in Sachen Umfang sehr, sehr üppig ausgestattet.

Werbung
Kommentare

Wenn Du diesen Artikel kommentieren möchtest, musst Du registriert bzw. eingeloggt sein.

Kommentare: 1-13 von 13

Autor
Kommentar Niedrig bewertete Kommentare ausgeblendet. Log Dich ein, um sie zu sehen.
hulksta
09/12/09 @ 10:20
#1
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
Das wird ne coole Sache, jetzt brauch ich nur noch jemand der es mir untern Weihnachtsbaum legt und wenn ich es selber bin.
gigsen
09/12/09 @ 10:45
#2
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
der vorgänger hat mir extrem den spaß verdorben mit dem scheiß tempel.. glaub das einzige zelda das ich nich durch gezockt hab.. :p
ThomasNickel staff
09/12/09 @ 10:55
#3
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
Dann dürfte Spirit Tracks ja genau das richtige für dich sein.
gigsen
09/12/09 @ 10:58
#4
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
so langsam glaub ich das auch.. ;)
Majesty
09/12/09 @ 11:50
#5
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
Klasse,da freu ich mich aufs Wochenende;) Hoffentlich kommts gleich am Freitag!!
Heartz_Fear
09/12/09 @ 15:51
#6
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
@ hulkasta:

ich leg dir was unter den Baum wenn du mir was drunter legst! :D

btt: iwie ist zelda das einzige game (oder eines der sehr wenigen) das immer das selbe macht und trotzdem top wertungen bekommt! xD
Majesty
09/12/09 @ 18:37
#7
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
@HeartzFear: och GTA,DMC,Cod(und viele andere Ego Shooter) machen auch dauernd dasselbe und kriegen auch gute Wertungen,ich kann damit leben;)
ThomasNickel staff
09/12/09 @ 19:09
#8
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
Ich wüßte jetzt nicht, inwiefern Zelda immer das selbe machen soll. Das Grundprinzip ist vielleicht in allen Episoden gleich: Held durchquert große Welt mit Dungeons und findet regelmäßig neue Tools mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten um Rätsel zu lösen - aber wie mein Vorredner schon gesagt hat kann man das auf so gut wie jedes Genre anwenden. Da sind die Unterschiede zwischen Phantom Hourglass und Spirit Tracks sicherlich weit gravierender als zwischen Modern Warfare 1 und 2.

(edit: beschissene Grammatik verbessert. Is spät, war ein langer Tach...)
Edited 1 times, most recently on 09/12/09 @ 19:41
Majesty
09/12/09 @ 19:18
#9
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
Eben! Das Grundgerüst mag seit über 20 Jahren gleich sein aber Nintendo macht jedesmal was draus!! Ideenlos war bisher kein Zelda (ausser die hingerotzten CDi Teile,brrr)!! Und bestimmte Dinge erwarte ich als Fan von nem Zelda einfach. Und warum sollte man auch ein prima funktionierendes Konzept mit Gewalt an die Wand fahren?;)
ThomasNickel staff
09/12/09 @ 19:41
#10
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
Och, ideenlos waren die CDi-Zeldas nicht. Es waren halt nur keine guten Ideen :)
gigsen
10/12/09 @ 10:59
#11
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
hol ich mir wohl erst nach den weihnachtstrubel.. hab noch so einige spiele baustellen.. ;)
TeruMikami
13/12/09 @ 15:05
#12
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
freut mich ;)
ich hab selbst heute angefangen zu spielen, bin aber noch nicht weit.
Bisher spielt es sich ähnlich wie Phantom Hourglass, aber freut mich zu hören, dass es letztendlich doch viel besser sein soll =D
malte333
16/12/09 @ 17:21
#13
0
Du hast diesen Kommentar begraben!
Kommentar unterhalb der Anzeige-Grenze
Anzeigen
ich bin total der zeldafan und das spiel ist hamme . es mach richtig spaß
leider komm ich nich weiter :( ( 3 mal turm der götter )



aber das spiel ist nur weiter zu empfehlen
Edited 1 times, most recently on 16/12/09 @ 17:22

Kommentare: 1-13 von 13

Wenn Du diesen Artikel kommentieren möchtest, musst Du registriert bzw. eingeloggt sein.

X Galerie ansehen