Valve "erlaubt alles" auf Steam

Sofern es nicht illegal oder Trollerei ist.

In letzter Zeit wurde fleißig darüber diskutiert, was Valve auf Steam erlaubt oder erlauben sollte und was nicht.

Nach einigem hin und her entschied sich das Unternehmen nun dafür, schlicht "alles zu erlauben", sofern es nicht illegal oder Trollerei ist.

Die kontroversen Diskussionen begannen im letzten Monat, als Valve Visual Novels mit Erwachsenenthematik entfernte. Danach wurde ein School-Shooter-Spiel namens Active Shooter auf Steam entdeckt und später entfernt.

"Wie es oft der Fall ist, führte diese Diskussion dazu, dass wir genauer unter die Lupe nahmen, was wir tun, warum wir es tun und wie wir es besser machen können", schreibt Valves Erik Johnson.

"Entscheidungen in diesem Bereich sind besonders herausfordernd und wir hatten wirklich damit zu kämpfen. Entgegen vieler Annahmen ist das kein automatisierter Prozess. Mitarbeiter von Valve sind involviert und mehrere Gruppen schauen sich die Inhalte jedes kontroversen Titels an, der an uns übermittelt wird", ergänzt er.

Die Probleme führten am Ende zu Verwirrungen bei den Kunden, Entwicklern und auch bei den Valve-Mitarbeitern. Letztlich kam man zu dem Schluss, dass immer irgendjemand nicht zufrieden damit sein wird, egal was das Studio entscheidet.

Daher kehrt man laut Johnson zu einem der Prinzipien zurück, die man beim Start von Steam im Hinterkopf hatte, nämlich dass Valve das nicht entscheiden sollte.

"Wenn ihr ein Spieler seid, sollten wir nicht für euch entscheiden, was ihr kaufen könnt oder nicht. Und wenn ihr ein Entwickler seid, sollten wir nicht bestimmen, welche Inhalte ihr erstellen dürft und welche nicht", sagt er.

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Daher erlaube man künftig "alles im Steam Store", sofern es nicht illegal oder schlicht Trollerei ist. Letzteres ist vermutlich eine Referenz zu den Kommentaren des Unternehmens über Active Shooter. Andererseits ist es bedenklich, wenn solch ein Spiel nur wegen Trollerei nicht auf Steam zu finden ist.

Gleichzeitig weist man darauf hin, dass die Spiele, die man im Store erlaubt, nicht zwingend die Werte von Valve widerspiegeln. Man glaube daran, dass jeder selbst bestimmen kann, was er spielt oder entwickelt.

Kurzfristig gibt es keine größeren Änderungen auf Steam, während das Unternehmen an Tools arbeitet, die den Spielern dabei helfen sollen, entsprechende Inhalte zu filtern.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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