Bei der Steam Deck Vorbestellung gestern Pech gehabt? Dann versucht es heute noch einmal!

Kein Wunder, dass es Probleme gab, sogar Tim Sweeney mag es.

Update 2: Nachdem ich nun unten im ersten Update frisch das Debakel von gestern zusammenschrieb, konnte ich eben das Steam Deck vorbestellen. Entweder gibt es jetzt mehr davon oder sie haben die ganzen Scalper von Ebay raussortiert und verteilen diese Vorbestellungen jetzt neu. Was auch immer, Steam nahm meine 4 Euro. Versucht euer Glück auch, wenn es gestern nicht klappte! Und nein, ich habe keinen besonderen "Redaktions-Account". Nicht dass Steam sich für sowas interessieren würde, die Zeiten sind bei denen schon lange vorbei... Wenn die Vorbestellungen dann doch irgendwann durch sind, scheint der nächste Termin für Bestellungen Q1 2022 zu sein, jedenfalls sagte das gestern die Anzeige als das Steam Deck zwischendurch ausverkauft war.

Also, hier noch mal selbst versuchen: Steam Deck vorbestellen.

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Got it!

Update: Gestern Abend startete der Vorverkauf des Steam Deck und es lief ungefähr so gut wie alle Vorkäufe begehrterer Dinge aktuell. Server brachen zusammen, selbst wer es schon im Warenkorb hatte, bekam dann doch nur ein "Ausverkauft" und danach kamen die seltsamen Probleme. Einige User berichteten, dass der Steam-Sever ihnen nahelegte, dass sie zu viele Käufe in zu kurzer Zeit probiert hatten und jetzt bitte mal warten sollen. Oder dass es ein Problem mit der Zahlung gab und man es in ein paar Minuten noch mal versuchen soll oder sich an den Support wenden. Genau was man lesen möchte, wenn man den Hottest S... ot the Day ergattern möchte. Es wurde seltsamer: Steam hatte die prinzipiell gute Idee nur Accounts zuzulassen, die vor Juli 21 irgendwann mal was gekauft haben, um frische Bot-Accounts und den einen oder andern Scalper auszuschließen. Das endete jedoch wohl mehr als nur gelegentlich damit, dass viele alte Accounts - mein eigener ist aus dem Jahr 2007 und den betraf das auch - irgendwie als zu jung erkannt wurden.

Die gute Nachricht ist, dass scheinbar Menschen schafften ein Steam Deck vorzubestellen und nun ungeduldig dem Jahresende entgegensehen können, um ihr neues Spielzeug zu bekommen. Am Ende waren scheinbar eh nicht genug für alle da und es ist klar, dass die Spekulationen über eine offene Vorbestellung sich leider nicht bewahrheitet hatten. Es wäre interessant zu sehen, wie lange es gedauert hätte, wenn die "Vorverkaufsgebühr" nicht 4, sondern 400 Euro gewesen wäre.

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Ich und viele andere bekamen gestern das hier zu sehen.

Das Highlight des Ganzen ist natürlich wie immer der Blick auf eBay: Bei etwa 800 $ geht es los, bis 1500 habe ich schon gesehen. Das sind die Preise, für die Scalper ihre Vorbestellungen anbieten. Und nicht zu wenige, wie es aussieht. Ebay zeigt mir 500 Treffer. Jap, es lief ungefähr so gut wie erwartet.

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Bloß nicht!

Und wann kann man nun wieder das Steam Deck bestellen? Gute Frage und Steams Antwort lautet Q1 2022. Geduld ist also gefragt und kein Wunder: Selbst Tim Sweeney findet das Steam Deck gut. Auch wenn er nicht gesagt hat, ob er eins vorbestellen möchte. Aber ja, jeder, selbst harte Konkurrenten, wollen das Steam Deck haben...

News 16.7.21: Steam und Hardware ist bisher eine kleinere Erfolgsgeschichte als es eigentlich sein sollte. Weder spezielle Steam-PCs noch ihre häuslichen Streaming-Lösungen konnten sich in der breiten Masse so richtig durchsetzen. Dabei hat Steam ja eigentlich alles, was sie brauchen: Das Betriebssystem liefert Microsoft und ein eigenes haben sie mit SteamOS auch und sie haben die Oberfläche, die im Gamepad-Modus eh schon mehr an eine Konsole erinnert als an einen Gaming-PC. Jetzt poppte vor ein paar Stunden der nächste Anlauf auf und scheint auf den ersten Blick mit einem sehr anderen Mitbewerber am Gaming-Markt zu konkurrieren, den man hier nicht erwartet hätte: Der Nintendo Switch.

Das neue Gerät, das sich Steam Deck (steamdeck.com/de) nennt, erinnert an eine Cyberpunk-Version des kleinen Handhelds aus Japan: Sie soll einen 7" LCD-Screen (1280 × 800 Pixel, 60 Hz) bekommen - die kommende neue Switch-Version setzt auf OLED -, hat links und rechts einen Stick, Power- und Lautstärketasten sitzen praktisch an den gleichen Stellen. Ihr habt links noch ein Steuerkreuz und rechts vier Face-Buttons. Oben sitzen auch Trigger und Schultertasten. Das Steam-Deck hat aber noch ein wenig mehr zu bieten: hinten habt ihr dann noch mal vier weitere Tasten weiter unten an den Griffen und vor allem gibt es links und rechts unter den Sticks zwei Touch-Flächen, die an Laptop-Trackpads erinnern und die Rolle der Maus übernehmen dürften. Dazu ist noch ein Gyroskop eingebaut, damit das Steam deckt merkt, wenn ihr wackelt.

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Wie eine Cyberpunk-Switch: Das Steam Deck.

Die CPU soll AMD liefern - Zen 2 4c/8t, 2,4 - 3,5 GHz (bis zu 448 GFlops FP32) - und auch die GPU kommt daher: 8 RDNA 2 CUs, 1,0 - 1,6 GHz (bis zu 1,6 TFlops FP32). Das ist eine ganze Menge Leistung für so einen Winzling, 16 GB LPDDR5 RAM sind mit an Bord. Speicher wird drei Varianten geliefert: 64GB eMMC, für mehr Geld gibt es dann auch noch schnellere 256 NVMe-SSD oder sogar 512 GB mit einer noch schnelleren Variante der NVMe-SSD. Davon abgesehen sollen sich die drei Versionen nicht voneinander unterscheiden. SD, SDXC und SDHC werden als Speicherkarten für mehr Platz und Wechselspeicher unterstützt, was auch wichtig ist: Ihr sollt Spiele auf SD-Karten laden können und diese einfach wechseln. Die Spiele tauchen dann direkt auf. Ob sie dann in den schnelleren internen Speicher kopiert werden oder direkt von den SD-Karten laufen können, wird sich zeigen. Der Akku verspricht 2-8 Stunden Spielzeit, was ehrlich gesagt nicht verkehrt ist. Die meisten Gaming-Laptops schaffen auch nicht viel mehr und sind deutlich schwerer als 669 Gramm. Damit ist das Steam Deck deutlich schwerer als die Switch, die etwa bei 400 Gramm liegt.

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USB gibt es dann am Dock, das Deck selbst hat Bluetooth und WLAN.

Das Betriebssystem ist übrigens nicht Windows - was auch nicht zu erwarten war -, sondern SteamOS, ein Linux auf Basis von Debian 8, das natürlich für das optimiert ist, was man braucht, um Games laufen zu lassen und ist für spezifische Hardware, in diesem Falle das Steam Deck, angepasst. Wie gut das läuft wird sich zeigen, bisher waren derartige Linux-Varianten nicht immer 100 Prozent identisch mit den Ergebnissen im Vergleich zu dem, was man bekommt, wenn man ein Spiel auf Windows laufen lässt. Die geringe Auflösung auf dem kleinen Screen dürfte dem aber entgegenkommen.

Ein Dock wird es übrigens auch geben, da habt ihr dann HDMI, DisplayPort und Netzwerkanschlüsse und natürlich auch eine Stromzufuhr. An Controllern wird alles unterstützt, was auch ein PC so unterstützt und Bluetooth kann. USB-Anschlüsse habt ihr dann an dem Dock, an dem Steam Deck selbst finden sich leider keine und wenig überraschend wird auch der Xbox-Funk für Controller nicht unterstützt. Über die Spiele-Versorgung müsst ihr euch natürlich wenig Gedanken machen: Eure gesamte Steam-Bibliothek wird euch angezeigt und soll genutzt werden können. Spiele wie Jedi: Fallen Order und Control werden gezeigt und bei einer Auflösung von 1280x800 sollte die Hardwarepower ausreichen, um praktisch alles flüssig laufen zu lassen.

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Alles an Bord: Eure gesamte Bibliothek soll auf dem Steam Deck laufen.

Die ersten losen Ankündigungen zum Steam Deck kamen vor einem Monat aus einem Ars Technica Report, aber es hat wohl keiner damit gerechnet, dass es dann alles sehr viel schneller geht. Gabe Newell kündigte schließlich an, dass man dieses Jahr mehr erfahren würde. Nicht, dass sie gleich die Vorbestellungen eröffnen und bis Weihnachten liefern wollen. Das ist richtig, Steam nimmt Vorbestellungen an. Die kleine 64 GB Version kostet 419 Euro, die Versionen mit 256 GB und 512 GB dann 549 Euro und 679 Euro. Vorbestellen könnt ihr das Steam Deck hier ab 19:00 Uhr, ihr müsst auch nicht gleich alles bezahlen, sondern erst mal nur 4 Euro, um zu zeigen, dass ihr es ernst meint. Ihr könnt diese Reservierung auch wieder stornieren, wenn ihr das aber nach mehr als 30 Tagen tut, dann wandern die 4 Euro lediglich auf euer Steam-Konto und nicht in ins Portemonnaie.

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Kein Ersatz für den wassergekühlten Riesenrechner, aber ein idealer Begleiter. Das könnte die Rolle sein, in der sich das Steam Deck wohlfühlt.

Und, sollte man den Fünfer für die Vorbestellung ausgeben, lohnt sich der Kauf später? Mal angenommen, das Steam Deck kann, was es verspricht und wenn man PC-Spieler ist und eine umfangreiche Steam-Bibliothek hat, dann ja, auf jeden Fall. Das sieht alles nicht nach einem Schnellschuss aus, sondern so, als hätte Steam sich Gedanken gemacht, wie man all diese schönen Spiele, die man für fast nichts in zig Sonderangeboten gekauft hat, portabel macht, ohne einen unhandlichen und teuren Gaming-Laptop kaufen zu müssen. Sicher, die Performance hat nichts mit dem zu tun, was der PC-Core-Gamer gewöhnt ist, aber es ist auch nicht Sinn der Übung LoL in 8K mit 144 Frames laufen zu lassen. Das Steam Deck ist keine E-Sport-Maschine, sondern ich sehe es als eine Art Companion-Gerät für Indies oder um mal einen großen Titel im Bett ein wenig weiterzuzocken. Dank Cloud-Saves sollte das das kleinste Problem sein. Also ja, ich werde werde die 4 Euro investieren...

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Über den Autor:

Martin Woger

Martin Woger

Chefredakteur

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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