Dragon Age 2 - Vorschau

Einsame Helden bluten besser

Hinweis: Auf der Suche nach Hilfe zum mittlerweile erhältlichen Nachfolger? In unserer Komplettlösung zu Dragon Age 2 werdet ihr fündig.

Uoohhh, das war ein Aufschrei! Wie können es die Entwickler nur wagen, die Fortsetzung eines geliebten Spiels anders zu gestalten? Dragon Age 2 wird einiges anders machen als der geschätzte erste Teil! Was denken sie sich dabei?! Eine ganze Menge, wie es scheint. Natürlich war auch mein erster Reflex, zwar nicht die Arme vor Entrüstung hochzureißen, aber schon die Spock-Augenbraue zu heben. Der Held der Geschichte ist festgelegt, nur die Randparameter wie Klassenausrichtung – Mann oder Frau, Kämpfer, Magier oder Dieb – oder ein paar physische Details sind wählbar. Ein offensichtlich kompletter Bruch mit den sehr freien Origins-Geschichten, den schönen, mehrstündigen Einleitungen der so verschieden spielbaren Figuren.

Ja, Dragon Age 2 wird einen festgelegten Charakter haben, was jedoch kein Beinbruch sein sollte, gerade in der Hand so talentierter Erzähler wie BioWare. Dass man mit einem festdefinierten Charakter einfacher gute Geschichten erzählen kann, durfte ich zuletzt bei Fable III erfahren. Sicher, der neue Champion hat ein paar weniger Freiheiten, dafür redet er endlich und das ist für den Aufbau einer Beziehung zu der Figur unendlich wichtig. Also redet auch Hawke, euer neuer Held, nachdem seine Origins-Vorgänger die Stimmen den anderen überließen. Aber Hawke redet nur in einer Art Vergangenheitsform.

'Dragon Age 2' Screenshot 1

So richtig neue Feinde gab es noch nicht zu sehen. Deshalb hier ein alter Bekannter.

In der Gegenwart der Geschichte sitzt ein alter, zynischer Zwerg und erzählt, wie es war, mit einem Helden zu reisen. Dass niemand als Held startet und dass es sich auf der Reise ganz sicher nicht immer so glorreich anfühlte oder verhielt, wie es dann später in den Sagen gewoben wird. Die Erzähltechnik eines fiktiven Beobachters, der von der eigentliche Handlung innerhalb einer Handlung berichtet, lässt unglaublich viele Freiheiten, sobald es um die berühmten Entscheidungsspielräume geht, die auch die Schlüsselmomente von Origins ausmachten.

Am Anfang sagt niemand, was die wahre Geschichte von Hawke war, einem Menschen, der das Massaker von Lothering überlebte, als die Dunkle Brut es niederbrannte. Viele Jahre später wurde die Wahrheit zur Geschichte und aus der Geschichte wurden Legenden. Diese müssen nicht viel mit dem gemein haben, was ihr dann letztlich erlebt. War Hawke ein netter Mensch? Ein gerechter? War er eigentlich ein übler Schurke, der kaum mehr wollte als zu überleben und eigentlich ein Held wider Willen? Es wird in eurer Hand liegen, das zu entscheiden und die Legenden geradezurücken. Ein mitunter sehr schmerzhafter Prozess.

Mehr zu Dragon Age II

Diese Erzählstruktur erlaubt aber noch mehr. Zum einen kann man den Zeitraum drastisch erweitern und den Werdegang der Figuren über ein Jahrzehnt hinweg nachverfolgen. Vergingen in Origins Monate, wird es hier Sprünge über Jahre geben. Die Entscheidungen, die ihr in den jungen Jahren trefft, ziehen unter Umständen viel weitere Kreise. Ereignisse, die ihr unmöglich vorhersehen konntet, entsprangen aus Hawkes Handeln viele Jahre zuvor.

Zum anderen lässt sich in solchen Rückblicken auf die Höhepunkte eines Lebens elegant das Füllmaterial herausstreichen. Natürlich lebte Hawke zwischendurch gelegentlich ein halbwegs ruhiges Leben oder die Reise von einem Ort zum anderen dauerte einfach ein paar Monate. Davon muss man nicht groß berichten und man sollte es auf keinen Fall spielen müssen. So gönnt sich Dragon Age 2 die Freiheit, ein klein wenig Auslese zu betreiben und euch von einem Schlüsseldrama in das nächste zu stürzen. Auf diese Weise will BioWare Leerlauf vermeiden und die Spielerfahrung deutlich straffen. Sicher ein löblicher Ansatz, auch wenn manch einer jetzt befürchten mag, dass das Spiel ein wenig zu kurz ausfallen könnte.

Dem widerspricht man, selbst wenn sie zugeben, dass die Spielzeit bei den meisten ein wenig unter Origins liegen dürfte. Etwa ein Dutzend Stunden Laufzeit für die Wege sollen es werden, dazu kommen natürlich die Gespräche und die Kämpfe. Immer noch stattlich genug. Zweifel gab es ja auch an dem Wiederspielwert, solange nur ein definierter Held an den Start geht. Sicher, die Origin-Stories boten viel in dieser Richtung, hier jedoch wird es sehr spannend zu sehen, wie sich die Entscheidungen über die Jahre auswirken und so weitreichende Konsequenzen in weiteren Spieldurchläufen auszuloten, sollte nicht weniger Freude bereiten.

Kommentare (20) Latest comment vor 1 Jahr

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  • m_coaster #1 vor 2 Jahren

    Netter Artikel, allerdings schürt er bei mir keine Vorfreude. ich hoffe ich irre mich gewaltig und Bioware überrascht mich positiv. Als absoluter Baldurs Gate Fan und PC Spieler sehe ich das ganze aber ziemlich negativ, was sonst eigentlich nicht meine Art ist. Für mich als Old-School Rollenspieler war Dragon Age auch ein klein wenig homage an die alten Zeiten - die scheinen nun vorbei. Ich hasse den Namen Hawke schon jetzt, ich will auch gar nicht seine Stimme hören. Ich will ein Taktikansicht und schwere Kämpfe, statt mächtige Helden die alles in einen fluscth a la Diablo zu Brei hauen - so hört es sich zumindest an. Abkehr vom klassischen langsamen Klick-RPG, hin zum blutigen Schnetzelgame. Es erinnert mich ein wenig an Mass Effect, weg vom eher sperrigem ersten Teil hin zum halbgaren Actionspiel. Mass Effect 2 war trotzdem ein tolles Spiel - hoffen wie das Dragon Age 2 das auch wird. Ich bin sehr skeptisch...
  • Heavy_Rain #2 vor 2 Jahren

    Wie können es die Entwickler nur wagen, die Fortsetzung eines geliebten Spiels anders zu gestalten?

    Nana, es ging darum das eines der wenigen (bzw. einziges) klassischen RPG's mit großem Budget, obwohl es erfolgreich war, eine Mainstream-Kur a la Mass Effect 2 bekommt.

    Es sind ja auch keine großen Änderungen im Sinne von Innovationen, sondern nur die Auswirkungen von fleißigem Fokus-Testing.
    Editiert von 1 um 18/08/10 @ 13:52
  • BathiBoi #3 vor 2 Jahren

    bin damit auch nicht einverstanden. sollen sie doch in diese richtung ME lassen und bei DA schön weitermachen wie man es kennt.
  • Nekator #4 vor 2 Jahren

    Dafür redet er endlich...

    Ich kanns nimmer hören. Wer sowenig Phantasie hat, mit seinem Char keine "Beziehung" aufbauen zu können, wenn er ihn nicht volllabert, soll doch die Finger von Rollenspielen lassen.
  • Stevo78 #5 vor 2 Jahren

    Die Idee, im zweiten Teil einen komplett anderen Weg zu gehen, und das Leben eines Charakters mit all seinen Auswirkungen über Jahrzehnte zu verfolgen, finde ich klasse. Auch wenn ich die Origins-Geschichten geliebt und alle gespielt habe, muss der zweite Teil ja nicht zwingend genau gleich aufgebaut sein.

    Ansonsten stimme ich m_coaster zu. Wenn Dragon Age 2 in Sachen Spielsteuerung und Charakteraufbau bzw. Zeichnung zu einem Fantasy Mass Effect (das ich ebenfalls für ein sehr gutes Spiel, aber eben nicht für ein sehr gutes RPG halte) mutiert, dann verliert diese Reihe eine Menge an Qualität. Die Konkurrenz schläft nicht und Bioware sollte aufpassen, nicht an ihrer Kernkompetenz, und das ist die Umsetzung von P&P artigen Rollenspielen auf dem PC, zu rütteln. Nur Substanz schafft Nachhaltigkeit und sicherlich kein auf Mainstream gedroschenes Hypewerk (siehe Gothic 3 Desaster).
    Editiert von 5 um 18/08/10 @ 17:14
  • bloedfish #6 vor 2 Jahren

    Irgendwie verliert niemand ein Wort über die Grafik, obwohl dies IMHO der wichtigste Punkt ist. Wird Bioware den 2ten Teil endlich in einem aktuellen Gewand präsentieren?
  • m_coaster #7 vor 1 Jahr

    Grafik und wichtigster Punkt bei einem Rollenspiel?! Genau wegen solcher Einstellung haben wir den Salat heutiger inhaltsloser Massenware...
  • Heavy_Rain #8 vor 1 Jahr

    Wird Bioware den 2ten Teil endlich in einem aktuellen Gewand präsentieren?

    Willst du deine Konsole mit einer neuen GPU nachrüsten?
  • Jimpanse #9 vor 1 Jahr

    @Topic: mich interessiert DA überhaupt nicht, mich hat schon der erste Teil gelangweilt -_- ich habs echt versucht, aber schon letztes Jahr auf der GamesCom bin ich halb eingepennt bei dem Game. Dann textete mich noch ein Entwickler zu ob ich das spiel mag... ich dann: "Ja, Ja" ^^ zum glück kannte der nicht WERNER =D
  • kimiraya #10 vor 1 Jahr

    @ Stevo@ Die" Konkurrenz" schläft nicht nur, imo gibt es gar keine. Es sei denn man sieht den ganzen Open-World Müll als Konkurrenz. Abgesehen vom Witcher, aber dann hört es auch schon auf.

    Obwohl ich mich riesig gefreut habe als mit DA mal wieder ein klassisches West-RPG a la BG2 (spielerisch war es aber nicht ganz so anspruchsvoll) kam, stören mich die Änderungen nicht. Für mich ist auch ME2 eindeutig ein RPG, mich störte vor allem das fehlende Inventar, wenig Ausrüstung und das es keine Möglichkeit gab, die Gruppenmitglieder auszurüsten. Und die Level hätten wenigens etwas weitläufiger sein können. War trotzdem geil, abwechslungsreiche Gefechte, super Charaktere und spannende Story. Mal von dem Punkt mit der Ausrüstungsvielfalt abgesehen, habe ich aber ein gutes Gefühl für DA 2 und hoffe, dass es vom Spieldesign die perfekte Kombination aus DA und ME2 wird.

    Für mich der nächste logische Schritt in Richtung moderner RPG's, den Bioware gehen will.
  • Stevo78 #11 vor 1 Jahr

    @Kimiraya

    Warum gibt es denn keine ernstzunehmende international kunkurrenzfähige RPG Schmiede zu Bioware? Weil Bioware erstens seit der BG Reihe dieses enorme Renomee hat und weil sie zweitens Jahr für Jahr hochqualitative Titel auf den Markt bringen und es somit eben keinen bis sehr wenig Platz für echte Alternativen auf dem Markt gibt. Meiner Meinung nach könnte die Tendenz zur Versimplifizierung, die es bei den Biowaretiteln definitiv gibt, auf lange Sicht aber genau diesen Platz schaffen, den heute noch unbekannte Spieleentwickler besetzen werden. Ich bin mir sicher, dass es noch jene gibt, die es lieben, sich über Stunden oder Tage in ein hochkomplexes Regelsystem einzuarbeiten und in der Tiefe die spieltechnischen Feinheiten über WOchen oder gar Monate zu entschlüsseln. Ich bin mir sicher, wenn das von mir seit der BG Reihe so sehnlichst erwartete, strategisch (damit meine ich die Gruppenzusammenstellung und Charakterentwicklung, also alles langfristige) und taktisch (damit meine ich das Überwinden der Fähigkeiten der Gegner bzw. die allgemeinen spieltaktischen Möglichkeiten und Notwendigkeiten während der Kämpfe) mit hochqualitativen Strategiespielen auf einer Stufe stehenden, CRPG auf den Markt kommt, das ebenfalls eine entsprechende Questvielfalt, eine blendende Story, up to date Graphik und eine, das ist heute nun mal das a und o, angemessene Präsentation aufzuweisen vermag, auf die Dauer (!) jedes Witcher, KOTOR, DAO, Gothic, Morrowind, Mass Effect, Fallout, NWN, Drakensang, Two Worlds und Co., die seit BG II Thron des Bhaal auf den Markt gekommen sind, locker in die Tasche stecken wird. Genau diesen Nachfolger dachte ich in DAO gefunden zu haben, aber genau das, obwohl auf andere Art ein überragendes Spiel, war es definitiv und in seiner Gänze nicht. Nun glaube ich nicht mehr daran, dass eben dieser Nachfolger von BG von Bioware entwickelt wird, sondern irgendwie, irgendwo, irgendwann von einer Spieleschmiede, die uns allen heute noch unbekannt ist. Es ist eben definitv NICHT so, dass das einfacher zu verstehende und schneller zu meisternde Spiel (auf alle Zeiten gesehen) besser ist. Es kommen auch wieder andere Zeiten auf uns zu, davon bin ich heute noch überzeugt.
    Editiert von 7 um 19/08/10 @ 15:08
  • m_coaster #12 vor 1 Jahr

    So ist es! Punkt :) Aber Bioware macht halt das was der MArkt verlangt. Sehr vereinfacht bedeutet das, das der Call of Duty Nerd eben ab und an mal auch nen RPG spielen will - aber eben ein leichtes, mit toller Optik, wo man direkt startet ohne große Umschweife, ein Schwert anlegt und losmetzelt. Bioware will auch diesen Markt erreichen und geht daher in Sachen Kompromisse eben drauf ein.

    Ich wünsche mir eher das Bioware mal nen Titel rauskloppt der wie Demon Souls für Rollenspieler ist. Ein Hardcore Epos, mit 1000 Zahlen, fettester Atmosphäre, wo jeder Schritt, jeder Skillpunkt, jeder Zauber gelernt werden muss, und zwar vom Spieler selbst, damit er das Wissen in der Schlacht benutzen kann. Ein Spiel wo man selbst noch den Weg finden muss und keine Auto-Map mir jeden scheiß zeigt. Demon Souls zeigt, das es für solche Spielen einen Markt gibt, Demon Souls zeigt auch, das erst diese Spiele wieder richtig rocken!

    Dragon Age hatte gewisse Züge die in diese Richtung gingen. Es war ein Baldurs Gate light - jetzt wird glatt gebügelt. Heraus kommt mit Pech ein Call of Duty für RPGler - und am besten mit teurem DLC ;) Versteht mich nicht falsch, das Spiel kann trotzdem Spaß machen, evtl. wird es sogar rocken - ABER trotzdem verliert es schon jetzt seine Chance seit langer Zeit endlich mal wieder ein klassisches Old-School RPG a la Baldurs Gate zu sein. Traurig deshalb, weil es in diese Richtung hätte gehen können.
  • Stevo78 #13 vor 1 Jahr

    Zwei Dumme, ein Gedanke. ;-)

    Aber genau dann, wenn dieses von uns (und von so vielen anderen, die heute eben notgedrungen und mangels Alternative noch DAO, Mass Effect und Witcher spielen) angepriesene Spiel herauskommt (sicherlich nicht mehr von Bioware), wird das der Anfang vom Ende für Bioware sein. Auch wenn ich Bioware für ihre Innovationen und teilweise genialen Ideen liebe, erwarte ich diesen Tag nach fast zehn Jahren sehnlichst. So ist nunmal der Lauf der Dinge.
    Editiert von 1 um 19/08/10 @ 15:43
  • Nekator #14 vor 1 Jahr

    Kann m-coaster nahezu komplett inhaltlich zustimmen, danke :)
  • Heavy_Rain #15 vor 1 Jahr

    So ein komplexes Spiel a la Baldurs Gate mit zeitgemäßer Graphik usw. wird es eben nicht geben, weil kein Publisher heutzutage es als Triple-A-Titel finanzieren würde. Weil die Leute es nicht kaufen würden. Der Core würde es kaufen aber eben nicht der schweigende Mainstream hinter dem die Publisher, die die Mittel haben so ein Spiel zu machen, her sind.

    Was Demon's Souls angeht, das wurde zwar ordentlich von der Presse un den Core-Gamern gehyped hat aber auch nie wirklich die Verkaufszahlen erreicht, nach denen die Publisher heute so streben. Die Verkäufe haben wahrscheinlich nicht mal mehr die 500.000 geknackt.

    @Stevo78
    Du wirfst da aber auch fleißig alles in einen Topf. NWN, Drakensang, The Witcher kann man wohl nicht mit einem ME2, FO3 usw. vergleichen und das sind auch nicht gerade Light-RPG's.
  • Stevo78 #16 vor 1 Jahr

    Zitat: "So ein komplexes Spiel a la Baldurs Gate mit zeitgemäßer Graphik usw. wird es eben nicht geben, weil kein Publisher heutzutage es als Triple-A-Titel finanzieren würde. Weil die Leute es nicht kaufen würden. Der Core würde es kaufen aber eben nicht der schweigende Mainstream hinter dem die Publisher, die die Mittel haben so ein Spiel zu machen, her sind. "

    Genau dazu habe ich meine Gegenthese. Ich bin davon überzeugt, dass der Trend mittel- und langfristig wieder mehr in Richtung Komplexität und Schwierigkeit gehen wird. Denn genau diese Dinge erzeugen ein Spieleerlebnis, das durch nichts zu ersetzen ist.

    @in einen Topf werfen

    Im Grunde genommen sind alle RPGs seit BG versimplifiziert worden, die einen eben mehr, die anderen weniger. Als DSAler (fast) der ersten Stunde könnte ich (als Bsp.) sehr viel zur Umsetzung der DSA4 Regeln auf Drakensang schreiben, das würde aber zu weit führen.
  • kimiraya #17 vor 1 Jahr

    @ Stevo: So ein Spiel würde ich mir auch mal wieder wünschen. Aber erstens glaube ich nicht, das sowas kommt, weil wie schon gesagt wurde, der Markt es nicht will.

    Und zweitens kann ich mir nicht vorstellen, dass die fehlende Qaulität im Genre mit der unglaublichen Dominanz von Bioware zu begründen ist, die alle paar Jahre mal nen RPG rausbringen. Eher dass andere Entwickler nicht Willens oder in der Lage sind, hochwertige RPGs zu programmieren.
  • Heavy_Rain #18 vor 1 Jahr

    Genau dazu habe ich meine Gegenthese. Ich bin davon überzeugt, dass der Trend mittel- und langfristig wieder mehr in Richtung Komplexität und Schwierigkeit gehen wird. Denn genau diese Dinge erzeugen ein Spieleerlebnis, das durch nichts zu ersetzen ist.

    Du gehst da von dir aus und schätzt die Realität völlig falsch ein, setze doch mal heute jemandem dessen RPG-Kenntnisse aus Mass Effect 2, Fable und Konsorten bestehen ein Baldurs Gate vor. Dieses "Spielerlebnis" wird der sich keine halbe Stunde geben.
    Ganz zu schweigen davon, dass du sowas nicht auf den Konsolen umsetzen kannst, wodurch zwangsläufig noch mehr Verkäufe wegfallen und das Interesse der Publisher noch geringer ist.

    Im Grunde genommen sind alle RPGs seit BG versimplifiziert worden, die einen eben mehr, die anderen weniger.

    Ja wunderschön, im Grunde sind alle Spiele im Vergleich zu ihren Vorläufern vor 10 Jahren vereinfacht worden und diese waren dann wiederum einfacher als die vor 20 Jahren. Früher war natürlich auch alles besser.
  • m_coaster #19 vor 1 Jahr

    Ich denke es gibt einen Markt dafür, und ich glaube er wird dauerhaft sogar wachsen. Stimme Stevo78 also zu - denn mal im Ernst, wovon unterscheiden sich denn Spiele und Filme? Der Markt hat einen großen Aufschwung hingelegt, aber ich denke das ganze entwickelt sich eher wie Second Life - nach dem Aufschwung kommt das platzen der Blase. Irgendwann geht alles zu Ende. Ein MoH hat sich damals im WWII totgespielt, das gleiche wird denke ich auch Call of Duty passieren. Irgendwann ist Schicht im Schacht, spätestens dann wenn sich ein Mass Effect 5 wie ein Killzone 5 spielt - werden die Entwickler auch wieder anderes probieren. Das allerdings wird noch etwas dauern. Die große Spielesucht von Casualgamern a la Farmville hat sich doch auch schon wieder gelegt oder?!

    Aus Sicht der Spielerschaft glaube ich aber das der Hardcoremarkt auch schon heute ein Baldurs Gate 3 vertragen könnte. Sicherlich keine Absätze wie ein Call of Duty, aber auch ein heavy Rain hat sich gut verkauft. Frische gute Grafik, eine imposante Geschichte und tolle Charaktere gepaart mit einer guten Werbekampagne (mit ein paar gekauften Journalisten) und das Spiel würde sicherlich nicht wie blei in den regalen liegen.

  • Eeloxis #20 vor 1 Jahr

    Hab eigentlich ne frage übers gameplay aber erstmal vorab bezüglich der Debatte hier :

    Ich liebe Rollenspiele, ich liebe action-spiele und ich liebe FPS. alle diese genres sind gleichmässig in meinem spieleregal vertreten und ich mag alle genres gleichermassen.
    BG hab ich ehrlich gesagt nich gespielt (wann kam das eigentlich raus? :( ) aber ich liebe Mass Effect 1, ich liebte den 2. Teill wobei ich eigentlich nur die graphik und die cineastischen gespräche mehr mochte, jedoch das komplexe inventar und das echte RPG-gefühl vermisste (und den MAKO natürlich auch :P).
    Dragon Age hab ich auch gespielt und ich war sehr sehr zufrieden mit dem spiel, die geschichte war super. das inventar (von den nutzlosen items abgesehen) mochte ich sehr und dass der spieler keine stimme hatte störte nicht da man sich selbst in das spiel gesogen fühlte^^ nur das kampsystem war meiner meinung nach für ein offline-spiel ein wenig langatmig (aber gut !!!!)
    und DA2 gehört zu meinen hoffnungen dass ein RPG-spiel ein dynamisches kampfsystem bekommen kann ohne dass die story oder die anderen RPG-elemente darunter leiden (als schmerzliches beispiel erwähne ich die skilltrees und das "Inventar" aus Mass Effect 2 :( )
    Deswegen warte ich sehnlichst auf das spiel wie auch die nächste vorschau :P

    Abr jetz die Frage: wenn das kampfsystem richtung dynamik umgekrempelt wurde. heißt das jetz dass man für jeden schlag ein mal nen button drücken muss ? wenn ja dann wird es combos geben oder ? und combos heißt verschiedene aktionen auf verschiedenen buttons würd ich mal sagen und blocken wie auch ausweichen müsste dazugehören um dynamik zu schaffen
    mal sehen wir Bioware das hinbekommt... hoffe es wird nich wieder fett bei den RPG-elementen abgesaugt wie bei ME 2 :(((

    P.s : wenn bioware es nich schafft ein inventar zu entwickeln würd ich persönlich das inventar von WOW als inspiration geben denn ich als passionierter Ex-spieler war sehr zufriedne mit dem inventar :) und 11 millionen andere spieler auch wie es scheint^^
    Editiert von 1 um 11/09/10 @ 09:50