Homefront - Test
Knapp daneben
Ich mag Danny Bilson. Der Chef der Core-Games-Abteilung von THQ hat mit dem amerikanischen Publisher Großes vor. Er hat eine Vision. Er möchte weg von simpel gestrickten Ballerbuden und banalen Casual-Titeln. Er setzt auf starke Core-Produkte mit ebenso starken Storys und Charakteren. Deshalb wurde für Homefront vielleicht nicht eine der plausibelsten, dafür aber eine äußerst detailliert ausgearbeitete Hintergrundgeschichte geschaffen.
Ein wiedervereinigtes und vor allem wiedererstarktes Korea landet in nicht allzu ferner Zukunft in den USA und zwingt den geschwächten Riesen zu Boden. Das klingt im ersten Moment unwahrscheinlich, doch die vielen fiktiven Fakten, geopolitischen Modelle und intelligenten Erklärungen aus der Feder von ehemaligen CIA-Beratern schaffen zumindest eine gelungene Illusion für eine glaubwürdige Spielwelt.
Doch ein gut recherchierter Background allein genügt nicht. Eine packende Kampagne benötigt auch gute Charaktere und eine spannende Handlung. Ein Job für Autor John Milus, verantwortlich für den Achtziger-Blockbuster „Die rote Flut", der dem Konstrukt Homefront Leben einhauchen und damit Dannys Vorgabe von einer „filmreifen" Inszenierung erfüllen sollte. Getragen von einer harten, kompromisslosen Darstellung wollte der Experte für amerikanische Horror-Szenarien der sonst so gesichts- und namenlosen Masse, für die es zu kämpfen gilt, endlich eine Stimme geben. Ihr Leben, ihr Leid und ihr Sterben sollen die beinharten Kämpfer des Widerstands antreiben, ihrem Handeln eine moralische Dimension verpassen.
Schade nur, dass es Homefront zu selten gelingt, diese hehren Ziele, die Vision von Danny Bilson auch wirklich umzusetzen. Zum Einen ist die Kampagne schlicht zu kurz, um wirklich in die Welt des Jahres 2025 einzutauchen. Nach fünf Stunden ist man auf Normal durch. Das Spiel hört praktisch dann auf, wenn es richtig losgeht und gerade der Anfang wirkt ein wenig gehetzt. Klar, ihr erlebt die Unterdrückung im ersten Level am eigenen Leib. Müsst mit ansehen, wie Kinder ihre Eltern verlieren und willkürliche Erschießungen für Terror unter der Bevölkerung sorgen. Das ist hart, aber macht von Anfang an klar, hier geht es nicht ums Heldentum, sondern ums nackte Überleben.
Doch gerade euer eigenes Schicksal lässt euch relativ kalt. Ihr seid ein Pilot, der von den Koreanern interniert und vom Widerstand befreit wird. Wieso, warum und weshalb? Über Stunden hinweg kein einziges Wort dazu. Auch die restlichen Protagonisten bleiben viel zu flach. Wieso sie kämpfen, welche Schicksale sie in den Untergrund getrieben haben, wird noch nicht mal angerissen. Koreaner greifen an, also muss man wohl um sich ballern und Gleiches mit Gleichem vergelten. Ja, andere Shooter machen das nicht viel besser, Homefront hat aber zumindest theoretisch einen anderen Anspruch und der wird hier leider nicht ganz erfüllt.
Noch dazu fällt die Inszenierung zu simpel, zu linear aus. Die meiste Zeit folgt ihr euren KI-Kameraden und werdet praktisch in einen Schlauch gezwängt. Immer wieder müsst ihr warten, dass eure Kollegen eine Tür aufmachen oder einen Schrank beiseite schieben. Offensichtlicher kann man geskriptete Sequenzen gar nicht mehr präsentieren. Auch hier gibt es atmosphärische Höhepunkte und zumindest ein paar spannende Abschnitte, um den Titel vor der Mittelmäßigkeit zu retten. Geschickt wird gerade zu Beginn ein Spannungsbogen aufgebaut. Ihr werdet nicht mit Dauer-Action penetriert, sondern erlebt auch ruhige, nachdenkliche und manchmal auch erschreckende Momente.
Und auch die eigentlichen Kämpfe funktionieren hervorragend. Die Waffen fühlen sich gut an, die Schlachtfelder sind insbesondere später offen genug, um eine eigene Vorgehensweise zu ermöglichen und die KI gewinnt zwar keinen Nobelpreis, liefert aber genug Gegenwehr, um die Spannung zu halten. Auch hier ein kleiner Tipp: Stellt den Schwierigkeitsgrad in den Optionen auf „Schwer". Vor dem Start der Kampagne werdet ihr nicht gefragt.
Die Grafik ist dagegen ein zweischneidiges Schwert. Angetrieben von der Unreal Engine 3, liefert das Spiel einige beeindruckende Landschaften und ein erstklassiges Beleuchtungsmodell. Wenn ihr euch, gejagt von der koreanischen Armee, durch die Felder des mittleren Westens kämpft und im Hintergrund gerade zum ersten Mal die Sonne eine dichte Wolkendecke durchbricht, gelingt es Homefront, eine dichte Atmosphäre aufzubauen.
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Kommentare (59) Latest comment vor 11 Monaten
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5/10 von Edge, 6/10 von euren Kollegen auf der Insel.
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edit: Die Edge kann man sowieso nicht für vollnehmen. Die haben sich fast nur mit dem SP beschäftigt.
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Davon aber abgesehen. Mit der richtigen Behandlung der Thematik bin ich hingegen für solche Darstellungen, wenn sie eben die richtige Wirkung und Kraft haben, wie man es in einigen Kriegsfilmen sieht. Ein Platoon würde ohne zum Beispiel auch nicht funktionieren.
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Sicher mag der MP gut sein, aber wirklich abheben tut er sich von allen anderen auch nicht. Und das heißt im Endeffekt, das Homefront nur eine weitere Zutat im Einheitsbrei der FPS Riege ist.
Und über den SP will ich gar nicht anfangen. 4 bis 5 Stunden stumpfes Geballer...das gibts bereits in Dutzenden anderen Spielen.
Ich zocke zwar auch (noch) FPSs, aber lange nicht mehr mit der Begeisterung, mit der ich zum Beispiel XIII gezockt habe.
Mir würde spontan auch kein FPS einfallen, bei dem ich himmelhoch jauchzen würde. Speziell für mich der lieber SP zockt fällt es schwer überhaupt aus dieser Generation Titel zu nehnen, die begeistert haben.
CoD 4 war vielleicht eines dieser Spiele, aber auch nur weil es mein erster Titel auf der Ps3 war und ich wohl vom emotionalem Moment mitgerissen wurde, zumal das Spiel damals richtig gut aussah.
Im Nachhinein und alle Shooter bis heute eingerechnet war ich eigentlich nur von Killzone 2 wirklich überzeugt, weil es einfach etwas anderes war. Der MP war in seiner Form etwas wirklich neues (dazu herrausragende Maps) und der SP hat durch dichte Atmospäre und Spielgefühl einfach nur begeistert. Honorable Mentions: Resistance 2 (1 leider nie gezockt) und AvP.
Killzone 3 hat dagegen schwer abgebaut, meiner Meinung nach zumindest. Der SP ist nichtmal halb so gut und der MP wird bis auf den "Einsatz"-Modus auch realtiv schnell öde.
Und was man bis jetzt vom Resistance 3 MP sieht ist auch nicht der Hit. Perks, Level und 8vs8. Ganz was neues. Werd ich mir aber trotztdem holen, dem SP zu Liebe.
Aber wie gesagt, um SP Nieten und MP Klone wie Homefront werd ich weiterhin einen großen Bogen machen.
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Multiplayer naja klingt zwar cool, aber so richtig begeistern tut er mich net - net wirklich was neues - das ganze Genre scheint wirklich auf der Stelle zu stehen.
Vllt. irgendwann mal wenn es für nen 20€ Schein in UK zu haben is - bei den Wertungen geht das vllt. ja recht schnell......
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hast du bioshock gespielt?
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oder crysis?
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Aber Homefront ist da nicht alleine. Dead Space hat auch so seine Szenen, alles viel subjektiver aber das macht es auch nicht besser! Kinder sollten in Gewaltszenen in Spielen nicht, aber auch gar nichts, verloren haben!
Ich bin Vater von einem zweijährigen Sohn und ich bin nicht gerade zart besaitet, die Szene kam mir aber im Traum wieder unter.
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die szene bei 3:50 passt meiner meinung nach zum zenario. warum? ich möchte nicht herzlos klingen, aber korea (jedenfalls der norden) ist nen diktatur staat, die soldaten dort werden dazu ausgebildet weder mitleid noch gnade zu kennen, da passen solche szenen einfach, das sie grausam sind ist mir klar aber so ist krieg eben und in dem fakt bietet Homefront ne gute atmosspähre aber sonst hm... vllt wens billiger ist, dan überleg ichs mir zu holen.
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Ich habe das Spiel nun schon seit einer Woche (Level 42) und der Multiplayer macht wirklich riesigen Spaß. Dumm nur das THQ gerade zum Release der Publisher/Entwickler Krankheit unterliegt und meldet das sie von dem Ansturm überrascht wurden und deshalb die dedizierten Server überlastet wären bzw. es zu Verbindungsproblemen kommt.
Dabei haben sie vorher noch stolz vermeldet das es soviele Vorbestellungen gab......lächerlich, zumal sie so manch ungeduldigen Kunden vor den Kopf stoßen.
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Und um es nochmal deutlicher zu sagen - es geht nicht im allgemeinen um solche Szenen! Wenn dies in Nachrichten auftaucht, in Reportagen, in Dokus und auf schrecklichen Bilder die eine abschreckende Wirkung haben sollen, ist das schrecklich, aber legitim. Das gezeigte hat einen Auftrag! Homefront benutzt das zur Schaffung von Atmosphäre in einem Spiel das in erste Linie Spaß machen soll, keiner hier kann mir erzählen das das ein Anti-Kriegspiel oder ein Spiel zur Aufklärung der Kriegverbrechen sein soll. Homefront ist ein Unterhaltunsgmedium und da hat sowas verdammt nochmal nichts zu suchen!
Ich diskutiere gerne - da hört bei mir aber das Verständnis auf! Völlig! Und da könnte ich echt ausrasten! Demnächst wollen wir auch Vergewaltigungen sehen, gern auch von Minderjährigen, am besten stellt man die Exikutionen auch noch einen tick dramatischer dar... gehört doch zur Atmosphäre und sieht und liest man doch sonst auch. Ja es ist hart, aber hey das gehört dazu... wenn ich sowas lese, dann Zweifel ich am Verstand und/oder der Wahrnehmung der Person. Ansonsten tut ein wenig Abstand vom Medium Spiel evtl. ganz gut um wieder klar sehenund denken zu können.
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Ich find das teilweise ganz schön heuchlerisch, wie ihr euch hier aufregt. In Filmen ist sowas ok aber in spielen dient es nur der Provokation? Man merkt, dass wir anscheinend noch nicht soweit sind.... Homefront ist übrigens nicht brutal. Da fliegt nicht ein Kopf oder Bein durch die Gegend. Das sind lediglich narrative mittel. Naja regt euch mal weiter künstlich auf...
Das Spiele Spielzeug sind ist doch wohl schon lange passe. Spiele können auch unterhalten bzw haben noch viel mehr Macht aufzuklären als Filme es jemals könnten. Es gibt auch in Homefront Szenen, die sich damit kritisch auseinander setzten. Zum Beispiel wenn die eigenen Leute von eigenem Phosphor getroffen werden und das Spiel den Spieler fragt ob es das überhaupt alles wert ist. Das ist schon sehr zermürbend aber trotzdem narrativ sinnvol. Naja ihr könnt mich jetzt alle als Brutalo abstempeln, ist mir eigentlich auch wurscht.
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Nur ist es da halt noch eine andere Nummer! Ein Film kann aufwühlen, historische Gräueltaten ganz anders verkaufen als ein Spiel. Die Spiele die wir spielen, jeder scheiß Shooter, ist so fern ab von einem kritischen Film oder einer Doku. Und solange das so ist, rege ich mich drüber auf. Auch nicht künstlich - sondern weil ich so einen SCHEIß in jeglicher Form ablehne.
Ich finde God of War 3 zum Beispiel auch zu Brutal. Das ist einfach plump und dumm inszeniert, hauptsache Knochen fliegen und Blut spritzt, auf das sich die Gore-Kiddies einen runterholen können. Das schafft für mich keine Atmosphäre, im Gegenteil, es nimmt Kratos Persönlichkeit und lässt ihn nur noch als stumpfen Rage-Nerd erscheinen.
Duffy es geht einfach darum was ein Medium vermittelt und wofür es geschaffen wurde - Homefront ist weder Antikriegsspiel noch hat es einen Bildungsauftrag, es dient rein dem Spaß - und nun erzähle mir mal was an dieser Szene Spaß macht. Und lass das Wort Atmosphäre sein, die kann man auch anders erzeugen. Wer so argumentiert der rechtfertigt für ATmosphäre wie schon gesagt Vergewaltigungen, Misshandlung etc. an Kindern oder Erwachsenen - passiert ja auch im Krieg. Das KANN aber keine Option für einen gesunden Menschenverstand sein. Und das es dir am Ende Wurst ist, sagt eigentlich alles. Ich frage mich gerade warum ich soviel schreibe... und noch schlimmer, das man darüber überhaupt diskutieren muss.
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Für mich hat Homefront eindeutig was von Krieg der Welten. Der Film war auch teilweise recht verstörend, besonders weil er einem vor Augen hielt, dass die Leute in einer solchen Katastrophe eben nicht zusammen halten sondern jeder nur ums eigene überleben kämpft. Auch das wird in Homefront dargestellt. Sicherlich kann man über die Szene mit dem Kind streiten. Dennoch halte ich die Kampagne vom Storytelling her für seiner Zeit voraus.
Ich finds auch krass wie emotional ihr hier an die Sache ran geht. Nochmal für euch: Das ist eine Iillusion und keine Realität. Da sollte man mal sauber trennen können sonst würde ich mal ernsthaft fragen, ob ihr noch weiter zocken könnt. Dass du mir jetzt irgendwelche persönlichen Attribute unterstellst ist absolut lächerlich. Im realen Leben bin ich absoluter Pazifist, wähle Grün, lehne Atomkraft ab und stehe grade ziemlich unter Schock wegen meiner Bekannten in Japan. Ich frag mich auch wieso ich sowas hier schreiben muss.
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Homefront ist ein Unterhaltunsgmedium und da hat sowas verdammt nochmal nichts zu suchen!
Ich würde bei einem Spiel welches solche Greueltaten zeigt weniger abgeneigt sein, wenn es einen anderen Auftrag hätte. Homefront hat dies nicht. Gerne dürfen sich Spiele weiterentwickeln, gerne zum vollem Erwachsenen Medium reifen, aber da sind wir noch nicht. Homefront ist ein Unterhaltunsgmedium für Erwachsene das Spaß machen soll - oder etwa nicht?! Also haben solche Szenen da nichts drin verloren. Wie schon betont, die Szene an sich ist nicht das Problem, sondern auf welche Art und weise sie benutzt wird - nämlich um den Spielspaß durch Atmosphäre zu erhöhen.
In Filmen oder bei Dokus die Kriegsverbrechen zeigen, hat der normale Zuschauer alles andere als Spaß! Spaß ist nicht das Ziel, sondern Aufklärung und das vermitteln von Wissen.
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Ich habe Kinder und ich weiß genau welche Szene Du meinst, das ging mir verflucht nahe und schockierte mich im gleichen Maße. Jeder der Kinder hat und seine Gefühle offen mitteilen kann wird sowas nicht kalt lassen aber eine solche Szene wird in jedem Krieg dieser Welt unzählige Male vorkommen. Ich will nicht wissen wieviele Kinder dieser Welt weinend und schreiend über den Leichen ihrer Eltern gehockt haben und noch werden...
Ich finde solche Szenen aber weitaus passender als Szenen wo man als getarnter Ermittler unschuldige Zivilisten auf einem Flughafen abknallen soll. Die Szene mit dem Kind spielt sich in unserer realen Welt - vielleicht gerade in dieser Sekunde - viel zu oft ab. Ich kann mir vorstellen - aber will es nicht - das gerade solche Szenen normale Menschen zu den Waffen greifen läßt......aus Angst, Verzweiflung oder purer Rache und Wut.
Genau das ist es wohl was der Entwickler oder Storyschreiber ausdrücken möchte. An den Haaren herbeigezogen sind solche Szenen mit Sicherheit nicht, denn gerade Deutschland hat eine Vergangenheit die mit viel höherer Brutalität getränkt wurde. Dann darf so eine erzählerische Szene - in der ich keiner Handlung selber vornehme - in einem Spiel für Erwachsene durchaus vorhanden sein.......zumal sie nicht nur dich im Herzen und der Seele getroffen hat.
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DANN hat das auch in keinem Film/Buch dieser Welt etwas zu suchen, denn die dienen für mich ebenso der Unterhaltung.
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Doch wenn ich mir die Reaktionen hier so anschaue, scheint es nicht nur Spaß zu verbreiten.
Off-topic: Ein einzelnes Spiel ist doch kein Medium?
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Und Rush, ich habe noch nie ein Unterhaltungsbuch, also Roman, gelesen in dem solche Szenen beschrieben waren. Und ich lese verdammt viele Bücher. Wobei, im Dunklem Turm von King, da z.B. fand ich es auch etwas verstörend als er ständig von den Brüsten minderjähriger Mädchen geschrieben hat. Mein Haltung beschränkt sich da jetzt also nicht nur auf Spiele. Und auch in Actionfilmen, gerade die ab 12 oder 16, da habe ich mir in letzter Zeit desöfteren die Augen gerieben und mich gefragt was denn noch passieren muss damit das nen ab 18 ist. Dabei bin ich alles andere als konservativ und eher locker eingestellt - aber beim Thema Gewalt und den Medien bin ich anscheinend obwohl noch jung ziemlich altmodisch.
Duffy wenn der normale Spieler das bei Homefront begreift - super - ich bezweifle das. Das sowas weltweit stattfindet bestreitet ja auch niemand - die Frage ist wer will das im Wohnzimmer beim zocken? Wo ist denn deine Grenze? Im Krieg werden auch Frauen verschleppt, Kinder vergewaltigt, gefoltert und gemordet. Ja das passiert - nur wollen wir das für die Atmosphäre in Spielen? Wo ziehst du die Grenze? Und wie lange wird es dauern bis auch diese moralische Wand bröckelt und es am Ende doch die Vergewaltigung sein muss?!
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Im Prinzip ist doch die Frage: ist das Medium tatsächlich aufgrund seiner Interaktivität anders zu bewerten, oder steht es auf einer Stufe mit Büchern, Filmen und anderen Unterhaltungsmedien. Das ist schon ne echt schwierige Frage, die ich für mich auch immer noch nicht abschließend beantwortet habe... wobei ich tendiere eher zu Antwort B, würde mich aber trotzdem noch mitdem Publikumsjoker absichern ;-)
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m-coaster du hast ein recht auf deine meinung, ich hab zwar keine kinder aber ich kann verstehen wie es dir dabei geht. fakt ist aber das gewalt ein teil des menschen selbst darstellt, selbst pazifisten können unter manchen bedingungen töten.
spiele sind unterhaltungsmedien das streit ich nicht ab, filme aber ebenso und romane auch (nur nicht richtig als medien).
dir past es nicht, mir isses komplett egal andere wiederrum findens nur verstörend kommen aber damit klar, akzeptiers oder nicht aber du kannst nicht leugnen das gewalt fast immer dazugehört, so ist die menschlichkeit eben.
ps: ich werd mich zu diesem thema nicht mehr äußern, bringt eh nicht viel.
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Totale Zustimmung
@Kristian
American Psycho habe ich gesehen und gelesen. Ich frage mich noch heute wie man drauf sein muss um so ein Buch zu schreiben UND vor allem was nun der Sinn mancher krasser Szene ist. Ich verstehe schon das Spiel zwischen Monster und Saubermann, der Anfang des Buches ist sehr gelungen, trotzdem ist es gerade bei manchen Szenen genau das gleiche - MUSS das wirklich sein?! Das ganze bei einem interaktiven Spiel ist dann noch eine Stufe weiter - hier würde ich wirklich sagen - Schluss aus und vorbei! Und Kinder ist noch schlimmer...
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Und ich verwette meinen Arsch drauf das über kurz oder lang Vergewaltigungen in Spielen geben wird. Die Moralische Grenze muss immer wieder gesprengt werden, weil Leute, wie man hier schön sieht, mit der Zeit abstumpfen!
Wo man früher im Fernsehen kaum nackte Brüste zur Mittagszeit gesehen hat, räkel sich heute 16 jährige Mädchen unter der Fahne von Heidi Klum so gut wie nackt am Strand. Ich will hier nicht den Moralapostel spielen, aber wer meint gewisse Grenzen werden immer bleiben, der irrt meiner Meinung nach gewaltig.
Ich kling mich hier auch aus - meinen Standpunkt kennt jeder. Ich finde die Argumentation hier, von Meinungsfreiheit über gibt es eh schon in anderen Medien oder Gewalt liegt im Menschen, nur äußerst Schwach, ja eher erschreckend da sowas irgendwie nicht mehr kritisch hinterfragt, ja sogar als gegeben hingenommen wird. Naja viel Spaß beim Atmosphäre saugen!
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Anscheinend kennt hier mancher nur Stephanie Meyers und Michael Bay.
Bei Spielen ist das schon eher diskussionswürdig aber auch dort gibt es schon Titel die nicht zur Unterhaltung gedacht sind.
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@Kristian
Weißt du eigentlich was du mit deinem Pixelargument alles rechtfertigen könntest?
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Zufällig hab ich nen Kumpel, der exzessiver Angänger des asiatischen Kinos ist. Daher weiß ich, dass es dort durchaus einige Filme mit teilweise wohl auch sehr realistisch dargestellten Vergewaltigungen gibt. Populäreres BSP: 8MM mit Nicholas Cage.
@ Darkenkryptus
Wat heißt denn "nur nicht richtig als Medien"? Das Wort Medium ist weder von Ursprung noch Bedeutung nur auf "neue Medien" zu beziehen. Und in diesem Fall hat es auch nichts mit "den Medien" zu tun. Wo wir hier schon in medias res sind... ;-)
@ Kristian
Das wiederspricht aber schon ein Stück weit deinen an anderer Stelle geäußerten Einstellungen. Stichwort--> Spiele als Kunst, und ich glaube es war im Killzone 3 Test wo du irgendwas von dem "vielleicht endlich erwachsen werdenden Medium" geschrieben hast. Ich finde das "nur Pixel" steht schon in ziemlich krassem Gegensatz dazu. Wenngleich ich trotzdem das bei Homefront... ich sag mal nicht als mehr sehe als es ist. Grundsätzlich finde ich super wenn sich mehr getraut wird. Egal in welche Richtung es geht. Und wenn mir irgendwas gegen den Strich geht muss ichs ja nicht kaufen. Wobei das eh kein Spiel war, dass für mich in Frage kam.
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Ab hier nur noch 160 Zeichen pro Kommentar.
Danke
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es spielt sich total schlecht und wirkt irgenwie auch ziemlich unfertig
da rettet auch setting,story oder irgendwelche szenen nix mehr
mp hab ich gar nich erst ausprobiert, der schrott wird morgen umgehend verscheuert
einfach nur arm.
grüße
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Hier der link:
http://zockworkorange.com/thqs-homefront...
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Mal abgesehen von Dokus die es bei Spielen NICHT gibt dient alles andere nur der Unterhaltung.
Egal ob ein Apokalypse Now, Full Metal Jacket, der Untergang oder ein Soldat James Ryan...
Die ersten drei versuchen das Theme ernster und realistischer anzugehen aber letzendlich machen sie genauso Spaß wie ein Soldat James Ryan oder Black hawk Down.
Denn spätestens wenn ein Film mit aberwitzigen Kamerafahrten ausgestattet ist, passende Musik im Hintergrund läuft, Blut und Dreck durch die Luft spritzen und im Hintergrund alles explodiert dient dies einzig und allein zur Unterhaltung...
Letzendlich ist davon nichts auf Bildungsniveau.... denn niemand geht ins Kino und will in den nächsten Stunden etwas lernen sondern er will Unterhalten werden...
Alles andere ist ein positiver Nebeneffekt auf den es wohl nur die wenigstens abgesehen haben...und den noch weniger überhaupt bemerken.
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Habe den noch gar nicht gesehen.
Aber jetzt mal Spaß beiseite, ich habe (leider) keine Kinder, kann aber alle Väter hier sehr gut verstehen, dass ihnen diese eine Szene nahegeht.
Aber die ganze Diskussion darum macht nicht wirklich Sinn, jeder Mensch ist da anders und jedem Menschen steht es grundsätzlich zu, eine (seine) Meinung zu dem Thema kundzutun, ohne dass es einem anderen Menschen zusteht, diese Meinung als falsch zu erklären.
Eine Meinung ist erstmal nur eine Meinung, mehr nicht.
Meine persönliche Meinung zu dieser Szene ist, sie ist ziemlich schockierend und brutal.
Andererseits hätte sie mich noch weitaus mehr geschockt, hätten Eltern und Kind die Rollen getauscht.
Dann wäre ich auch sehr verärgert gewesen - obwohl so etwas in der Realität leider schon oft genug vorgekommen ist.
Grundsätzlich aber denke ich, wir reden hier über ein Spiel, nichts davon ist tatsächlich passiert, ebenso wie in Filmen oder Büchern (sofern sie nicht dokumentarischem Charakters sind).
Wer damit nicht leben kann, kann sich in dieser Zeit einen Kaffee holen oder einfach an die Decke schauen, dauert ja nicht lang.
Das ist der Vor(Nach)teil, wenn man vor einem virtuellem Medium sitzt - man kann wegschauen - genau wie in den Nachrichten im Fernsehen, da zappen die meisten auch einfach weiter, wenn schlimme Dinge aus aller Welt gezeigt werden.
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Pure Unterhaltungsmedien, wow...
Der Pianist? A Serbian Movie? Maria voll der Gnade? Schindlers Liste?
Faust? Die Insel des Dr. Moreau? 1984? Im Westen nichts Neues?
The Path? Beautiful Escape: Dungeoneer? Digital: A Love Story?
Alles pure Unterhaltung ohne tiefere Bedeutung, ja?
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Letzendlich wollen diese Filme aber Unterhalten und eine Geschichte erzählen die den Zuschauer in irgend einer Form Emotional berührt.... ob nun fröhlich, nachdenklich oder agressiv... nur deswegen wurden sie gemacht!
Keiner dieser Filme ist ein "Aufklärungsfilm".... auch ein Schindlers Liste hat nen Spannungsbogen und ist voll mit Filmtechnischen Tricks welche die Atmosphere und Emotionen verstärken sollen um den Zuschauer zu fesseln und zu schockieren aber sicher wollen sie kein Geschichtsunterricht sein....
Wo wir schon bei Schindlers Liste sind... das kleine Mädchen mit der Roten Jacke welcher später auf einem Leichenhaufen liegt.
Toll gemacht und nichts weiter als ein extremes Mittel zur steigerung der Atmosphere...
Von der "Grundidee" also nichts anderes als die exekution eines Vaters wärend das Kind zuschaut..
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Also wenn etwas Emotionen erzeugt, dann ist es ein Unterhaltungsmedium?
Alles was keine Emotionen erzeugt, keinen Spannungsbogen oder ähnliches hat ist keine Unterhaltung, sondern... äh was? Eine wissenschaftliche Abhandlung?
Als du das Mädchen am Schluss tot auf dem Leichenberg gesehen hast, hast du dich prächtig Unterhalten gefühlt, nichts weiter?
Und was ist mit Büchern, die du auch netterweise mit in den Topf geschmissen hast? Finegans Wake, Unterhaltung für jedermann?
Was ist dann überhaupt Kunst, alles nur Unterhaltung?
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Bin zwar Battelfield und CoD verwöhnt aber beim schießen und bei allem drumherum kommt einfach kein
Feeling rüber. Hab mich sehr auf das Spiel gefreut. Wirk alles total aufgesetzt. Echt Schade.