Age of Conan: Rise of the Godslayer

Osterweiterung

Na gut. Es ist gelogen. Das ist nicht der Test zu der ersten Conan-Erweiterung Rise of the Godslayer. Jedenfalls nicht nur. Es ist auch ein sehr überfälliges Re-Review des Orginalspiels.

Für die Leute, die jetzt erst einschalten: Vor zwei Jahren veröffentlichte der norwegische Entwickler Funcom nach Anarchy Online sein zweites MMO Age of Conan: Hyborian Adventures. Zum Start verkaufte der Titel aus dem Stand jede Menge Einheiten, bekam fast überall gute bis sehr gute Wertungen und alles lief bestens. Aber dann plötzlich, nach ein paar Wochen, stürzten die hohen Anfangsspielerzahlen dramatisch ab. Wie konnte das denn passieren? Die Review-Daumen zeigten doch klar nach oben?

Wie so oft in dem Genre war auch Age of Conan: Hyborian Adventures beim Start alles andere als fertig. Die Anfangs-Zone Tortage dagegen war so gut, dass sie selbst normalen Rollenspielen wie Neverwinter Nights in wenig nach stand. Bis Level 20 gab es also kaum etwas auszusetzen, danach brach allerdings die Realtität ein. Viel zu wenig bis gar keine Quests mehr, ein nicht funktionierendes Item-System und jede Menge technische Probleme, die vermutlich auf den Power-Rechnern von Journalisten nicht so deutlich auftraten wie bei den meisten Spielern Zuhause. Toller Launch, dann eine volle Bruchlandung. Also tauschte Funcom den Trainer und Craig Morrison, der Mann, der schon Anarchy Online rettete, kam und legte los.

Egal ob man zu den Anfangsgeschädigten gehört oder nicht, das Ergebnis dieser letzten Monate Arbeit ist beachtlich. Das große Problem der zu wenigen Quests ist komplett beseitigt worden und neue Zonen wie Ymir's Pass und das Gesindelviertel von Tarantia mit seinen Bandenkriegen ermöglichen es, sich bis Level 80 ohne Frust-Nasenbluten vorzukämpfen. Zusätzlich wurden die bestehenden Zonen um viele Quests erweitert. Oft geben NPCs gleich mehrere Aufgaben parallel raus, wodurch das Tagebuch schnell überläuft.

Age of Conan: Rise of the Godslayer - Chosain-Provinz

Auch das Reisen wurde vereinfacht. Age of Conans verschiedenen Zonen hängen etwas kompliziert miteinander zusammen, sodass man sich gerade am Anfang öfter mal fragt, wie man da denn eigentlich hinkommt? Deshalb findet man jetzt deutlich mehr Wagen, die einen in andere Zonen beamen, Pferde sind billiger geworden und neue NPCs, so genannte lokale Reisende, transportieren euch innerhalb von Zonen für eine kleine Summe hin und her. Zusätzlich können mit Veteranen-Punkten (die bekommt man pro bezahltem Monat) Instant-Teleportierzauber zu einschlägigen Orten erworben werden. Khemi, Conall Valley oder Field of the Dead sind damit immer nur ein paar Sekunden entfernt.

Aber es wurden nicht nur alte Probleme behoben. Ein offensiver Schritt nach vorne ist das erst vor ein paar Wochen implementierte Offline-Level-System. Alle vier Tage bekommt ihr einen Level gutgeschrieben, der per Knopfdruck einem eurer Charaktere zugewiesen wird. Einzige Voraussetzung ist die Mindeststufe 30. Wenn man also irgendwo festhängt, weil die Gegner etwas zu hart sind, sieht das ein paar Tage später automatisch schon anders aus. Ob man dadurch Zonen überspringt beziehungsweise verpasst, wie man denken könnte, bleibt dem Spieler letztendlich selbst überlassen, aber die Versuchung ist natürlich gerade nach längeren Pausen groß.

So weit, so gut das kurzes Re-Review. Jetzt aber zur Erweiterung, in den fernen Osten. Denn dort wartet das Chaos. König Conan persönlich schickt euch nach Khitai auf die Suche nach einem Attentäter. Aber das Land, stilistisch an China und Korea angelegt, ist politisch tief zerrissen.

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