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Dragon Age: Origins – Leliana's Song

Und es geht doch

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Habe ich mich im Test zu Mass Effect 2: Overlord noch über den bisher eher durchwachsenen Download-Content für Dragon Age: Origins beschwert, zeigt BioWare mit dem jüngsten DLC-Paket Leliana's Song, dass sie es eben doch können. Mit dem frischen Zusatzinhalt werfen die Entwickler einen Blick auf Lelianas Vergangenheit, bevor sie sich euch später im Hauptspiel anschließt.

Wie auch Chroniken der Dunklen Brut stellt Leliana's Song ein eigenständiges Abenteuer dar, muss also über „Neues Spiel" angewählt werden. Leliana ist hier noch nicht für die Kirche tätig, sondern treibt sich mit der ebenfalls aus Dragon Age: Origins bekannten Marjolaine – es sollte bei euch klingeln, sofern ihr Lelianas Charakterquest absolviert habt – und weiteren, übrigens gänzlich neuen Mitstreitern in Ferelden herum.

In dem Fall ist es anfänglich Denerim, wo ihr ein wenig Chaos im Marktviertel anrichtet. Für Marjolaine sollt ihr hier verschiedene Aufgaben erfüllen, etwa die Truhen von Händlern knacken und ihre Besitztümer untereinander tauschen, damit sie sich gegenseitig des Diebstahls beschuldigen. Oder aber ihr demütigt Bann Perrin, indem ihr einerseits seine Elitewachen ausschaltet und andererseits einen gewissen Gegenstand von ihm entwendet, um diesen dann wiederum einer anderen Person zuzustecken.

Später geht es weiter in die Festung des Arls. Hier nimmt die ganze Geschichte auch ihren Wendepunkt, denn Leliana findet militärische Dokumente mit dem Siegel von Orlais, beginnt zu zweifeln und die Mission in Frage zu stellen. Leliana wird mit Verrat, Intrigen und Verlust konfrontiert, während sich später auch die Gründe dafür offenbaren, warum sie schlussendlich in den Dienst der Kirche tritt.

Dragon Age: Origins – Leliana's Song - Trailer

Storytechnisch und in puncto Inszenierung hat BioWare mit Leliana's Song kräftig zugelegt. Es gibt eine ganze Reihe an neuen Zwischensequenzen und Dialogzeilen, natürlich allesamt vertont. Im Gegensatz zum Hauptspiel spricht Leliana übrigens anschließend auch die Texte, die man in den jeweiligen Gesprächen auswählt. So ergibt sich in den Konversationen eine ganz neue Dynamik, was mir persönlich auch deutlich besser gefällt als der ansonsten so Stumme Held in Origins. Es gibt neue Kodexeinträge über bestimmte Objekte und man kann einiges über seine kurzzeitigen Begleiter erfahren, was vor allem diejenigen unter euch erfreuen dürfte, die auch ansonsten so jedes kleine Detail aufspüren wollen.

Insgesamt ist das DLC-Paket auch wesentlich abwechslungsreicher als die bisherigen Zusatzinhalte. Zugegeben, wirklich brandneu ist kaum einer der Schauplätze, aber hier hat man wenigstens das Gefühl, dass man mal etwas mehr herumkommt. Insgesamt beschäftigt euch Leliana's Song übrigens knapp unter zwei Stunden, ist also auch ein gutes Stückchen länger als die vorherigen DLCs.

Letztendlich kann ich somit nur sagen, dass sich Leliana's Song auf jeden Fall für diejenigen lohnt, die mehr über ihre Vergangenheit und die Gründe dafür erfahren wollen, warum sie denn nun für die Kirche gearbeitet hat. Der neue DLC bietet eine kleine, aber sehr feine Story, ist ansprechend inszeniert und unterhält bis zum Ende mit seinen Zwischensequenzen, Dialogen und Auseinandersetzungen. So wünscht man sich Zusatzinhalte. Wenn man dieses Niveau hält, kann man gerne auch noch Abstecher in die Vergangenheit weiterer Hauptcharaktere aus Origins machen, vielleicht sogar mal mit ein paar wirklich neuen Schauplätzen. So oder so ist Leliana's Song aber der bislang beste DLC für Dragon Age.

7 / 10

Leliana's Song ist ab sofort für Xbox 360, PC (560 Microsoft/BioWare Punkte) und PlayStation 3 (6,99 Euro) erhältlich.

Dragon Age: Origins – Leliana's Song Benjamin Jakobs Und es geht doch 2010-07-08T13:19:00+02:00 7 10
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