Operation Flashpoint: Dragon Rising - Test
Bessere Fortsetzung?
Das erste Operation Flashpoint scheint ein absoluter Glücksfall gewesen zu sein. Mit vergleichsweise wenig Bugs, einer spannenden Kampagne und gewaltigen Umfang setzte es 2001 eine Messlatte, die noch bis heute gültig ist. Selbst den Schöpfern von Bohemia Interactive ist es mit zwei weiteren Anläufen nicht mehr gelungen, so eine stimmige und vor allem spielbare Militärsimulation auf den Markt zu werfen. Was soll man also von Codemasters' frisch gegründetem Shooter-Team erwarten, das sich ohne viel Erfahrung, nur mit den Namensrechten und einer starken Konsolen-Engine ausgerüstet daran macht, dem Klassiker einen würdigen Nachfolger zu verpassen?
So viel vorweg: Auch wenn Operation Flashpoint: Dragon Rising den acht Jahre alten Genre-König noch immer nicht das Wasser reichen kann, ist es zum Release doch deutlich besser spielbar als die Verkaufsversion von ArmA 2. In den sechs bis zehn Stunden dauernden, selbst auf „Normal“ fordernden elf Kampagnenmissionen trifft man immer wieder auf kleine Skript-Bugs, eingefrorene Gegnermodelle und sich in Luft auflösende Fahrzeuge, trotzdem kämpft man über weite Strecken gegen die chinesischen Feinde und nicht gegen das eigentliche Spielsystem. Es gibt also keine echten Show-Stopper. Im Gegenzug präsentiert sich die beiliegende Kampagne als reichlich unspektakulär und ist mit einigen Logikfehlern behaftet. Doch dazu später mehr.
Storytechnisch reiht sich der Titel in den Kanon der übrigen Militär-Shooter ein. Das von der Weltwirtschaftskrise gebeutelte China und die ehemalige Großmacht Russland kämpfen um die kleine, fiktive Insel Skira, auf der überraschend Öl gefunden wurde. Da die ehemalige Sowjetunion sich für einen Krieg auf dem Festland rüstet, kümmert sich eine amerikanische Friedenstruppe um die chinesischen Truppen auf dem 200 Quadratkilometer großen Eiland. Nicht unbedingt ein glaubhaftes Szenario, aber auch nicht schlimmer als Tom Clancys Private-Military-Weltmachts-Hokus-Pokus.
Operation Flashpoint: Dragon Rising - Koop-Trailer
Nach dem schicken Einspielfilm, der mit seinen poppigen Einblendungen und Schriftzügen ein wenig an Colin McRae: DiRT erinnert, taucht das Spiel direkt in die erste Erkundungmission ein. Euer gesichtsloses Special-Ops-Team, bestehend aus einem Sanitäter, einem MG-Schützen und einem Pionier, kämpft sich durch die ersten chinesischen Vorposten und versucht, den amerikanischen Truppen den Weg zu ebnen. Codemasters setzt dabei auf Distanz zum Geschehen. Keine dramatischen Geschichten, keine persönlichen Schicksale, keine notleidenden Zivilisten. Genau wie die strikte Linearität der Kampagnen eindeutig suboptimal.
Gerade in diesem Punkt bietet ArmAt 2 mit seiner dynamischen Kampagne und seinen Nachrichten-Einspielfilmchen deutlich mehr Realismus. Trotz eines beinharten Hardcore-Modus, bei dem alle Hilfen ausgeschaltet werden, merkt man Operation Flashpoint: Dragon Rising die Multi-Plattform-Entwicklung an. Der Titel bietet zwar deutlich mehr als ein klassischer Taktik-Shooter, doch eindeutig weniger als die Militär-Simulator-Konkurrenz. Es ist keine „richtige“ Simulation. Gegner ballern fröhlich weiter, nachdem sie getroffen wurden, das Zielen fällt durch lange Sprints kaum schwerer und Panzer gehen nach einem Treffer sofort in die Luft. Für mich als Action-Fan kein Beinbruch, für die Fans des Genres eine kleine Katastrophe.
Auch beim Missionsdesign übermannt euch ständig das Gefühl eines Deja-Vus: Insel erobern, Invasion aufhalten, Vorposten ausräuchern, Stützpunkt sichern, Konvoi beschützen, Radar ausschalten, Luftabwehr zerstören. Codemasters spielt auf der Klaviatur der klassischen Militär-Missionen. Und nicht einmal gelingt es, einen wirklich aufregenden, einmaligen Moment zu generieren. Dank der starken Grafik-Engine und einem geschickten Einsatz von Licht und Schatten stößt der Titel atmosphärisch ins Spitzenfeld vor, wenige Stunden nach dem Finale fällt es jedoch schwer, sich an einen kompletten Auftrag zu erinnern. Allein die Stürmung eines Flughafens samt anschließender Verteidigung bleibt angesichts spannender Kämpfe und eines rundherum gelungenen Missionsdesigns positiv im Gedächtnis.
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Kommentare (16) Latest comment vor 2 Jahren
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Insgesamt ist es wirklich kein OFP2. Was ich komischerweise noch in keinem Reviews gelesen habe, die ja alle immer Vergleiche anstellen: Es ist zwar kein OFP2, aber es ist das, was GRAW hätte sein sollen. Soll heißen, Ghost Recon 1 modernisiert.
Und das ist IMHO so ziemlich das größte Lob, das man einem Taktikshooter aussprechen kann ;)
Wer also nach Jahren mal wieder sein Squad taktisch kontrollieren anstatt nur mit allen Mann irgendwo hinschicken und beten will, sollte zu der 7 noch einen dazu zählen, finde ich.
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Mehr das der Vergleich mit GR (zusätzlich, nicht alternativ) die Art des Gameplay IMO hervorragend beschreibt für Leute, die sich ein Bild vom Spiel machen wollen.
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"Meine Vorgehensweise war mag"
;)
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...ahoy!
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@easy: Hm, ich meld mich mal. Nur mit Amis und Briten spielen ist doof. :)
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Mir fehlt nur eine Beschreibung der taktischen Möglichkeiten und deren Steuerung.
Mir als Neuling im Taktik-Shooter-Genre ist es schon wichtig zu wissen, ob ich nun in einer kompliziert zu überschauenden und bedienenden Übersichtskarte meine Truppen ans Einsatzziel dirigieren muss, oder ob sich alles einfach über dieses ominöse Ring-Menü befehligen lässt.
Auf so ein mit Taktik überladenes Geplänkel á la ARMA2 habe ich nämlich schlicht und ergreifend keinen Bock. ;)
Auch auf eine komplett mit irgendwelchen Funktionen belegte Tastatur kann ich gut verzichten, ich bin nämlich vergesslich und kann mir nicht merken, wo die Taste für "zuerst um die Ecke lugen und dann mit einem Satz über den Zaun springen" liegt.
Also was ich mir eigentlich von dem Spiel erhoffe ist, dass es eine Art Battlefield2 mit etwas mehr taktischen Möglichkeiten, bei gleichzeitig eingängiger, simpler Steuerung ist.
Kann mir jemand dazu vielleicht einen Hinweis geben?
Vielen Dank.
GruZ
Mac ;)
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@shady: Ja, ich hab auch nur 2 Tage gebraucht. Angesichts der Kürze der Missionen, musste ich aber relativ häufig Neustarten. Außerdem ist ja nicht jeder ein absoluter Hardcore-Gamer. Das Spiel ist auf jeden Fall knackig schwer, aber eben auch ohne zu viel Stress schaffbar. Zum Erfolg: Keine Ahnung, ich bin durchgerusht und hab noch nicht mal den Hubschrauber gefunden. Danke für den Hinweis. :)
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hi...so eine taktik-bombe wie arma ist das game nicht! man KANN taktisch vorgehen MUSS aber nicht(also was das rumkommandieren des teams angeht) wenn du an irgent einer stelle zu oft stirbst geh sie einfach mal von einer anderen position aus an..das kann manchmal schon helfen! mein kumpel ist eher so der typisch cod zocker und der ist wirklich gut damit klargekommen..muss wohl dazu sagen das er die späteren missionen nicht gezockt hat..die sind meiner meinung nach etwas schwerer wenn man nur "durchrennen" will! das befehle geben auf der taktischen karte ist meiner meinung nach sehr gelungen da man befehle aneinander reihen kann..d.h. du schickst dein team z.b im eiltempo von a nach b..von b nach c geht es dann langsam weiter und bei c angekommen sollen sie feind xy unter beschuss nehmen...das macht besonders dann spaß wenn deine taktik perfekt aufgegangen ist;-) also ist durch das ringmenü ziemlich einfach und übersichtlich gehalten(also es erfordert schon ein bisschen eingewöhnungszeit aber für ein taktikspiel ist es halt verhältnissmässig leicht zu verstehen)
@ kris
hab den erfolg eben bekommen
geh am startpunkt direkt richtung leuchturm..auf dem weg dahin kommst du an einem sekundärziel vorbei..schalte das ding aus sonst wirst du nachher im hubschrauber abgeschossen! sichere dann den leuchturm und zerstöre auch hier die flugabwehr! dann gibt es noch ein sekundärziel..auf der karte ziemlich weit links in der nähe des eines strandes! schalte das ding aus und guck dich am strand um..da steht der heli..jetzt musst du nur einmal UM die insel rumfliegen und der erfolg gehört dir...halte dich beim fliegen aber nah an der insel sonst sonst kommt ein hinweis das du das einsatzgebiet verlässt(und daraufhin hab ich beim ersten versuch wohl den erfolg nicht bekommen:-)
ach ja..du musst nur um die kleine insel fliegen auf der dein momentaner einsatz stattfindet!
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Das waren die Informationen, die mir noch gefehlt haben.
Ich denke, ich gebe dem Spiel mal eine Chance und kaufe es mir am Montag.
Eigentlich schade, gab es das Game am Donnerstag und Freitag im Elektronik-Discounter meines Vertrauens für schlappe 39,-
Ab Montag kostet es wieder 45,- :(
GruZ
Mac ;)
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P.S.: In die PC-version konnte ich leider nur kurz reinspielen, deswegen kein Hinweis auf den leichteren Schwierigkeitsgrad.
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die Grafik ist selbst auf dem PC mieß (TEXTUREN!), die deutsche Synchro ist ein Witz (hallo es ist ein Militär Einsatz!!!) und die Kammeraden haben keine Scheu davor mir in den Rücken zu schießen oder mir vors Rohr zulaufen und da stehen zu bleiben...
das beste ist aber wenn die Gegener nicht aus dem Hinterland angreifen oder aus Häusern rauskommen sondern einfach 300-400Meter vor einem einfach Spawnen.
man kann nur davon ausgehen dass die Entwickler eigentlich keinen Bock hatten so ein Spiel zu Entwickeln, denn das ist technisch wie spielerisch ganz unterer Durchschnitt.