Sonic & SEGA All-Stars Racing

Gib Gas, hab Spaß

Wenn Sonic über die Piste rauscht, macht es normalerweise pling pling pling – und zwar dutzendfach. Aber der blaue Igel kann auch anders. Gemeinsam mit seinen SEGA-Kumpels tritt er an, um das zuletzt auf der Wii schwächelnde Mario Kart vom Thron zu stoßen. Ein schwieriges Unterfangen, denn auch Sonic & SEGA All-Stars Racing macht längst nicht alles perfekt, schaut sich hier und da vielleicht sogar etwas zu viel von seinem mehr als offensichtlichen Vorbild ab.

Grundsätzlich muss man zum eigentlichen Spielablauf nicht allzu viel erklären, der präsentiert sich schlicht und ergreifend nach gewohntem Muster. Mehrere Teilnehmer rasen wie wild über die Strecke, sammeln Power-ups ein und versuchen, sich unter Ausnutzung dieser Boni an die Spitze des Feldes vorzuarbeiten. Eben jene Power-ups sind mal mehr, mal weniger mächtig, bieten aber all das, was man so von ihnen erwartet. Schutzschilde blocken gegnerische Angriffe ab, grüne Boxhandschuhe geben Kontrahenten eins auf die Nuss, wodurch sie sich kurz drehen, und auf der Strecke explodieren dort platzierte Hindernisse, wenn ein Widersacher auf sie trifft. Besonders fies: Eines der Power-ups stellt kurzfristig das Bild auf den Kopf. In dem Fall kann man nur hoffen, dass gerade kein kurvenreicher Abschnitt vor einem liegt.

Insgesamt hat das Spiel mehr als 20 verschiedene Charaktere aus diversen SEGA-Spielen anzubieten, allen voran natürlich Sonic, Knuckles und Co. Ebenso könnt ihr aber auch über die sogenannten SEGA-Meilen, die ihr für ein erfolgreiches Abschneiden bekommt, weitere Fahrer freischalten.

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Miis beziehungsweise Avatare werden nach Aktivierung ihres All-Star-Moves nach vorne getragen.

Dazu zählen beispielsweise Ulala aus Space Channel 5, Ryo Hazuki aus Shenmue sowie Akira Yuki und Jacky Bryant aus Virtua Fighter. Jeder einzelne Fahrer verfügt über sein eigenes, einzigartiges Gefährt, die sich aber gefühlt nur optisch unterscheiden. Selbiges gilt auch für den All-Star-Move. Hat man etwas Glück und sammelt dieses Power-up auf, kann man sich während eines Rennens ein gutes Stück nach vorne befördern.

Sonic fliegt in dem Fall beispielsweise regelrecht über die Strecke und rennt auf seinem Weg gleich noch die Widersacher über den Haufen. Ausmaße wie in Mario Kart Wii nimmt das Ganze aber nicht unbedingt an. Zumindest in den Rennen gegen die KI war es kein gehäuft auftauchender Gegenstand – wenn überhaupt, dann vielleicht ein oder zweimal pro Rennen. Wie sehr ihr damit nach vorne kommt, hängt natürlich auch von eurer Position ab. Ist das Feld noch eng beisammen, kann man vergleichsweise locker an die Spitze gelangen. Liegt man hingegen weit zurück, reicht es vielleicht gerade mal für das Mittelfeld. Dadurch wird Sonic & SEGA All-Stars Racing aber nicht zum reinen Glücksspiel.

Die Strecken selbst sind größtenteils recht abwechslungsreich ausgefallen und wurden außerdem an einzelne SEGA-Spiele beziehungsweise an deren Protagonisten angelehnt. Sonic-Strecken sind etwa zumeist grün und mit Stränden versehen, während man unter Wasserfällen hindurch fährt oder Sonic-typische Loopings überwindet.

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Auch vor einer Konsole könnt ihr dank Splitscreen gemeinsam gegeneinander spielen.

Wesentlich bunter und abgedrehter präsentieren sich da schon die Amigo-Kurse. Sie sind deutlich farbenfroher und greller als vergleichbare Pisten, im Hintergrund läuft sogar die passende Partymusik. Dann wiederum treibt ihr euch auch in einer realistisch anmutenden Stadt herum und müsst vereinzelt dem dortigen Verkehr ausweichen. Auch habt ihr die Möglichkeit, pro Kurs von ein bis zwei Abkürzungen zu profitieren, die euch unter Umständen einen kleinen Vorteil verschaffen.

Neben den Power-ups stoßt ihr darüber hinaus immer wieder auf Geschwindigkeitspads, die euch einen kleinen Boost verschaffen. Den bekommt ihr auch nach einer Kurve, wenn ihr lange genug hindurchgedriftet seid. Das ist zumeist auch zwingend erforderlich, um nicht den Anschluss zu verlieren oder seinen Vorsprung weiter auszubauen. Hierbei kommt es auch auf das richtige Timing an, damit man eine Kurve wirklich perfekt passiert und nicht währenddessen oder am Ende doch noch an die Streckenbegrenzung knallt. Das generelle Handling der Fahrzeuge ist den Machern von Sumo Digital gut gelungen. Man hat Tasten stets die Kontrolle über die flinken Flitzer und kann sie geschmeidig um die Kurven lenken. Währenddessen solltet ihr jedoch die Augen nach Hindernissen offen halten, mit denen ihr zusammenstoßen könntet. Manche davon sind stationär, andere bewegen sich über die Strecke, zum Beispiel große Krabben am Strand.

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