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Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes

„Easier than the Kessel Run“

Star Wars The Clone Wars läuft nicht ohne Grund auf dem Sender Cartoon Network, richtet sich die Serie doch vornehmlich an das jüngere Publikum. Von einem Spiel zur Serie sollte man daher nicht unbedingt erwarten, dass es einen vor allzu größere Herausforderungen stellt. Und genau das ist auch der Fall. Man könnte sogar sagen, dass Republic Heroes fast schon etwas zu einfach ist.

Natürlich sollte man die angepeilte junge Zielgruppe nicht ignorieren, aber selbst auf dem „Meister“-Schwierigkeitsgrad fällt Republic Heroes nun wirklich nicht viel kniffliger aus. Als geübter Zocker hat man bei der Bewältigung der einzelnen Level keinerlei Probleme, säbelt sich mühelos durch Horden von Kampfdroiden oder führt Klonkrieger in die Schlacht. Und all das ohne Konsequenzen. Stirbt man beziehungsweise stürzt einen Abgrund hinunter, taucht man sofort am letzten Checkpoint wieder auf – ohne Punktverlust und so oft man möchte.

Die Feinde selbst sind dabei das geringste Problem, es ist viel mehr die Steuerung, die einem öfter mal einen Strich durch die Rechnung macht. Wobei man hier auch ein zweischneidiges Schwert vor sich hat. Im Grunde genommen ist alles recht simpel und leicht verständlich aufgebaut, das Droidenschnetzeln könnte kaum einfacher sein. Die Kämpfe spielen sich daher eigentlich sehr angenehm, wenn man aber zu den Hüpfpassagen kommt, sieht es schon wieder anders aus. Hier fühlt sich das Spiel etwas zu hakelig und unpräzise an, was eben dazu führt, dass man öfter mal im Nirwana landet. Aufgrund der großzügig verteilten Wiedereinstiegspunkte ist das vielleicht nicht allzu frustrierend, aber dennoch ein Ärgernis, das man hätte vermeiden können, zumal solche Abschnitte regelmäßig vorkommen.

Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes - Trailer

Licht und Schatten erwarten einen auch in punkto Missionsdesign und Abwechslung. Die einzelnen Abschnitte dauern selten mehr als zehn Minuten, dafür wechselt das Geschehen stets von Schauplatz zu Schauplatz. Letztendlich hängt aber alles irgendwie zusammen, obwohl es anfangs vielleicht nicht den Anschein haben mag. Einmal kämpft ihr beispielsweise mit Anakin und Ahsoka auf Ryloth, später steuert ihr einen Klonkrieger mitsamt seines AT-RTs durch aufmarschiedene Droidengruppen. Obi-Wan und Mace Windu treiben sich auf einer Raumstation im Naboo-System herum und die Jedi-Meisterinnen Aayla Secura sowie Luminara Unduli erklimmen auf einem schneebedeckten Planeten mitsamt einiger AT-TE-Walker erstmal eine riesige Eiswand, bevor sie eine äußerst interessante Entdeckung machen.

Die Areale bieten also definitiv genügend Variation, die Aufgabenstellungen selbst hätten allerdings noch etwas variantenreicher ausfallen können. Meistens geht es darum, sämtliche Droiden zu vernichten, ein paar Schalter zu aktivieren oder durch die Gegend zu springen. Nichts wirklich außergewöhnliches. Steuert man einen Jedi, spielt sich Republic Heroes ein wenig wie ein Hack'n'Slay á la God of War. Die Fähigkeiten lassen sich zwar in begrenztem Rahmen verbessern, zum Beispiel kann man das Lichtschwert zweimal statt einmal um sich Kreisen lassen, umfangreiche Upgrades wie in The Force Unleashed sollte man aber nicht erwarten.

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