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Tabula Rasa Test

PC Test von Benjamin Jakobs

21 November, 2007

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Der Begriff „Tabula Rasa“ lässt sich auf verschiedenste Art und Weise interpretieren, normalerweise steht er jedoch für „unbeschriebenes Blatt“ oder auch „leere Tafel“. Ein unbeschriebenes Blatt ist Richard Garriott nun wahrlich nicht, aber mit seinem neuesten Werk Tabula Rasa macht der Altmeister so einiges anders als die Konkurrenz.

Einige Star Wars Galaxies-Veteranen erinnern sich wahrscheinlich noch daran, dass LucasArts und Sony Online Entertainment im Jahr 2005 fast das gesamte Spiel umgekrempelt hatten und dem MMO somit ein wesentlich rasanteres Gameplay verpassten. Fortan erinnerte der Spielablauf eher an einen Third Person-Shooter mit RPG-Elementen. Dummerweise schlampten beide Unternehmen jedoch bei der Umsetzung und vergraulten viele Spieler. Und ausgerechnet Richard Garriott und Destination Games zeigen ihnen ganze zwei Jahre später, wo der Hammer hängt.

Für Tabula Rasa hat man nämlich ein fast identisches System ausgetüftelt, in dem Ihr mit Eurem Charakter wie in einem Actionspiel agiert, gleichzeitig aber ebenso die MMO-typischen Quests erledigt, Items sammelt oder Erfahrungspunkte verdient. Verpackt wurde dieses Spielerlebnis in eine durchaus ansprechende und interessante Hintergrundgeschichte.

Ein wichtiger Punkt dabei: Es ist kein Fantasy-Szenario. Davon gibt es mittlerweile sowieso mehr als genug. Stattdessen führt Euch Tabula Rasa auf fremde Welten, denn die Erde wurde von den Bane – einer aggressiven außerirdischen Rasse – platt gemacht. Während somit ein Großteil der Menschheit nicht mehr unter den Lebenden weilt, wählte eine streng geheime Organisation schon im Vorfeld zahlreiche Personen für eine besondere Aufgabe aus. Glücklicherweise entdeckte man nämlich vor geraumer Zeit die Wurmloch-Technologie und konnte die wenigen Überlebenden so in Sicherheit bringen, bevor der Kontakt mit dem blauen Planeten endgültig abbrach. Was erst nach einer Niederlage klingt, ist in Wirklichkeit aber eher ein Neuanfang. Die verbliebenen Menschen sammeln sich fortan unter dem Banner der AFS (Allied Free Sentients) und wollen die außerirdischen Angreifer aus dem Weltall pusten.

'Tabula Rasa' Screenshot 1

Ich kann Kung Fu!

In diese Welt verschlägt es Euch wiederum als unbeschriebenes Blatt. Und als solches will natürlich zuerst ein eigener Charakter (nur Menschen stehen zur Auswahl) erstellt werden. Die üblichen Details wie Haut- oder Haarfarbe, Frisur, Zubehör und Panzerung (für Anfänger) dürfen natürlich nicht fehlen – selbst wenn die Optionen weit weniger umfangreich sind als in Star Wars Galaxies oder EverQuest II. Neu ist hingegen die Tatsache, dass man den gewählten Nachnamen für sich und seine Klone behält.

Moment mal, Klone? Richtig, Klone! Die dienen in Tabula Rasa quasi als Spielstand und können vor einer weiteren Spezialisierung in einem bestimmten Beruf angelegt werden. Jeder Klon bekommt einen eigenen Vornamen und lässt sich in Sachen Aussehen und Geschlecht frei anpassen. Wer zwischendurch weitere Fortschritte speichern möchte, kann sich Klonkredite auch über mehrere Quests verdienen. Insgesamt stehen Euch 16 Slots für Charaktere und Klone zur Verfügung.

'Tabula Rasa' Screenshot 2

Der Patient freut sich über seine erfolgreiche Laserbehandlung.

Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang die Art der Berufswahl. Zu Beginn ist jeder Spieler einfach nur ein Rekrut mit identischen Fähigkeiten. Man wählt also nicht wie in World of WarCraft oder EverQuest II zwischen Magiern und Kriegern. Mit dem Erreichen von Level 5 entscheidet Ihr Euch für die erste Spezialisierung: Soldat oder Spezialist. Folgen wir an dieser Stelle mal dem Beispiel des Soldaten. Die nächste Entscheidung wird bei Level 10 von Euch verlangt. Der Kommandosoldat geht mehr in Richtung schwere Waffen, während der Aufklärer teilweise aus der Entfernung agiert und besser getarnt ist. Bis zur endgültigen Entscheidung mit Level 30 dauert es dann anschließend ein Weilchen länger. Hier könnt Ihr zwischen Grenadier/Gardist (Kommandosoldat) und Scharfschütze/Spion (Aufklärer) wählen.

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Kommentare: 1-6 von 6 gesamt

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Heavy_Rain
21/11/07 @ 16:29
#1
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Ja, ist wirklich überraschend, die letzten Previews und "Meinungen" die ich über das Spiel gehört hatte waren eigentlich alle eher Negativ gewesen. Mal was neues das die Vorschau schlechter ausfällt als das Endergebnis.
amigaones
22/11/07 @ 00:29
#2
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Hmm. Finde irgendwie entspricht das Review nicht so ganz meiner Meinung. Hab mich zwar nicht ausführlich damit beschäftigt, und nur die Beta etwas gespielt, aber fand das Spiel eher schön, und auch eher komplex. Also kein bisschen so wie es hier dargestellt wird. Und die Screenshots gefallen mir auch nicht. Vielleicht die Grafik runtergestellt? Und von wegen ruckeln in der Beta lief es bei mir damals schon in 1680x1050 in vollsten Details super flüssig. Vielleicht den falschen Rechner?
Also die offiziellen Screenshots finde ich wesentlich schöner: http://eu.rgtr.com/images/galleries/scre...
Und genau so sah es bei mir auch aus. :)
Also der grafische Vergleich mit WoW ist doch sehr gewagt.
f1r3storm [staff]
22/11/07 @ 10:10
#3
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Ich vergleiche es ja nicht direkt mit der Grafik von WoW, sondern eher die Richtung, die beide einschlagen. Anstatt auf hochmoderne Optik zu setzen, für die wahrscheinlich gleich ein neuer Rechner angeschafft werden müsste, berücksichtigt man auch noch die älteren Kisten und bietet gleichzeitig eine stimmungsvolle und schöne/hübsche Grafik an.

Und die erfüllt eben ihren Zweck mehr als gut, ohne dabei aber neue Maßstäbe zu setzen.

Und im Vergleich mit EverQuest 2 oder dem früheren Star Wars Galaxies finde ich es schon deutlich weniger komplex.
OtaQ
22/11/07 @ 12:44
#4
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hmm... halte generell nix von Reviews zu MMOs.

...jedenfalls nicht mit üblichen Wertungssystemen alá "x%" oder "x von 10".

Onlinespiele entfalten erst bei längerer Spielzeit ihre Stärken und offenbaren zuvor möglicherweise nicht sichtbare bzw. weniger deutliche Schwächen. Außerdem wirkt sich das "Mitwirken" bzw. "Nichtmitwirken" in einer Gilde/Clan ebenfalls stark auf den Spielspaß aus...

So etwas in einer allgemeinen Wertung festzuhalten, seh ich also eher als unsinnig an. Siehe VANGUARD :)
atomhamster
23/11/07 @ 11:08
#5
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Gibt es eine Abo Gebühr? Falls ja, finde ich das sich der letzte Satz schwer damit vereinen lässt: "Sofern Ihr Euch also nicht in ein komplexes Online-Rollenspiel hineinarbeiten möchtet, hin und wieder mal nur für eine einzige Stunde Spaß haben wollt..."

Wer kombiniert denn Abo mit "hin und wieder spass haben"?
Schade auch, das nicht erläutert wird wie weit die Berufe eigentlich ausufern, wie viel Spieltiefe gegeben ist. Was ist mit Gilden?
Lea [staff]
23/11/07 @ 12:43
#6
0
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Wer kombiniert denn Abo mit "hin und wieder spass haben"?

Nun, es gibt ja zwei Arten von MMO-Spielern: Die einen (so wie ich), die jeden Tag 5-6 Stunden die Highend-Instanzen abgrasen. Und die anderen, die eher ein lockeres Spielen vorziehen und sich jeden Abend nur mal 1-2 Stunden einloggen :) Und manche MMOs sind eben drauf ausgelegt, dass du zu der ersten Kategorie zählst. Siehe Everquest 1. Insofern hat der Satz seine Berechtigung :)
Edited 1 times, most recently on 23/11/07 @ 12:43

Kommentare: 1-6 von 6 gesamt

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