Details zum Multiplayer-Modus von Red Dead Redemption: Undead Nightmare

Der Zombie-Fleischwolf

Amerikanischen Embargos sei dank, dürfen wir erst fünf Tage vor Release die genauen Details zum Undead-Nightmare-Multiplayer nennen und über unsere ersten Erfahrungen berichten. Das Singleplayer-Addon zu Red Dead Redemption besitzt neben der Kampagne auch zwei neue Online-Spielmodi. Nummer 1: Der Ansturm der Untoten. Eine Art Zombie-Horde-Modus, den man kooperativ mit bis zu vier Spielern bestreiten darf. Nummer 2: Ein neuer Free-Roam-Modus namens Land Grab - leider ohne wandelnde Leichen. Wer den Battlefield-Modus Conquest kennt, wird sich auch hier schnell zurechtfinden. Zwei Banden, mehrere Areale zum Einnehmen und viel, viel Blei. Vor Ort konnten wir aber nur den Zombie-Fleischwolf auf zwei Karten ausprobieren, waren dafür aber umso begeisterter.

Bevor ihr euch in das Abenteuer stürzt, müsst ihr eine von vier Klassen auswählen. Der Zerstörer setzt auf Dynamit, eine abgesägte Schrotflinte und die Mauser-Pistole. Mit ihm lassen sich Zombie gleich auf nahe bis mittlere Entfernung reihenweise flachlegen. Außerdem sorgt die hohe Schussfrequenz der halbautomatischen Knarre für eine hohe Kombowertung. Im Gegensatz dazu versucht der Distanzschütze sich das untote Volk von der Pelle zu halten. Durch die niedrige Schussfrequenz seines Gewehrs, der Schrotflinte und der extrem starken Pistole ist er auf nahe Entfernung fast unbrauchbar.

Die Overkill-Klasse fühlt sich dort dagegen am wohlsten. Die Pump-Action-Schrotflinte und das Dynamit sind ideal, um mehrere Leichen auf einmal zu zerfetzen. Während der Mauler mit seinem ausgewogenen Arsenal aus Schrotflinte, Gewehr und einem klassischen Revolver, eigentlich in jeder Situation gute Ergebnisse erzielt. Zusammen geht es dann auf eine von fünf Karten, auf denen nach und nach immer stärkere Zombie-Wellen erscheinen.

Essentiell ist dabei ein Sarg, der bei jeder Welle erscheint. In diesem findet ihr Nachschub und spezielle Phosphor-Munition. Während ihr das Ding öffnet, müssen euch aber eure Kollegen decken, sonst überrennt euch die untote Brut. Außerdem müsst ihr die Horde in einem bestimmten Zeitlimit erledigen. Läuft das ab, werden eure Waffen deaktiviert und ihr werdet einfach von den Hirnfressern überrannt. Wie in der Story lauern euch vier unterschiedliche Zombies auf. Die klassischen Schnarchnasen, die euch zappelnd entgegen wackeln, blitzschnelle Sprinter, giftige Spucker und massive Nahkämpfer, die euch mit einem Stoß umwerfen.

Mit etwas Teamplay gelang es uns nach drei Partien, die zehnte Runde zu erreichen. Das Spiel ist zu diesem Zeitpunkt schon knackig schwer und erfordert eine dicke Portion Koordination. Im Notfall könnt ihr gefallene Kollegen zwar wieder auf die Beine holen, doch das dauert. Und die Zombies legen bestimmt keine Pause ein, um euch fairerweise ein Comeback zu erlauben. Neben der Rundenanzahl gibt es ein weiteren Gradmesser für euer Können. Für jeden Abschuss gibt es eine bestimmte Punktzahl. Für jeden Kopfschuss einen Bonus. Und für Kills in einem kurzen Zeitraum hintereinander einen Multiplikator. Habt ihr gemeinsam genug Punkte erreicht, gibt es eine Medaille. Wer ehrgeizig genug ist, kann in einer Rangliste um die vordersten Plätze kämpfen.

Was für eine Gaudi: Der Ansturm der Toten ist genau das, was Red Dead Redemption noch gefehlt hat. Online waren mir die Gefechte fast ein wenig zu gewöhnlich und die Möglichkeiten des Koop-Modus zu beschränkt. Diese Horde-Variante verspricht dagegen schnellen, unkomplizierten Spielspaß. Und auch der Landraub-Modus sieht auf dem Papier ganz nett aus und bringt etwas mehr Taktik in die Online-Gefechte. Zusammen mit dem hoffentlich gelungenen Multiplayer könnte Undead Nightmare der DLC mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis werden. Mal abwarten, wie sich nächste Woche die Kampagne schlägt.

Red Dead Redemption: Undead Nightmare erscheint am 26. Oktober auf XBLA und PSN. Der DLC kostet 800 Microsoft-Punkte beziehungsweise 9,99 Euro. Außerdem wird Rockstar noch eine Box-Version auf den Markt bringen, die allen Download-Inhalte miteinander vereint.

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Kristian Metzger

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