Underworld ohne Ultima: Serienerfinder kündigt Underworld Ascendant an

Paul Neurath meldet sich zurück.

Vor zwei Jahren fragte sich Design-Legende Warren Spector noch, wo ein Update zur Rollenspiel-Legende Ultima Underworld bleibt. Dieser Wunsch wird ihm jetzt in Bälde erfüllt, von niemand geringerem als Paul Neurath, dem leitenden Entwickler des Originals und späterem Mitgründer von Looking Glass Studios (System Shock, Thief).

Mit Underworld Ascendant bleibt natürlich der Ultima-Name außen vor, aber man darf davon ausgehen, dass Neurath und sein neues Bostoner Studio OtherSide Entertainment den unterweltlichen Namenszusatz nicht zufällig gewählt haben.

Was an Ultima und der Underworld-Reihe so besonders war, entnehmt ihr besser Martins umfassender Abhandlung zum Thema, er war damals nämlich dabei, als sie rauskamen.

"Wir freuen uns, mit Underworld Ascendant das Underworld-Franchise zurückzubringen und es in bislang ungesehener Weise zu vitalisieren", so Neurath auf der offiziellen Seite des Entwicklers.

Als Rückendeckung hat er schon mal einige seiner alten Weggefährten gebeten, über Ultima Underworlds einstige Bedeutung zu sinnieren:

Richard Garriot, Lord British himself, hatte dazu zu sagen: "Für uns lebenslange Gamer, die sich noch an die alten Tage des Underworld-Franchise, erschaffen von Paul Neurath, erinnern können, repräsentierten diese Spiele einen Wendepunkt in Sachen immersiver, wahrhaft dreidimensionaler Rollenspiele. In diesen Tagen sehen wir viele dieser großen Spiele zurückkehren, Underworld ist für mich eines der aufregendsten."

"Underworld hatte auf mein Verständnis von spielen einen transformativen Effekt", erinnert sich System-Shock- und BioShock-Erfinder Ken Levine. "Es war das erste Mal, dass ich mich im 'Inneren' einer Fantasiewelt fühlte. Es war das Spiel, das alle kreativen Ambitionen ankurbelte."

Star Citizen Nummer eins, Chris Roberts hatte ebenfalls warme Worte übrig: "Ultima Underworld war für die Zeit wahrlich revolutionär - es war das erste volltexturierte 3D-Ego-Spiel. Als solches beeinflusste es so ziemlich jedes Spiel in 3D-Ego-Sicht, das nach ihm kam. Man kann es wirklich den Großvater aller First-Person-Rollenspiele nennen." Das Schlusswort soll jedoch Warren Spector behalten, der mittlerweile bei der Denius-Sams Gaming Academy tätig ist und hiermit seinen Wunsch von 2012 erfüllt sieht:

"Als Produzent der ursprünglichen Ultima-Underworld-Spiele werde ich nie den Moment vergessen, in dem ich das erste Mal einen funktionierenden Prototypen des Spiels sah. Es war, als hätte sich soeben die Welt verändert. Als das erste volltexturierte Echtzeit-Ego-Spiel bahnte Underworld den Weg für jedes Spiel aus Ego-Sicht, das folgte. Wenn man das nicht 'die Welt verändern' nennen kann, was dann?"

Ultima Underworld erschien 1992 und bekam noch einen Nachfolger.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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