League-of-Legends-Entwickler Riot und die ESL halten Profi-Spieler und Mitarbeiter dazu an, sich offiziell nicht politisch zu äußern

Eine private Sache.

Die Sperre von Hearthstone-Profi Blitzchung durch Blizzard, nachdem dieser sich zu den Protesten in Hong Kong äußerte, zog scharfe Kritik am Unternehmen nach sich.

Eine Woche später hat sich Blizzard erneut dazu geäußert und Blitzchungs Strafe reduziert.

Die Auswirkungen dieses ganzen Vorfalls gehen aber weit über die Grenzen von Blizzard hinaus. League-of-Legends-Entwickler Riot, der zum chinesischen Unternehmen Tencent gehört, "erinnerte" seine Caster und Profi-Spieler zum Beispiel daran, über solche Themen nicht zu sprechen, wenn sie auf Sendung sind.

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Der Vorfall rund um Hearthstone-Profi Blitzchung schlägt Wellen.

"Wir sind überzeugt, dass es in unserer Verantwortung liegt, dass Statements oder Handlungen auf unseren offiziellen Plattformen (ob beabsichtigt oder nicht) nicht dazu führen, dass sensible Situationen eskalieren", schreibt Riots John Needham.

Auch die ESL fordert ihre Mitarbeiter dazu auf, sich auf offizieller Seite in sozialen Medien nicht dazu zu äußern.

"Als globales Unternehmen, das in vielen Ländern weltweit aktiv ist, halten wir uns natürlich aus politischen Diskussionen heraus und setzen das beste Beispiel, indem wir nach unseren Werten leben", schreibt ESL-Co-Chef und -Mitgründer Ralf Reichert in einer E-Mail an Mitarbeiter. "Daher würden wir empfehlen, sich nicht aktiv an der Diskussion zu beteiligen, vor allem nicht in sozialen Medien."

Wie Hong Kong Free Press anmerkt, hatte die ESL im September eine Partnerschaft mit Huya angekündigt. Huya ist ein chinesischer Streaming-Dienst, der von Tencent unterstützt ist. Erst in einer folgenden E-Mail betonte ein ESL-Sprecher, dass es Mitarbeitern frei steht, auf ihren privaten Accounts ihre persönliche Meinung zu äußern.

Indes betont Fortnite-Entwickler Epic Games, an dem Tencent ebenso Anteile hält, dass Spieler sich frei äußern können.

"Epic unterstützt das Recht jedes Einzelnen, sich zu Politik und Menschenrechten zu äußern", heißt es in einem Statement. "Wir würden keinen Fortnite-Spieler oder Content Creator bestrafen oder sperren, wenn er sich dazu äußert."

Quelle: Hong Kong Free Press, The Verge

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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