Dynasty Warriors 6: Empires • Seite 2

China-Schlachtplatte

Ständig aufploppende Gegner, Texturen und Landschaftsdetail sind nicht gerade NextGen-würdig. Auch die Slow-Downs bei Spezialattacken und Massenschlachten sollten eigentlich der Vergangenheit angehören. Und PS3-Besitzer müssen sogar mit etwas mehr Slowdowns und noch später auftauchenden Soldaten leben.

Immerhin verbreiten nette Spezialeffekt, teilweise vorhandene Schatten und deutlich mehr Details zumindest etwas High-End-Feeling. Mit echten Blockbustern-Titeln kann sich die Dynasty-Warriors-Serie aber noch lange nicht messen. Dazu sind Landschaft, Figuren und Gebäude noch immer etwas Polygon-arm.

Neben dem hektischen Prügel-Einerlei, das nur durch freigespielte und Standard-Spezialattacken unterbrochen wird, gilt es bei größeren Gefechten eure Offiziere durch die Gegend zu schicken, das nächste Angrifssziel herauszusuchen und euch an der Basis mit neuer Lebensenergie zu versorgen. Das überlebenswichtige Essen wird nun nämlich nur noch in euren Basen produziert bzw. von gegnerischen Helden fallen gelassen.

Das Spiel wird dadurch eine ganze Ecke taktisch anspruchsvoller und härter. Alternativ könnt ihr auch vom Rücken eures Pferdes aus angreifen. So fällt es zwar deutlich schwerer die Gegner in die Knie zu zwingen, dafür nehmt ihr bei eurem wilden Galopp durch die feindlichen Massen wenig Schaden.

Natürlich dürfen auch die restlichen Verbesserungen aus dem sechsten Teil nicht fehlen. Euer Held kann nun schwimmen und Leiter hochklettern. Wichtig auf großen Sumpfkarten mit weitläufigen Wasserflächen oder Gefechten wie die Schlacht um das Hu Lao Tor. So könnt ihr jetzt dem Gegner besser in den Rücken fallen und bei Belagerungen die Feindtruppen von den Befestigungen fegen. Außerdem fehlt erneut ein Online-Mehrspielermodus, dafür dürft ihr im Splitscreen sogar bei den Kampagnen antreten. Ein schwacher Trost.

Alle hirnlosen Polygon-Schlachter da draußen, die meinen Hang zu repetitiven Massenschlachten teilen, werden sich auch beim Addon zum sechsten Teil auf glühende Daumen freuen. Wie gehabt schnetzelt sich das Spielvergnügen zwar wenig abwechslungsreich, aber auf unterstem Niveau herrlich befriedigend. Und es wird noch besser: Die neue Grafik-Engine präsentiert sich deutlich hübscher, der Charakter-Editor umfangreich und die vielen minimalen Verbesserungen substanziell genug, um Fans der Serie das Zugreifen zu erleichtern. Ein echte Überraschung also?

Nein, leider torpediert die mäßige Technik, der harte Einstieg, das für westliche Geschmäcker schwer verdauliche Szenario und das immer noch zu eintönige Prügel-Gameplay die Hit-Ambitionen. Dynasty-Warriors-Veteranen dürfen nahezu bedenkenlos zugreifen, der wahrscheinlich deutlich größere Rest sollte mal einen Versuch bei der Videothek wagen. Vielleicht seid ihr ja genauso stumpf wie meine Wenigkeit und habt damit auch euren Spaß. Als Ausgleich geh ich nun erstmal wieder ein wenig Flower spielen, um nicht endgültig im Hack'n'Slay-Nirvana zu versinken.

7 /10

Dynasty Warriors 6 Empires ist erhältlich für PS3 und Xbox 360.

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Kristian Metzger

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