Earth Defense Force: World Brothers - Test: Aliens niedermetzeln im familienfreundlichen Look

EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF!

Nicht der spielerisch anspruchsvollste Titel, aber ein unterhaltsamer Zeitvertreib im schönen Voxel-Stil für zwischendurch.

EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! Die Weltenretter sind endlich wieder im Einsatz und diesmal haben sie eine Menge zu tun, denn die Erde wurde kurzerhand in Stücke gesprengt und danach haben die außerirdischen Aggressoren noch nicht genug. Es liegt an euch, eine neue EDF aufzubauen und den Invasoren einmal mehr zu zeigen, wo der Hammer hängt. Anders gesagt: erwartet nicht, dass die Reihe ihre Formel im Kern großartig über den Haufen wirft, jedenfalls nicht spielerisch.

Visuell sieht's da dieses Mal deutlich anders aus. Statt auf einen realistischeren Look zu setzen, lässt euch Earth Defense Force: World Brothers die Aliens diesmal auf die familienfreundliche Art niedermetzeln, nämlich in einem blockigen Voxel-Stil. Es könnte genauso gut Minecraft Defense Force: World Brothers heißen, aber das ist jetzt nicht als große Kritik gedacht, das Spiel versprüht so seinen eigenen Charme und wenn's ein wenig bunter statt grau-brauner Realismus ist, schadet das mit Sicherheit nicht.

Earth Defense Force: World Brothers oder: einfach alles über den Haufen ballern

Nicht, dass sich im Zuge dessen großartig was am Inhalt ändern würde. Ihr gegen die Außerirdischen. Große Aliens. Haushohe Aliens. Ob Ameisen, Roboter oder anderes Getier, ihr ballert es mit euren Waffen von den Überbleibseln des Planeten und heißt die Ankömmlinge so auf eine ganz besondere Art willkommen. Obgleich sich die Entwickler mit diesem Spiel klar darum bemühen, neue Zielgruppen zu erschließen, versuchen sie zugleich, die alten Veteranen nicht zu verschrecken. Und ja, ihr solltet euch von der Fassade nicht abschrecken lassen, im Kern ist das nach wie vor EDF pur.

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Mit dem Wing Diver könnt ihr abheben und aus der Luft attackieren. (Earth Defense Force: World Brothers Test)

Der Voxel-Stil passt dabei gut zum Spielgeschehen in und gestaltet das Ende der Welt ein wenig niedlicher. Gebäude lassen sich mit den richtigen Waffen weiterhin zerstören, ihr sprengt im wahrsten Sinne des Wortes Blöcke aus ihnen heraus. Zugleich müsst ihr euch wenig Gedanken um die Suche nach neuen Waffen in den Levels machen. Ihr seid mit vier Charakteren unterwegs, zwischen denen ihr jederzeit wechseln könnt, und jeder davon hat seine eigene Waffe, eine besondere Fähigkeit und eine Spezialattacke.

Weniger Grind und etwas einfacher

Waffen lassen sich zwar innerhalb der gleichen Kategorie austauschen, im Großen und Ganzen ist das aber nicht eure primäre Beschäftigung. Rettet ihr mehr der gleichen Charakterklasse, könnt ihr eure einzelnen Klassen zudem im Level aufsteigen lassen. Somit ist es ihnen später möglich, doch noch weitere Waffen einzusetzen, insgesamt ist der Grind - wenn ihr denn darauf aus seid, mehr Charaktere zu retten - aber nicht so umfangreich wie früher.

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Jeder Charakter hat eine eigene Spezialfähigkeit. (Earth Defense Force: World Brothers Test)

Zur Erschließung der neuen Zielgruppen passt, dass sich World Brothers einfacher spielt als seine Vorgänger. Oder sagen wir unkomplizierter. Da ihr nicht mitten im Gefecht irgendwelche Waffen aufsammeln und verwalten müsst, fällt der Überblick einfacher. Natürlich müsst ihr weiterhin aufpassen, denn die Gegner sind in vielen Fällen zwar Kanonenfutter, aber wenn ihr unbedacht agiert und euch treffen lasst, wird's doch gefährlich. Hier und da sammelt ihr dann fallengelassene Herzen auf, die euch wertvolle Gesundheit zurückbringen. Das ist dann eher der Faktor, den ihr beachten solltet.

Das Spiel mit den Klischees in Earth Defense Force: World Brothers

Wie erwähnt spielt ihr in den Missionen vier Charaktere, die ihr euch vor dem Start eines Einsatzes nach Lust und Laune aussucht. Stück für Stück rekrutiert ihr mehr davon für euren Trupp, indem ihr sie während der jeweiligen Aufträge rettet. Ihre unterschiedlichen Fähigkeiten helfen euch dann in verschiedenen Situationen weiter. Mit dem Wing Diver fliegt ihr zum Beispiel durch die Luft und schaltet so manche Feinde gefahrlos von oben aus. Andere Protagonisten haben schnell feuernde Waffen, wieder andere setzen auf ein eher explosives, aber langsames Arsenal. Das lässt euch ein wenig Flexibilität bei der Zusammenstellung eines guten Teams.

Die Auswahl ist riesig. Klar, hier und da sind einfach Reskins mit dezent anderen Werten dabei, aber das macht die Zahl nicht kleiner. Und bei manchen von ihnen setzen die Entwickler gezielt auf Stereotypen. Das ist dann kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, sondern ein gezielter Schlag in die Fresse. Stört ihr euch an solchen Dingen, ist das unter Umständen weniger was für euch. Es ist aber herrlich absurd, mit dem stets besoffenen Amigo Brother inklusive Sombrero, Poncho und Gitarre, mit dem britischen Royal Guard im Stil der Queen's Guard oder mit der Tulip Sister in holländischer Tracht - ihr Spezialangriff platziert Windmühlen im Level, die Gegner attackieren - durch die Level zu laufen und Gegner niederzumähen. Das seht ihr nicht alle Tage.

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Der Amigo Brother ist nur einer von vielen, mit Klischees beladenen Charakteren. (Earth Defense Force: World Brothers Test)

Bitter für Spieler und Spielerinnen auf PC und Nintendo Switch ist, dass es dort keinen Splitscreen-Modus gibt. Die Switch, okay, wenngleich World Brothers nicht wie das technisch anspruchsvollste Spiel aussieht, das die Konsole vor arge Probleme stellen sollte. Aber vor allem auf dem PC ist es für mich nicht nachvollziehbar. Auf der PlayStation müsst ihr euch darüber keine Gedanken machen, dort gibt's die Option zum lokalen Spielen, ansonsten bleibt euch allein der Online-Modus, um gemeinsam den Aliens in den Arsch zu treten.

Und bevor ich es vergesse: EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF! EDF!

Earth Defense Force: World Brothers Test - Fazit

Ihr möchtet ein nicht ganz so ernstzunehmendes Geballer mit leicht düsteren Untertönen haben? Earth Defense Force: World Brothers füllt diese Lücke ganz gut aus. Primär dazu gedacht, neue Zielgruppen zu erschließen, überzeugt es mit seinem Voxel-Look und zahlreichen spielbaren Charakteren. Mit denen schießt ihr alles nieder, was nach Alien aussieht. Ganz einfach. Das entspricht nicht dem größten spielerischen Anspruch, für ein paar Level zwischendurch macht's aber immer wieder Spaß. Schade, dass die Switch- und PC-Versionen dabei auf den Splitscreen verzichten müssen, zusammen bereitet es noch ein wenig mehr Spaß als alleine - die PlayStation ist hier im Vorteil.

Ihr bekommt Earth Defense Force: World Brothers im PlayStation Store, auf Steam und im Nintendo-Switch-eShop.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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