24-jähriger Total-War-Fan in Rome 2 verewigt, bevor er an Krebs starb

Creative Assembly erfüllt dem Fan einen Wunsch und zeigt sich tief betroffen.

Im letzten Sommer war der 24-jährige James eine der ersten Personen außerhalb von SEGA und Creative Assembly, die Total War: Rome 2 beim Entwickler im britischen Horsham spielen durfte.

Einen Tag nach der Ankündigung des Spiels bekam er eine Tour durch das Studio, erfuhr Einzelheiten zur Entwicklung des Spiels, sprach mit wichtigen Mitarbeitern, konnte eine Alpha-Version von Rome 2 spielen und sogar eigene Vorschläge beziehungsweise Feedback mit einbringen.

james

Creative Assembly verewigte James sogar als römischen Soldaten im Spiel, wie ihr anhand des Bildes neben diesen Zeilen sehen können. Kurz nach dem Besuch beim Entwicklerstudio verlor er allerdings seinen Kampf gegen den Leberkrebs.

Ermöglicht wurde der Besuch des Studios durch die Willow Foundation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, für sehr kranke Menschen ganz besondere Tage zu organisieren. Einer dieser Tage war eben James' Besuch bei Creative Assembly, bei dem er von seinem Bruder begleitet wurde.

„Was mich wirklich sprachlos gemacht hat, waren die Reaktionen meiner Kollegen, als James zu uns kam", sagt Community Manager Craig Laycock im Gespräch mit Eurogamer. „Ich wurde von E-Mails mit Hilfsangeboten für James' Tag überschwemmt. Die Tour hat sich praktisch von selbst organisiert und die Jungs um mich herum wollten James wirklich einen tiefen Einblick in die Entwicklung von Rome 2 geben."

„James verhielt sich an diesem Tag bemerkenswert. Sein Enthusiasmus kannte keine Grenzen. Er stellte voller Leidenschaft fragen und machte klare und knappe Vorschläge für Features im Spiel."

„Als ich kürzlich erfuhr, dass James gestorben ist, war das niederschmetternd. Obwohl er nur ein paar Stunden hier verbracht hat, war es absolut niederschmetternd, weil er uns allen hier in der Zeit zeigen konnte, wie groß seine Leidenschaft für unsere Spiele war."

„Und obwohl er nie die Chance bekommen wird, die Veröffentlichung von Rome 2 zu erleben, wird er doch in kleinem Umfang in unserem Spiel weiterleben. Und jedes Mal, wenn ich ihn sehe, werde ich mich daran erinnern, was für ein toller Kerl er war", so Laycock.

„In vielerlei Hinsicht repräsentierte James das, was das Beste an der Arbeit mit Videospielen ist: Man entwickelt Spiele, mit denen die Leute Spaß haben und denen sie treu bleiben. Darum tun wir alle hier das, was wir tun und deswegen arbeiten wir mit einer solchen Begeisterung daran. Das hat er uns wirklich vor Augen geführt."

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