Medal of Honor: Heroes 2

Zurück zu den Wurzeln

Allem Anschein nach können die Spieler vom Zweiten Weltkrieg einfach nicht genug bekommen. Und dieses Mal kehrt Electronic Arts – clevererweise - zu den Frontline-Wurzeln zurück, um einen der zugänglichsten Shooter in der insgesamt achtjährigen Geschichte der Serie abzuliefern.

Nach Medal of Honour: Airborne, das in Kürze für Xbox 360 und PS3 erscheint, wartet mit Heroes 2 auch eine Wii- und PSP-Version, die jeweils einen riesigen Multiplayerpart für bis zu 32 virtuelle Soldaten gleichzeitig bietet. Zusätzlich spendiert man der Wii-Fassung einen Light-Gun-Modus, der den kürzlich angekündigten Wii Zapper unterstützen wird.

Wir bekamen die Gelegenheit, in einem exklusiven Interview mit Matt Tomprowski, Lead Producer von Heores 2, mehr über den Titel zu erfahren.

Eurogamer: Es geht mal wieder in die Normandie. Gibt es einen bestimmten Grund, warum EA schon wieder genau dieses Szenario gewählt hat und eben nicht eine Schlacht, die es in noch keinem Medal of Honor gegeben hat?

Matt Tomprowski: Wir haben uns darauf konzentriert, eine atmosphärische Singleplayer-Kampagne auf die Beine zu stellen, in der man als Agent des 'Office of Strategic Services (OSS)' auftritt – dem Vorgänger des CIA und Teil der Special Forces, die vom Militär im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden. Als OSS-Agent Leutnant Jahn Berg wird der Spieler geheime Missionen ausführen und die Schlachtfelder rund um die Normandie von einer anderen Seite kennenlernen. Ganz anders als in den voran gegangenen Medal Of Honor-Spielen. Wir finden diesen Ort und diese Zeit aufregend – so kurz nach dem D-Day –, weil wir den Spieler genau in die entscheidende Phase des Kriegs werfen können. Wenn man bedenkt, dass die Achsen-Mächte in Frankreich im Vollbesitz ihrer Kräfte waren und es überhaupt nicht sicher war, ob die Invasion der Alliierten funktionieren würde, werden die Missionen des Spielers entscheidend für den Ausgang des Kriegs sein.

Eurogamer: Wie lange zieht sich die Geschichte und wo spielt sie?

Matt Tomprowski: Sie spielt kurz nach dem D-Day. Und zwar einer Gegend nahe der Landezone der Alliierten in der Normandie. Wir haben uns dazu entschieden, das Spiel in einer großen, fokussierten Gegend mit sehr viel Tiefe stattfinden zu lassen, anstatt den Spieler durch verteilte, zusammenhanglose Areale zu jagen. Mit diesem Design wird man sehr viel mehr Schlachtfelder und Kriegsgebiete in einem sehr viel größeren Detailgrad erleben.

Eurogamer: Wie viele Missionen gibt es und wie lange wird ein durchschnittlicher Spieler dafür brauchen?

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Matt Tomprowski: Wir wollten wirklich auf das Feedback eingehen, das wir zur eher kurzen Kampagne des ersten Medal of Honor Heroes bekommen hatten. Also haben wir eine völlig neue Kampagne aufgesetzt, die so lang ist und tief geht, wie die traditioneller Shooter auf anderen Konsolen. In Medal of Honor Heroes 2 umfasst die Kampagne sieben Level, für die ein durchschnittlicher Spieler gute sechs bis acht Stunden auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad benötigen wird. Natürlich wird ein höherer Schwierigkeitsgrad auch die Dauer verlängern – und das alles berücksichtigt noch nicht die Wiederspielbarkeit, die aus dem 32-Spieler Online-Multiplayer-Modus resultiert.

Eurogamer: Wie habt Ihr diesmal das Gameplay umgesetzt? Wie seid Ihr seit Frontline und Allied Assault vorangekommen?

Matt Tomprowski: Wir sind wirklich große Fans der frühen Medal of Honor-Spiele wie Frontline und Allied Assault, weil sie tatsächlich den WWII-Shooter definiert haben. Einige Elemente, die wir bei diesen Klassiker wirklich gut fanden, waren diese Spur Adventure und auch die geheimnisvolle Natur der Geschichte und Missionen. Also haben wir beim Design von Medal of Honor Heroes 2 versucht, zu den Wurzeln zurückzugehen und das Abenteuer und die Spionage zurückzubringen – zusätzlich fügten wir auch neue Gameplay-Elemente hinzu.

Eurogamer: Wir setzt Ihr die Landungs-Sequenz um?

Matt Tomprowski: Während es sehr viel gegnerischen Widerstand am Strand gibt, ist das Erlebnis einzigartig und folgt einer anderen Storyline in Bezug auf die Landung. In Medal of Honor Heroes 2 wird Leutnant Berg Teil einer Gruppe der 5th Rangers, die eine kleine Küstenstadt einnehmen muss. Also wird der Spieler, während er an der Seite der Ranger gegen die Feinde kämpft, auch seine eigenen, geheimen Aufträge erfüllen müssen – er gerät an die Front und entfernt sich wieder davon, über den Strand, Städte, kleine Dörfer und viele einzigartige Umgebungen. Um den Spieler weiter in die Schlacht hineinzuziehen, haben wir hart daran gearbeitet, die Grafik gegenüber dem ersten Medal of Honor Heroes zu verbessern. All diese Elemente sorgen für ein überzeugendes Erlebnis.

Eurogamer: Muss man Team-Mitgliedern Deckung geben und so etwas? Oder kann man sich komplett auf die eigenen Ziele konzentrieren?

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Matt Tomprowski: Während man zusammen mit den Ranger Squad kämpft, die versuchen, die Gegend von der Belagerung zu befreien, ist das Hauptziel die geheimen OSS-Aufträge zu erfüllen. Das Gameplay fokussiert sich auf die Aufträge und Ziele.

Eurogamer: Wie sorgt Ihr dafür, dass sich das Spiel immer noch frisch anfühlt – auch für diejenigen, die schon einige WWII-Shooter gespielt haben?

Matt Tomprowski: Als gut ausgestatteter OSS-Agent wird von Dir erwartet, dass Du alles nutzen kannst, was Dir in die Finger kommt. In der Schlacht wird es verschiedene Waffen und Ausrüstung geben. Es wird Szenen geben, in denen man ein feindliches Maschinengewehr-Nest oder eine Artillerie-Stellung übernehmen kann. Aber auch andere schwere Waffen werden zur Verfügung stehen.

Eurogamer: Erzählt uns etwas über die Waffen und das Kampfsystem. Gibt es hier etwas Neues? Oder verlasst Ihr Euch auf die bewiesenen Mechaniken?

Matt Tomprowski: Medal of Honor Heroes 2 wird die klassischen, authentischen Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg anbieten. Zusätzlich wird der Spieler sich auch mit einigen neuen, einzigartigen Waffen konfrontiert werden. Er wird außerdem einzigartige Fähigkeiten haben und über Geräte verfügen, die bislang in noch keinem WWII-Spiel verwendet wurden.

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