Entwickler Rebellion hat ein Problem mit dem Namen Sins of a Solar Empire: Rebellion

Die Argumente sind... interessant.

Entwickler Rebellion (Sniper Elite) stört sich an der Nutzung des Wortes „Rebellion" im Titel von Sins of a Solar Empire: Rebellion. Und nein, das ist kein Witz.

Vielleicht fragt ihr euch, warum das gerade jetzt (wieder) zum Thema wird, schließlich ist Sins of a Solar Empire: Rebellion schon seit rund zwei Jahren erhältlich. Der Grund ist, dass Kalypso eine neue Handelsversion des Spiels in verschiedenen Märkten auf den Markt bringen will und Ironclad sich derzeit darum bemüht, den Namen als Markenzeichen sichern zu lassen.

Bereits im April 2012 hatte Rebellion eine Abmahnung mit Unterlassungsaufforderung an Entwickler Ironclad geschickt, und zwar mit... nun, sagen wir interessanten Argumenten.

„Es kann nur einen Grund für die Nutzung des Namens 'Rebellion' für das Spiel geben, nämlich den, dass er identisch mit dem Namen unseres Klienten ist. Dieser Name wurde gewählt, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und sie glauben zu lassen, dass dieses Spiel von unserem Klienten stammt oder von ihnen empfohlen wird."

„Alternativ wurde Rebellion als Name für das Spiel gewählt, um durch die Reputation unseres Klienten einen unfairen Vorteil zu erlangen oder die Reputation unseres Klienten zu schwächen."

Ernsthaft, Rebellion?

Damals erzielten beide Seiten keine Einigung, Ironclad setzte sich in den USA zur Wehr und bekam Recht. Wie gesagt ist Ironclad derzeit damit beschäftigt, sich den Namen Sins of a Solar Empire: Rebellion als Markenzeichen zu sichern und ist dabei auf einem guten Weg - allerdings nur in den USA.

Ironclads Blair Fraser sprach das Thema in einem aktuellen Blogeintrag an und gibt an, dass Rebellion Einspruch gegen einen entsprechenden Markenschutzantrag in Kanada erhoben habe. Weiterhin gebe es „unbestätigte Berichte" darüber, dass Ironclads Partner in Großbritannien eine Abmahnung mit Unterlassungsaufforderung erhalten habe. Man erwarte, dass sich das alles weltweit fortsetzen werde, will aber weiter dagegen ankämpfen.

Wie Rebellions Jason Kingsley gegenüber Eurogamer angibt, ist das Ganze einfach eine Folge des aktuellen Markenrechts.

„Das ist eine zwei Jahre alte Geschichte, über die damals ausführlich berichtet wurde. Es ist merkwürdig, dass das jetzt wieder zum Vorschein kommt, kurz vor dem Release von Sniper Elite 3" sagt er dazu.

„Natürlich hätten wir es bevorzugt, keine rechtlichen Schritte einzuleiten. Tatsächlich haben wir sie zuerst darauf angesprochen und versucht eine Einigung zu erzielen. Sie lehnten jedoch ab und da das Markenrecht nun mal so ist, wie es ist, mussten wir 2012 Rebellion im Spielebereich verteidigen. Andernfalls hätten wir riskiert, unsere Marken zu verlieren."

Sins of a Solar Empire: Rebellion - Trailer

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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