Galaxy on Fire

Freelancer im Westentaschenformat

Technologisch gesehen stehen aktuelle Mobiltelefone schon jetzt auf Augenhöhe mit der ersten Playstation. Leider sieht man den meisten Games nichts von dieser Rechenpower an. Dank mangelnder Kompatibilität und dem Zwang, so viele Geräte wie möglich abzudecken, sind viele Titel im 16Bit-Zeitalter stehen geblieben.

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Die schicke Grafik setzt ein entsprechend leistungsfähiges Mobiltelefon voraus.

Nur einige wenige Entwickler, wie zum Beispiel die deutschen Fishlabs, wagen den Schritt in die dritte Dimension. Was sich bei geeigneten Telefonen dann auf dem Display bewegt, sieht schon mal gar nicht so schlecht aus.

Besonders beeindruckend ist dabei der Freelancer-Verschnitt Galaxy on Fire, der mit schicker 3D-Grafik und einer annehmbaren Story echtes Star Wars-Feeling verbreitet. Ganz wie bei Privateer oder Elite, tritt auch bei Galaxy on Fire ein einsamer Pilot an, um die Menschheit vor bösen Außerirdischen zu retten.

Wer dabei überbordende Menüs und komplizierte Status-Anzeigen befürchtet, wird hier eines Besseren belehrt. Vor allem der Handels und Ausrüstungspart ist erfreulich einfach ausgefallen. Allein ein Handy mit Joystick ist Pflicht, denn mit einer normalen Tastatur sieht man in den anspruchsvollen Kämpfen kein Land.

Doch nicht nur die Bedienung ist gelungen, auch optisch macht der Titel einiges her. Logischerweise pixeln die Texturen bei der Annäherung auf und auch die Auflösung ist auf den meisten Handsets deutlich zu niedrig, doch dafür gibt es sogar eine rudimentäre Beleuchtung und das Raumschiffdesign ist für eine solche Produktion überragend gelungen. Nur der Sound klingt noch wie zu guten alten C64-Zeiten. Soundeffekte und Musik in CD-Qualität kosten einfach zu viel Speicherplatz.

Beim Gameplay holt Fishlabs das Sound-Debakel aber wieder heraus und begeistert mit abwechslungsreichen Missionen und harten Raumgefechten. Spätestens wenn dem Spieler Plasma-Schüsse um die Ohren jagen und gewaltige Schlachtkreuzer eine Raketensalve nach der anderen abfeueren, vergisst man für kurze Zeit, dass man ein schnödes Mobiltelefon in der Hand hält und nicht vor dem Fernseher die bösen Vrossk jagt. Ein größeres Kompliment kann man einem Handy-Game eigentlich nicht machen.

9 /10

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Über den Autor:

Kristian Metzger

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