Taktik-Fans aufgepasst: Battle Brothers bekommt heute seine neue Erweiterung Blazing Deserts!

Ab in die Wüste. Viel wärmer kann's da auch nicht sein.

  • Ergänzt den Taktik-Hit um eine Wüstenregion mit drei gewaltigen Stadtstaaten
  • Unter anderem kommen neue Origins, eine neue Late Game-Krise sowie frische Musik und Events hinzu
  • Neue Aufträge, Gegner und eine legendäre Location runden das Paket zum Preis von 14,99 Euro ab

Ich bin nicht sicher, ob ihr schon von Battle Brothers gehört habt, aber das Spiel der Hamburger Overhype Studios lässt sich am besten als Taktikvariante von Mount and Blade beschreiben. Das Konzept ging für mich und viele Tausend andere, die das Spiel auf Steam zeitweise auf die Maximalwertung von "äußerst positiv" hievten, bestens auf. Heute kommt endlich die neue Erweiterung heraus: Blazing Deserts.

Overhype bezeichnet das Paket, das mit 14,99 Euro zu Buche schlägt, als den bisher umfangreichsten DLC. Dennoch beschreitet man natürlich weiterhin den Weg, den schon Warriors of the North und Beasts & Exploration vor ihm gingen. Soll heißen: Frischer Content und viele Anpassungen am Basisspiel, um für neue Durchläufe ein frisches Erlebnis zu gewährleisten. Ganz so, wie es Firaxis bei Civilization oder XCOM hält.

Blazing Deserts erweitert die gigantische Karte, die man mit seiner Söldnertruppe bereist, um eine neue Wüstenregion im Süden, in der statt normaler Städte und Dörfer drei riesige Stadtstaaten den Ton angeben.

Neue Ereignisse entlang des Weges, während derer ihr wie immer schwere Entscheidungen treffen dürft (FTL lässt grüßen!), halten die Reise frisch und interessante neue Origin-Geschichten für euren Helden, die alle thematisch im Süden der Karte angesiedelt sind, reizen direkt, einen neuen Durchgang zu starten und mal etwas anderes zu probieren. Vor allem die Variante, als Triumvirat beschlagener Gladiatoren zu starten, aber hohe Gehaltskosten zu haben und mit dem permanenten Tod des letzten Mitglieds dieses Trios das komplette Spiel zu verlieren, juckt mich sehr in den Fingern.

Eine neue Late-Game-Krise führt zu einem Glaubenskrieg um eine heilige Stätte, neue zivile, also nicht in den Hexfeld-Schlachten kämpfende Begleiter helfen euch massiv - ein eigener Schmied gefällig, der eure Waffen in Schuss hält? - und wenn euch die neuen Wüstenbiester nicht hart genug sind, verdient ihr euch in der Arena ein paar Taler dazu.

Alchemische Apparaturen sollt ihr zudem neuerdings ebenso nutzen wie primitive Schusswaffen. Ein Highlight dürfte auch wieder die Musik sein, denn die für den Soundtrack verantwortliche Formation Breakdown Epiphanies hat in der Vergangenheit Fabelhaftes abgeliefert und offenbar immer noch Großes vor:

Es ist einfach ein tolles Spiel, das sehr gut von der Zusammenkunft des Management einer eigenen Söldnergruppe und dem anspruchsvollen, logischen und facettenreichen rundenbasierten Hexfeld-Kampf lebt.

Aber es sind auch die vielen kleinen Geschichten und Schicksale, die das Spiel über seine Events anreißt und die man dann im Kopf weitererzählt, die das Spiel besonders machen. Tatsächlich kombiniert das Spiel seine "Geschichte" prozedural aus Versatzstücken, die ein offenkundig ziemlich talentierter Autor verfasste - keine Ahnung, weshalb das funktioniert, aber das tut es. Und jedes Spiel erscheint so immer neu. Dennoch die kurze Warnung an diejenigen, die nicht des Englischen mächtig sind: Englisch ist die einzige Sprache, die angeboten wird, weil es die einzige ist, in der man die Texte derart immer wieder neu kombinieren kann, ohne dass die Grammatik dazwischengrätscht.

Battle Brothers hat sich bisher ziemlich gut verkauft - ich hörte einst von locker erreichten sechsstelligen Zahlen - und mit dem neuen DLC und der kommenden Switch-Version dürften noch einmal ein paar mehr dazukommen. Allerdings hat Battle Brothers auf der Switch noch keinen Termin. Laut Overhype Studios gehen die Arbeiten daran gut voran, allerdings sei die Portierung der eigens für das Spiel geschriebenen Engine alles andere als trivial. Die interne Version laufe aber bereits gut und vor allem die Steuerung sei dem mit der Umsetzung betrauten Studio von Ukiyo Publishing sehr gelungen.

Falls ihr mehr zum Spiel wissen wollt: Ich habe bereits im letzten Jahr schwer davon geschwärmt.

Und wem das noch nicht reicht, der liest in der nächsten Woche mein umfangreiches Interview mit den leibhaftigen Battle Brothers: Jan und Paul Taaks, die leitenden Köpfe hinter dem Projekt.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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