Ratchet & Clank: A Crack in Time • Seite 2

Galaktisch gut

Und selbst hier sind es die Details, die überzeugen. Auf Lavaoberflächen blubbert es ordentlich, immer wieder gibt es Explosionen und Funken sprühen durch die Gegend. Asteroiden schwirren am Horizont umher, ebenso zivile Raumschiffe, die vor dem Hintergrund eines riesigen Himmelskörpers mit Ringen vorbeirauschen. Es entsteht wahrlich das Gefühl eines lebendingen Universums.

Größtenteils sind die kleinen Monde optional, man muss sie also nicht erkunden. Allerdings findet man hier hingegen diverse Schrauben und Muttern, die Währung des Spiels, oder auch mal einen Vertreter der Zoni-Spezies. Je mehr man von letzteren einsammelt, desto mehr Upgrades schaltet man für das eigene Schiff frei, darunter Boost oder Spezialschild. Einige davon braucht man zwingend, um bestimmte, für die Story wichtige Planeten anfliegen zu können. Und da man vorab sieht, was sich wichtiges auf einem kleinen Planeten einsammeln lässt, kann man etwa auch nur die abgrasen, die einen mit einem Zoni belohnen. Eine Zeitverschwendung ist nichtsdestotrotz keiner davon. Überall bekommt man eine Belohnung.

Clank wiederum treibt sich, wie bereits gesagt, in der großen Uhr herum. Er muss seine Bestimmung finden und nebenbei diverse Rätsel lösen, bei der die Nutzung der Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Allen voran gilt es, an mehreren Stellen Aufnahmen der Bewegungsabläufe von sich zu machen. Seine Aufzeichnungen aktivieren dann beispielsweise Plattformen, öffnen Türen oder geben den Weg frei. Anfangs ist das mit lediglich zwei Aufnahmen noch recht simpel. Eine aktiviert zum Beispiel einen Schalter, die andere auch und weiter geht’s für den echten Clank durch die nun geöffnete Tür. Später wird es komplexer und ausufernder. Es laufen bis zu vier Clanks durch die Gegend und müssen in der richtigen Reihenfolge gleich mehrere Schalter betätigen oder Plattformen hoch- und runterfahren, damit man überhaupt vorankommt. Wer logisch kombiniert, mit der verfügbaren Zeit richtig kalkuliert (eine Minute pro Aufzeichnung) und seine grauen Zellen ein wenig anstrengt, sollte jedoch keine Probleme bei der Bewältigung haben. Auf jeden Fall aber eine nette Idee und meiner Meinung nach eines der interessantesten Rätsel, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

Und gerade diese Abwechslung ist es, die A Crack in Time so spielenswert macht. Zugegeben, wirklich innovativ Neues könnt ihr nicht erwarten. Insomniac baut auf sein bewährtes Mischkonzept aus Jump'n'Run und Action-Adventure, führt einige zusätzliche Features ein und wagt keine riskanten Experimente. Manchmal ist aber auch genau das die richtige Vorgehensweise. Der ständige Schauplatzwechsel – meist nach einem Abschnitt mit einem der Charaktere – sorgt dafür, dass man sich an keinem der einzelnen Gameplay-Elemente beziehungsweise Areale schnell satt sieht und ungefähr nach knapp einer Stunde immer wieder etwas anderes geboten bekommt.

Gleichzeitig belohnt einen das Spiel regelmäßig mit einigen fabelhaften Momenten, in denen man einfach mal kurz eine Pause einlegt und die Aussicht genießt. Zum Beispiel bei einem Sonnenuntergang, der nahezu den gesamten Horizont im gelb-orangenen Licht der gewohnt Comic-artigen Optik erstrahlen lässt. Oder die Sonne in einem Sternensystem, die in einem leichten Grünton durch diverse Trümmer und Asteroiden hindurchschimmert. Wenn man so durch die Sektoren fliegt, riesige, detaillierte Planeten vor sich erblickt und gegen die Fieslinge im Raumkampf antritt, wünscht man sich am liebsten ein neues Wing Commander oder StarLancer im Next-Gen-Gewand herbei. In Ratchet & Clank spielt sich das Geschehen im Weltall aber lediglich auf einer 2D-Ebene ab, bleibt also recht übersichtlich und ist somit kein echter Ersatz für eine Weltraumsimulation. Schade, aber auch so erfreut man sich an dem Gefühl, mal wieder durch die Galaxie fliegen und rumballern zu können.

Apropos rumballern. Wenn Ratchet das Kommando übernimmt, geht es ordentlich zur Sache. Da ist schon mal der ganze Bildschirm voller Feinde, die auf den kleinen Lombax einschlagen und ihn mit Beschuss eindecken. Mit Hilfe seines umfangreichen Waffenarsenals kann er sich aber problemlos gegen die verschiedensten Arten von Feinden zur Wehr setzen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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