SteelSeries Rival 5 Gaming Maus - Test: Leicht, komplett und preiswert

Die leichte Maus mit den kleinen Extras.

Gerade mal 85 Gramm. Das ist so leicht, dass die Steelseries Rival 5 glatt ein wenig zur Seite wandert, wenn ich sie aktuell loslasse, weil das Kabel seitlich vom Tisch hängt und ein wenig zieht. Nur das Eigengewicht des Kabels. Das ist ziemlich leicht. Aber nicht nur das, die Mission der Rival 5 scheint es zu sein, für einen fairen Preis eine Rundum-glücklich-Maus abzuliefern, die alles Wichtige kann, dann noch ein paar Dinge mehr und am Ende nur 85 Gramm auf die Waage bringt. Ich muss sagen, das bekommt sie alles hin.

Dabei ist die Rival 5 nicht mal klein. Meine etwas größeren Hände kann ich bequem darauf ablegen und die langen Tasten sind perfekt als Fingerablage geeignet. Für die Klaue mit Tippen ist sie fast schon ein wenig zu groß. Dank des relativ gleichmäßigen Druckpunktes über fast die ganze Fläche der Tasten geht es, aber da wäre die Rival nicht mein Favorit. Das ist eine Maus, auf der sich die ganze Hand wohlfühlt.

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Tastenflut mit Wippe

An den Tasten wurde nicht gespart, zwei große Buttons, klar, DPI-Taste Mitte hinten, die auf dem Mausrad und die beiden üblichen an der linken Seite - die Rival 5 ist durch und durch eine Rechtshänder-Maus. Das war die Pflicht, jetzt zur Kür: Ihr habt links relativ weit vorn eine große silberne Taste, die man nicht zufällig erwischt. Dadurch, dass sie aber ein wenig angewinkelt ist, reicht es den Daumen nach vorn zu schieben, um sie auszulösen, was klasse funktioniert.

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Für die Klaue fand ich die Rival 5 nicht ideal, aber das hängt immer ein wenig von Handgröße und Geschmack ab.

Dann habt ihr über den seitlichen Tasten links noch direkt darüber eine Wippen-Taste, die ihr hoch- und runterdrücken könnt. Ich hatte echte Sorgen, dass ich diese ständig versehentlich auslösen könnte, aber das passierte nicht ein einziges Mal. Der Druckpunkt ist relativ hoch, sodass ihr wirklich bewusst den Daumen anheben müsst. Ist tadellos nutzbar und sehr praktisch durchdacht, wenn ihr noch zwei Tasten mehr braucht. Und wenn nicht, dann vergesst ihr praktisch, dass die Wippe existiert.

Wenn ich mit irgendwelchen Tasten an der Rival 5 ein Problem hatte, waren es die beiden normalen seitlichen links. Normalerweise liegt der Daumen leicht unterhalb von ihnen und wenn ich eine drücken will, hebe ich gleich die Maus mit an, nicht zuletzt dank des so geringen Gewichts. Insoweit, diese beiden Tasten hätten etwas mehr Fläche nach unten vertragen.

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Das Textil-Kabel ist lang genug und ohne Akku ist man natürlich leichter unterwegs.

Farbvielfalt in Zonen

Das Material ist aufgerautes Plastik, dass sich ehrlich gesagt nach nichts anfasst. Nicht gut, nicht schlecht, es ist einfach ein auf Effizienz basierendes Produkt, das exakt tut, was es soll. Aber, es fühlt sich keiner Weise instabil oder billig verarbeitet an, ganz im Gegenteil. Mehr so, als könnte sie ruhig ein paar Mal unsanft herumgeschubst werden und das einfach ignorieren, trotz des geringen Gewichts.

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SteelSeries kann sich schon denken, wofür manche ein paar Tasten mehr gebrauchen könnten.

Technisch ist innen verbaut, was eine Maus heutzutage braucht, um sich "Gaming" nennen zu dürfen: 100 - 18.000 DPI in Schritten von 100 einstellbar, 1000Hz Abfragerate, 40G Beschleunigung und so weiter. Wichtiger noch, es gibt ganz viel RGB-Beleuchtung mit Logo und Rallye-Streifen und selbst das Mausrad leuchtet. Die Füße laufen auch auf nicht ganz idealen Oberflächen wie einem Holztisch immer noch ausgezeichnet und auf einem entsprechenden Pad sowieso. Lediglich eine Sache bemerkte ich dann doch und das ist das etwas zu feste, nicht justierbare Mausrad. Auch nach mehreren Wochen bot es immer noch etwas mehr und vor allem nicht ganz gleichmäßigen Widerstand.

Die Software ist die SteelSeries Engine 3, die alles von der Firma steuert. Wenn ihr also bereits ein anderes SteelSeries-Gerät nutzt, müsst ihr nicht viel tun und könnt direkt loslegen. Natürlich lässt sich alles einstellen: Angle-Snap, Polling, Beschleunigung, DPI-Stufen. Jede der Tasten lässt sich konfigurieren, es gibt den Makro-Editor und Profile und natürlich dürft ihr auch mit der RGB-Beleuchtung nach Lust und Laune herumspielen. Das geht so weit, dass beide Streifen an der Seite auch noch mal in vier Zonen unterteilt sind, die ihr alle getrennt mit unterschiedlichen Effekten ansteuern könnt. Die SteelSeries Engine ist erprobt und zuverlässig, ich hatte nie nennenswerte Probleme mit ihr und damit ist sie genau so, wie es sein sollte.

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Die SteelSeries Rival 5 könnt ihr unter anderem bei Caseking, Amazon oder bei SteelSeries selbst kaufen.

SteelSeries Rival 5 Test Fazit

Mit der Rival 5 liefert SteelSeries im Prinzip eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner in Sachen Gaming-Maus ab. Der Preis ist mit 60 bis 70 Euro im gut bezahlbaren Mittelfeld, alle üblichen Tasten sind vorhanden plus noch ein paar extra, die Verarbeitung so tadellos und wie unauffällig. Die besonderen Eigenschaften sind das sehr niedrige Gewicht von 85 Gramm und die Kipp-Doppel-Taste. Letzte ist nett für jeden, der ein paar Tasten extra braucht, sonst stört sie einfach nicht. Wer es aber etwas wuchtiger mag und sonst alle hier nicht vorhandenen Gewichte nutzt, um das zu erreichen, sollte sich wohl eher an die Rival 600 zum Beispiel halten. Bleibt noch das wenig beeindruckende Mausrad, aber 70 Euro sind justierbare Mausräder nicht alltäglich. Also ja, wirklich eine im besten Sinne solide Maus mit allen Features, die euch nicht im Stich lassen wird.

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Über den Autor:

Martin Woger

Martin Woger

Chefredakteur  |  martinwoger

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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