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Parkasaurus (Switch) - Test: Es gibt Dinos mit Hüten, müsst ihr noch mehr wissen?

Niedlich, aber auch tödlich.
Eurogamer.de - Empfehlenswert Badge
Eine niedliche Dinopark-Simulation mit unterhaltsamer Kampagne und flexiblem Sandbox-Modus, aber teils zu kleinen Texten.

Von der Dinopark-Simulation Parkasaurus hat euch Alex in der Vergangenheit schon etwas vorgeschwärmt. Jetzt gibt es das Spiel auch für die Nintendo Switch und da ich mich durchaus gerne mit solchen Management-Spielen befasse –in der Praxis leider weniger, als es mir lieb ist -, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. Ist Parkasaurus wirklich so gut? Und ist die Umsetzung auf Nintendos Konsole gelungen? Zu 100 Prozent perfekt ist sie nicht!

Die gute Nachricht ist, dass das keine spielerischen Gründe hat. Nein, es sind leider die Texte, wenngleich nicht alle. Manche Angaben sind im Handheld-Modus der Switch wirklich extrem klein geraten und es macht keinen Spaß, sie zu entziffern. Im Dock ist das weniger ein Problem, unterwegs hingegen schon. Leider gibt es in den Einstellungen keinerlei Möglichkeit zur Anpassung, das müsste noch einmal per Patch etwas nachgebessert werden.

Glückliche Dinos sind gute Dinos

Im Kern bekommt ihr hier aber das, was Parkasaurus euch auch schon auf dem PC bot. Eine kunterbunte Dinopark-Simulation, die sich äußerlich nicht ganz so ernsthaft präsentiert wie etwa Frontiers Jurassic World Evolution, aber auf ähnlichen Grundsätzen aufbaut. Ihr müsst für eure Dinos die passende Umgebung bauen und schauen, dass sie sich dort auch wohlfühlen. Denn: Glückliche Dinos sind friedliche Dinos. Ähnliches gilt für die Gäste. Sind diese zufrieden mit dem, was sie geboten haben, lassen sie umso mehr Bares bei euch und euren Geschäften.

Hohes Gras gibt Dinos Privatsphäre, Besucher bringen das Geld.

Ist eines der Tiere hingegen unzufrieden, fängt es immer mehr an zu randalieren. Es beschädigt Zäune, schleudert Spendenboxen durch die Gegend, zerfetzt Verkaufsstände. Und seht euch nur mal diesen rosafarbenen, niedlichen Dino mit seinem Hut an, wie er den panischen Besucher in seinem Maul herumwirbelt. Äh, Moment Mal... So weit lasst ihr es am besten nicht kommen. Das erfordert aber harte Arbeit. Glücklicherweise leistet die Kampagne gute Dienste dabei, euch an ihre Missionen und den Sandbox-Modus heranzuführen. Ihr lernt die Feinheiten nach und nach analog zu anspruchsvolleren Aufgaben kennen und wisst spätestens nach ein paar Stunden, worauf ihr zu achten habt.

Zwar ist der Sandbox-Modus von Beginn an verfügbar, ich würde aber dennoch empfehlen, vorher mindestens einen Blick ins Tutorial und einige Missionen der Kampagne zu werfen. Das gilt besonders für alle, die mit solchen Spielen noch nicht so vertraut sind. Es hilft euch ungemein weiter, alles zu wissen, was es über Parkasaurus zu wissen gibt. Das hilft euch enorm dabei, das ultimative Ziel zu erreichen: Die Gestaltung eines Parks, der Bewohner und Besucher gleichermaßen glücklich macht und genügend Geld für euch abwirft.

Detailarbeit, die sich lohnt

Und das ist, wie erwähnt, eine Menge. Ihr könnt so viele Dinge beeinflussen, bis hin zur Höhe des Geländes, der Größe der Wasserflächen und der Platzierung der einzelnen Steine. Was auf jeden Fall erforderlich ist, um alles perfekt auf die tierischen Bewohner abzustimmen. Die Lernkurve in der Kampagne ist angenehm gehalten und wenn ihr euch bereit fühlt, hält euch nichts davon ab, euch im Sandbox-Modus ganz nach Lust und Laune auszutoben.

Ist er nicht knuffig? Wenn er nicht gerade sauer ist und Besucher beißt.

Abseits mancher relativ kleiner Texte funktioniert die Steuerung auf der Switch ziemlich gut. Bei den Texten habt ihr im Dock natürlich Vorteile, ansonsten spricht aber nichts dagegen, Parkasaurus auch auf dem kleinen Bildschirm zu genießen. Performance-Probleme konnte ich keine ausmachen. Angesichts der charmanten, aber technisch nicht gerade anspruchsvollen Grafik wäre ich auch überrascht, wenn es welche gäbe. Wenngleich es ausreichend Beispiele gibt, die beweisen, dass das wenig zu sagen hat. Egal, Parkasaurus läuft gut auf der Switch!

Parkasaurus Test - Fazit

Lust auf eine Dinopark-Simulation für relativ wenig Geld (20,99 Euro)? Parkasaurus wird eure Sehnsüchte definitiv befriedigen, so viel kann ich euch Versprechen. Klar, es hat nicht die allermodernste Optik, die ihr je gesehen habt, gleicht das aber mit seinem Charme – ihr könnt euren Dinos Hüte aufsetzen! - wieder aus. Habt ihr euch etwas reingefuchst, kommt ihr damit prima zurecht und habt eine Menge Spaß dabei, euren idealen Park zu erstellen und zu verwalten. Nur bei manchen der etwas zu klein geratenen Texte sollten die Entwickler noch einmal Hand anlegen.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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