Erfolgreich finanziertes Kickstarter-Projekt Haunts kämpft mit Problemen

Die beiden Programmierer sind weg, das Geld ausgegangen und man bittet die Fans um Geduld.

Dass nicht immer alles so reibungslos funktionieren muss, wenn es um Kickstarter-Projekte geht, sieht man aktuell beispielsweise an Haunts: The Manse Macabre, das mit 28.739 Dollar (von angestrebten 25.000 Dollar) erfolgreich finanziert wurde.

Wie Entwickler Mob Rules Games in einem Update verriet, haben sich die beiden Programmierer aus dem vier Mann starken Team verabschiedet. Lead Programmer Jonathan ging demnach zu Google zurück und der zweite Programmierer, Josh, nahm ebenfalls einen anderen Job an und sei nicht mehr länger daran interessiert, das Spiel in seiner Freizeit fertigzustellen.

Gegenüber Eurogamer gab Haunts-Schöpfer Rick Dakan an, dass die Reaktionen der Unterstützer auf diese schlechten Neuigkeiten bislang doch eher positiv ausfielen.

1

"Bisher fielen die Fan-Reaktionen erstaunlich unterstützend und großmütig aus. Die große Mehrheit der Nachrichten und Kommentare war positiv. Nur drei Leute wollten bislang ihr Geld zurückhaben, insgesamt wurden 30 Dollar erstattet. Da ich absolut darauf vorbereitet war, heute tausende von Dollar zurückzuzahlen, bin ich allen unglaublich dankbar, die sich entschieden haben, uns nicht aufzugeben."

Ohne die beiden Programmierer sitzt man jedenfalls vor einem nahezu fertigen Produkt, das man nicht auf eigene Faust fertigstellen kann.

"Obwohl ich mich ein wenig mit der Programmierung der Level auskenne, bin ich nicht in der Lage, die Bugs zu beheben, von denen ich weiß", so Dakan. "Die Sache wird noch dadurch komplizierter, dass das Spiel in der Go-Programmiersprache geschrieben wurde, die nicht weit verbreitet ist, was die Auswahl an potentiellen neuen Programmierern weiter einschränkt."

2

Nichtsdestotrotz habe er zwischenzeitlich aber viele Angebote von Leuten bekommen, die helfen möchten.

"Ich habe eine Menge interessante E-Mails von Programmierern erhalten, die ihre Hilfe anboten. Vielen Dank euch allen! Es gibt vieles, das ich durchgehen muss und ich bin nicht sicher, was der beste Weg ist, aber diese Angebote haben mich sehr ermutigt und ich will herausfinden, wie ich von dieser Möglichkeit am besten Gebrauch machen kann."

Auch das Indie-Studio Blue Mammoth Games habe Dakan zufolge Interesse daran gezeigt, das Spiel fertigzustellen. Das könnte aber dann noch ein paar Monate dauern.

"Diese neuen und potentiellen Partner werden erst in ein paar Wochen eine Entscheidung treffen können, danach würde es noch Monate dauern, bis irgendetwas erscheint. Dennoch denke ich, dass das derzeit unsere beste Option ist."

Die Unterstützer bittet er derweil um Geduld, zumal auch die gesammelten 28.739 Dollar vollständig investiert worden seien. "Ich werde persönlich jedem, der sein Geld zurückhaben möchte, ohne weitere Fragen aus meiner eigenen Tasche das Geld zurückzahlen."

"Wir werden dieses Spiel machen", so Dakan. "Und wenn ihr auf diesem, so wie es scheint, sehr langen Weg, der noch vor uns liegt, bei uns bleiben könnt, werden wir es fertigstellen. Aber das ist nicht das, worum ich euch bat und auch nicht das, wofür ihr uns das Geld gegeben habt."

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (2)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (2)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading